Nach wieviel Tagen der Begattung muss eine Königin in Eilage sein?

  • Hallo Imker/innen,

    ich habe mal eine Frage an die Königinnenzüchter.
    In einem meiner Kieler Begattungskästchen gehts nichts voran. Die Kö war nun 14 Tage auf der Belegstelle und mittlerweile sind weitere 5 Tage vergangen. Es sind also mindestens zwei Wochen nach einem ggf. Begattungsflug. Die gnädige Dame ist im Kästchen und sieht auch sonst sehr passabel aus. Die Bienen bauen etwas mäßig, aber sie bauen. Futter ist reichlich. Weitere Königinnen gleichen Alters legen schon sehr fleissig.

    Wie lange würdet ihr meiner Königin bis zur Eilage noch Zeit geben?
    Für Eure Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

    viele Grüße
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Begattungsflug ist laut meinem Zuchtkalender am Tag 7 nach dem Schlupf, ggf. auch noch am Tag 8 und 9. Eiablage soll am Tag 12 geschehen. Kann sich bei schlechten Wetter natürlich verzögern, aber bei den anderen hat es ja auch geklappt. Da bist du ja schon gut drüber, sieht also schlecht aus.


    Du kannst ja eigentlich nichts mehr zur Verbesserung der Lage beitragen. Wenn du den Begattungskasten nicht gleich wieder brauchst, lass ihr halt noch ne Woche bzw. bis zum nächsten Termin am Bienenstock (z.B. wg. Schwarmkontrolle). Wenn sie dann nicht legt würd ich mich nicht mehr mit ihr weiter abgeben.


    Sicherheitshalber: Begattungskasten auf Defekte prüfen und markieren, falls es mit genau dem selben noch mal passiert.

  • Hallo und danke für die Antworten.
    Heute sind das 33 Tage. Die Frage war ja eigentlich, nach wieviel Tagen es defintiv vorbei ist?

    viele Grüße
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Nein weil die Erfolgsquote, das sie noch legen gering ist und wenn dann evt noch Drohnenbrütig ist.
    In der Wartezeit hätte man mit der Hardware schon wieder etwas anderes machen können, da die Begleitmannschaft ja auch nicht jünger wird.

    Also wenig Erfolg bei viel Aufwand, was wir als Imker (hätscheln und tätscheln) nicht wollen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Anschlussfrage: Ich habe schön satt gebildete MiniPlus, die leider nicht die gewünschte Genetik, sondern sowas Halbgares enthalten, Swiss Mix, gerade frisch begattet. Nun könnte ich Zellen mit guter Genetik erhalten. Wenn ich die frisch begatteten Königinnen durch die Zellen ersetze, wird das die (noch jungen, aber täglich älter werdenden) Mädels um etwa zehn Tage zurückwerfen. Kann man das riskieren? Mir gehen leider die Kisten aus, lief wieder mal nicht alles ganz nach Plan …

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Bei mir ist die Ablegerbildung dieses Jahr auch zum "Mäuse melken". Ich habe viele Ableger die gar keine erkennbare Königin haben, bzw. ich keine finde. Nachdem Geduld ja wichtig ist habe ich auch die Ableger vom 28.04 noch immer nicht abgefegt und aufgelöst. Es sind nach wie vor viele Eier sauber auf dem Zellgrund, vielfach auch mehr als eins. Die langsam verdeckelte Brut zeigt Drohnen allerdings sieht es für mich bei einige Ablegern so aus als seien auch Arbeiterinnen dazwischen :/

    Ich habe aus Trotz am 8.6. umgelarvte Becher zugesteckt, eine Art Weiselprobe also. Es werden fast in allen Ablegern diese Zellen gepflegt. Ich hatte erwartet dass mit Drohenmütterchen alles vergebens sei :/

    Jetzt ist die Belegschaft in den Ablegern von Ende April und Anfang Mai schon so alt und klapprig, dass sie es wohl kaum noch schaffen die neue Königin aus den Weiselnäpfchen bei der Aufzucht des ersten Brutsatzes sinnvoll zu unterstützen, was tun?

    In einem Ableger sind die Becher ausgeräumt und neu bestiftet ??? sonst in dem Ableger alles durcheinander in den Zellen bis zu 5 Eier - am Rand und am Boden - die sind doch Drohnenbrütig :/

    Es gibt tatsächlich 3 jüngere Ableger (gebildet am 14.05.) die eine Königin haben, die sind aber recht klein und eine ist seit einer Wochen wieder aus der Eilage und die Eier von letzter Woche sind alle weg, keine Eier, keine Brut :/

  • Ich werde mir wohl auch eine einfaches Prinzip angewöhnen müssen, Stichtag definieren und dann weg und neu, dieses Hoffen und Bangen und Gefrickel bringt am Ende nichts als Frust und unbrauchbare Ableger