Nach wieviel Tagen der Begattung muss eine Königin in Eilage sein?

  • Es gibt tatsächlich 3 jüngere Ableger (gebildet am 14.05.) die eine Königin haben, die sind aber recht klein und eine ist seit einer Wochen wieder aus der Eilage und die Eier von letzter Woche sind alle weg, keine Eier, keine Brut :/

    Kann es sein, dass du ein bisschen zuviel Aktionismus an den Tag legst?

    Wenn die eine legende Jungkönigin hatten, muss man die ja nicht im Wochenrythmus stören.

    Die Weiselprobe mit ausschliesslich belarvten Bechern? Für wie aussagekräftig sind die zu bewerten, wenn man den Bienen quasi eine Königinoption auf dem Tablett serviert?

  • Es sind zwei Fälle zu unterscheiden:

    1) die alten Ableger von Ende April (45 Tage her) haben Drohnenbrut aber es sieht aus als wären Arbeiterinnen dazwischen, dort habe ich umgelarvte Becher zugesteckt - meist angenommen

    2) Ablger vom 15.05. haben keine Larven erhalten, hier gibt es kleine eierlegende Königinnen, eine hatte schon letzte Woche Eier, abe die sind diese Woche alle weg und auch keine neuen gelegt, Eier ausgeräumt Königin legt keine Neuen, was wollen die Damen mir damit sagen? "wir sind Suizid-Bienen"?

    ... und ja bie mir gibt es Aktionismus, weil das Bienenjahr begrenzt ist und ich noch einige Jungvölker und Königinnen zum Umweiseln schaffen möchte.

  • Ich werde mir wohl auch eine einfaches Prinzip angewöhnen müssen, Stichtag definieren und dann weg und neu, dieses Hoffen und Bangen und Gefrickel bringt am Ende nichts als Frust und unbrauchbare Ableger

    Aber keinen Stichtag zur Ablegerbildung, sondern das von dem Witterungsverlauf abhängig machen.
    Eine ganze Reihe Kollegen haben turnusmäßig Ende April/Anfang Mai Ableger gebildet...weil man es immer so machte...und stehen nun vor dem gleichen Ergebnis.
    Bei kalt und ohne Flugwetter können die Königinnen kaum was werden und erst recht nicht begattet werden.

  • ... und ja bie mir gibt es Aktionismus, weil das Bienenjahr begrenzt ist und ich noch einige Jungvölker und Königinnen zum Umweiseln schaffen möchte.

    Dann ziehe jetzt nochmal nach, oder besorge dir Königinnen/Zuchtstoff und bilde jetzt kleine Einheiten. Für Umweiselungen im Oktober müssen die ja keine überwinterungsfähigen Einheiten aufbauen.
    Also 1-Waben-Ableger mit schlupfreifen Zellen, kleine Kunstschwärme,...

  • Werde wohl heute nochmal Ableger erstellen und auf meinen Außenstand auf den Platz von drohnenbrütigen Kandidaten setzen. Die Drohnenbrütigen einrauchen und nach 5 Miunten etwas entfernt abstoßen und so als Verstärkung in die Neuen fliegen lassen. Ist das ein Problem?

  • Die Ableger müssen gefestigt sein und eine Perspektive erkannt haben. Nicht erstellen und sofort die drohnenbrütigen dazu fliegen lassen.


    Am besten lässt man Bienen aus drohnenbrütigen Völkern welchen zufliegen, die eine legene Königin haben. Je größer, desto besser.

  • Danke für den Hinweis, ich dachte die machen bei der Findung dann direkt mit und der Ableger wehrt sich nicht. Was ist denn zu erwarten, werden die Bienen sich bekriegen oder entsteht nur zusätzliche Unruhe die das Anziehen der Nachschaffungszellen ungünstig beeinflusst? Soll durch die FLuglochwache der Einlass möglicher Drohnenmütterchen ausgeschlossen werden?

    Dann nehme ich sie mit zurück zum meinem Hauptstand, dort werden sie dann in eines der Wirtschaftsvölker fliegen.

    Noch eine Frage, was kann ich mit den Waben tun, es ist zum Teil viel Futter drin, was dieses Jahr Mangelware ist. Kann ich die Waben anderen Ablegern nach dem Abfegen geben? Sind die später schlüpfenden Drohnen ein Problem?

  • Habe heute Ableger kontrolliert und t.w. Aufgelöst.

    Gebildet am 22.05. mit frisch geschlüpfter Königin.

    Letzte Woche in fast allen Stifte gesehen.

    Heute nochmal rein geschaut. Bei ungefähr 20-30% Buckelbrut.

    Das passt doch irgendwie nicht.

    Die Königin muss dann ja quasi nach dem "üblichen" 14 Tage Fenster, was normalerweise noch Spielraum hat direkt angefangen haben zu Stifen, aber unbegattete Eier? Mach das Sinn? Dachte das würde dann länger dauern?

  • hallo Gerd,


    Heute sind das 33 Tage. Die Frage war ja eigentlich, nach wieviel Tagen es defintiv vorbei ist?

    nach meiner Erfahrung kann das auch noch länger dauern und dann stiftet doch plötzlich die neue Königin. ABER bedenke daß von vielen Seiten berichtet wird, dass heuer der Begattungserfolg sehr zu wünschen übrig lässt. Auch aus England wird das berichtet.

  • Die Ableger müssen gefestigt sein und eine Perspektive erkannt haben. Nicht erstellen und sofort die drohnenbrütigen dazu fliegen lassen.


    Am besten lässt man Bienen aus drohnenbrütigen Völkern welchen zufliegen, die eine legene Königin haben. Je größer, desto besser.

    4 Ableger abgefegt und nun hängen alle Bienen an EiNer L—Steinmauer im Garten und sie haben es bis jetzt nicht geschafft die 7 Wirtschaftsvölker in unmittelbarer Umgebung als Auffanglager zu entdecken. Haben Sie sich vielleicht um Drohnenmütterchen oder schlecht begattete Notköniginn versammelt? Einfach dort hängen lassen und sie werden morgen ein

    Zuhause suchen?

  • ABER bedenke daß von vielen Seiten berichtet wird, dass heuer der Begattungserfolg sehr zu wünschen übrig lässt. Auch aus England wird das berichtet.

    Hierzu eine Anfängerfrage, welche wirklich nicht als Provokation gedacht ist(!) : Kommt das nicht auch von der Drohnenschneiderei oder sollten dennoch noch genug vorhanden sein?

  • HolgerB Nein, damit hat das Drohnenschneiden nichts zutun. Dafür leisten sich Bienen zu viele Drohnen.

    Das hat mehr damit zutun, dass Drohnen nicht immer zum Begattungsflug starten. Dafür fliegen sie nur zu bestimmten Zeiten (nicht zu früh und auch nicht zu spät) und es muss schön warm sein und nicht zu windig.... es muss halt für die Drohnen alles passen.

    Sie müssen auch reif sein und müssen in saus und braus gelebt haben, damit sie fit sind. Das Frühjahr hat leider zu wenig Nektar gebracht, und Drohnen sind ein Luxus für ein Volk. (Es wird einfach auch weniger angelegt und gepflegt. Das fällt uns Imkern meistens weniger auf)

    Die Königinnen sind da etwas pflegeleichter, da sie nur "eine" sind.

  • Uwes Vorgehen ist die beste Empfehlung. Wahrscheinlich ist mindestens eine Königin in der Traube.

    nun hängen alle Bienen an EiNer L—Steinmauer im Garten und sie haben es bis jetzt nicht geschafft die 7 Wirtschaftsvölker in unmittelbarer Umgebung als Auffanglager zu entdecken.

    Aber sie kannten sich da schon aus? Sprich, sie standen vorher direkt neben den Wirtschaftsvölkern? Das Volk, dem sie zufliegen sollen, muss schon an dem Platz stehen, wo vorher die drohnenbrütigen waren oder halt unmittelbar daneben.


    Ralf hat Recht, auf manche Dinge kommt man nicht.