Keine Tracht seit 1 1/2 Wochen???

  • Hallo zusammen.


    Bei mir gibt es seit 1,5 Wochen keine Tracht mehr.

    Was ist nur mit der Natur los?

    Bienen extrem agressiv und Honigausbeute miserabel.


    Das Problem habe ich bei beiden Ständen. Ein Bekannter wohnt 20km entfernt und hat das selbe Problem.


    Wohnort Mittlefranken


    Hat jemand die selben Probleme?


    Gruß Udo

  • Jedes Jahr. Voll normal je nach Standort. Gut zum Abschleudern (Wassergehalt!), aber wichtig: genug Futtervorräte belassen bis zur Linde.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Also bisher war es bei mir nicht so.

    Das ist das erste Jahr.

    Ich muss überlegen ob ich füttere.

    So trocken sind die Waben.


    Berggeist warum glücklicher?

    Ich finde das eher beunruhigend.

    Nach einer miserablen Honigausbeute fast am verhungern.

  • Weil Du offenbar bis vor 1,5 Wochen Tracht hattest - im Gegensatz zu anderen, die bisher gar nichts hatten.

    Auf der Suche nach der Bee-Life-Balance.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 3-5.2.2023 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda. :daumen:

  • Weil Du offenbar bis vor 1,5 Wochen Tracht hattest - im Gegensatz zu anderen, die bisher gar nichts hatten.

    In Fb hört man auch von wenig bis gar keiner Tracht. Hier im WW läpert es 2kg plus im Juni..... Bin schon ganz aufgeregt, wohin mit dem vielen Honig.....

    Bis bald Marcus

    mehrere Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus,

  • Guten Nachmittag zusammen!


    Nach ebenfalls quasi nicht existenter und die Völker lediglich "großzügig" vor dem Verhungern rettender Frühtracht läppertrachtet es hier derzeit (überraschenderweise) so vor sich hin.

    Nach einer spontanen Rundfahrt eben habe ich allerdings auch die zu vermutenden Gründe hierfür gefunden: Blühstreifen / -bereiche im Flugbereich, in einem Fall bestehend aus flächiger Phacelia, in den anderen Fällen sind es senf- oder phacelialastige Mischungen von denen wohl noch eine ganze Zeit etwas zu erwarten sein sollte, und sei es "nur" Pollen.

    Ich freu` mich.


    Nachdem ich am Freitag die noch verbliebenen Wirtschaftsvölker mehr oder minder komplett in Ableger nebst je Prinzessin aufgeteilt habe kommt mir diese Situation überbrückend bis zur in 1, 2 Wochen spätestens startenden Lindenblüte absolut zupass.


    Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:

    Was ist nur mit der Natur los?

    Eine ganz normal "unnormales" Jahr?! Man weiß es nicht.

    Hier jedenfalls war es, ich kann es nach den letzten paar Jahren fundiert sagen, erneut zu lange kalt, dann zu kalt und unbeständig, gefolgt von zu kalt, unbeständig, zu windig, zu regnerisch und zu trocken. DIe genannten Adjektive kannst du dann bis zum Ende der Rapsblüte in allen denkbaren und undenkbaren Variationen kombinieren und hast für meine Region den bisherigen Witterungsverlauf getroffen.

    Einzelne, leider ob ihrer Anzahl zu vernachlässigende, more or less optimale Tage mal außen vor gelassen.


    Grundsätzlich immer optimistische Grüße

    vom

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Momentan ist die übliche Trachtlücke. Der Bien hat das schon länger gespürt und die Schwarmtriebigkeit eingestellt. Wohl denen, die noch Honig auf den Völkern ließen: hilft den Bienen und der Imker kann sich Zeit lassen und Königinnen ziehen lassen.

  • Da will ich doch mal ein wenig Neid sähen: Die Kornblume kommt mehr und mehr und ein Schlag Wickroggen wird auch beflogen. Die Nachbarin hat (sehr spät) Bienenweide gesät, die gerade erst aufläuft. Das könnte nach der Linde noch Tracht geben und mal sehen, was dann noch kommt.

    Nach dem schlechten Start füllen sich die Honigräume, obwohl die Bienen vom Raps nur wenig mitnehmen konnten.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Nach recht später, aber dann doch guter Frühtracht (durchschnittlich 30 kg pro Volk) an meinem Stand in Thüringen kommt nun weiterhin etwas Tracht von einzelnen Robinien und umliegenden Blühstreifen rein. Verhungern werden sie vor der Linde jedenfalls nicht.

    In Südniedersachsen spürt man die Trachlücke hingegen etwas deutlicher, dafür ist der Honig hier auch trockener.


    Viele Grüße,

    Troll

  • in Mittelfranke

    Bienen extrem agressiv und Honigausbeute miserabel.


    Wohnort Mittlefranken


    Hat jemand die selben Probleme?

    In Mittelfranken bei vielen Imkern und Völkern hier überhaupt keine Tracht. Scheint hier in Mittelfranken fast überall das Problem zu sein. Kaum Honig. Honigaktien kaufen!

  • In Mittelfranken bei vielen Imkern und Völkern hier überhaupt keine Tracht. Scheint hier in Mittelfranken fast überall das Problem zu sein. Kaum Honig. Honigaktien kaufen!

    Es wird in Zukunft wohl vorteilhaft für Imker sein den Dürremonitor des Helmholtzzentrum

    für Umweltforschung zu kennen

    https://www.ufz.de/index.php?de=37937

    außerdem zur Illustration in die Mediathek # 651 schauen : Jeder Tropfen ( Wasser) zählt.

    Arte Dokumentation.

    Einmal editiert, zuletzt von 03022022 () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Wohnort Mittlefranken


    Hat jemand die selben Probleme?


    Gruß Udo

    Hallo Udo,

    auch Mittelfranken, gestern so spät wie noch nie Frühtracht mit Raps geschleudert. 15 kg pro Volk, also für unseren langjährigen Standort so mittel.

    Seit Ende Rapsblüte aber auch eher leichte Abnahmen. Linde wird hier erst in 2 Wochen starten vermute ich.

    Durchhalten...

    Gruß,

    Friedrich

  • Da ich kein Raps in der Nähe hatte und bei Obstblüte kein passendes Wetter war, bin ich bei den meisten Völkern nur soweit, dass ich nicht zufüttern muss.

    Geschleudert habe ich bisher nix.


    Effess hatte da das große Glück in Reichweite Raps zu haben. :thumbup:


    Hoffe jetzt auf Linde. Blütenansätze sind jede Menge da, und Wasser aus den letzten Regentagen sollte auch für Nektar reichen.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.