• Abe jetz mal eine konkrete Frage:

    Bei der Behandlung 4 x 4 zweier Brutscheune, ist eine auffällig.

    Auch nach der 4ten Behandlung fielen viele Milben (> 200).

    Im Vergleich zur anderen.

    Habe deshalb heute die 5te Behandlung mit OS gemacht.

    Wie geht Ihr damit um 4 x 4 und Schluss oder behandeln bis nur noch wenige Milben fallen?

    Und was ist "wenige"?

  • Wie geht Ihr damit um 4 x 4 und Schluss oder behandeln bis nur noch wenige Milben fallen?

    Und was ist "wenige"?

    Wenige wären m.E. < 100 Summe über 7 Tage nach Behandlung. 4 * 4 mache ich nur bei Völkern, die erfahrungsgemäß im geringeren Befallsgrad liegen. Brutscheunen erhalten 7 * 3, damit ist alles erledigt.


    Milbenlast ist hier auch sehr divers: Was die letzten zwei Jahre wenig hatte, fällt d. J. mit mehr auf und tw. umgekehrt. Ich erkenne keine Systematik. Bei den stärker befallenen Völkern habe ich nicht mehr gezählt, nur noch geschätzt. Da fielen bestimmt > 1.000 Milben in Summe. Der überwiegende Teil liegt aber weit darunter, genetikbedingt.

  • Ja, es…ist auch ein Ergebnis der gut 40-jährigen Varroenen-Zucht durch ...

    …die hohe Vermehrungsrate der Biene?

    Täglich 2000 neue Bienen! Und wieviele Milben?

    Weiter oben (und nicht nur dort) steht, dass es große Völker betrifft!?

    Bitte keine Diskussion. Mir mal durchtesten.

    Ich hätte gerne Unrecht!!!

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Der Varroa Spitzenreiter hat bei mir bisher 14-15.000 Milben verloren.


    Wes


    Letztendlich ist es doch keine TBE geworden. Es waren allerdings 2 OX Blöcke nacheinander notwendig um die Milben rauszubekommen.

  • Der Varroa Spitzenreiter hat bei mir bisher 14-15.000 Milben verloren.

    Er hat sie nicht nur verloren, er hat sie auch hervorgebracht.

    War es nur der Varroa-Spitzenreiter?

    Sicher auch eines deiner Spitzenvölker.

    Gibt es da keinen Zusammenhang?

    Es kann doch nicht immer nur das „Jahr“ oder das „Wetter“ oder der „Imker“ dafür zuständig gemacht werden.

    Vielleicht ist es einfach unser Anspruch.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Vermutlich schreibt hier niemand, weil die Befallsgrade so hoch sind. ;)


    Mein Spitzenreiter ist ebenfalls ein Leistungsträger und bei 4.300 angekommen.

    Die vergangenen zwei Jahre waren die übliche Vorlaufzeit und jetzt rappelt es mal wieder.

    Und wenn man dann so wie ich in einem anderen Thread schreibt, muss man sich anhören was sicher alles nicht geklappt haben wird...


    Bei mir sind Völker die haben zwei Wochen auch nach einem 7x 3Tage Block, auch wieder extrem viele Varroen.


    Es wird im Frühjahr abgerechnet. Aber auch da werden die, welche bei anderen laut schreien, sich über ihre toten Völker ausschweigen...

  • Und, glaubst Du Dein Spitzenreiter kommt durch den Winter.

    Konnte er, bei diesem Milbenbefall genügend gute Winterbienen aufziehen?

    Ich hatte noch nie ein Volk mit so einer Milbenlast aber ich glaube schon.

    Was mich am meisten irritiert ist, dass ich zu keinem Zeitpunkt tatsächliche Probleme festgestellt habe. Ich muss da wohl noch deutlich besser im Beobachten von Details werden.

    Die größte Masse (ca. 13.500) ist schon bis zum 10.8. gefallen.


    Hier mal ein Foto des Brutnests vom 23.8. also ca. vor 4 Wochen. Ich denke da sollte genug „gutes“ seitdem geschlüpft sein. Die Auffütterung ist bis auf den finalen Futterstoß auch durch. Es hat abgenommen wie ein vergleichbares Volk ohne nennenswerte Milbenlast 1m daneben.

    Der Fehler war wohl eine Kombi aus „nur Sommerbehandlung“ und unzureichender Winterbehandlung aufgrund Durchbrütens.


    Unmittelbar daneben stand ein in Stärke, Ertrag und Jahresverlauf absolut vergleichbares Volk fast ohne Milben. Es hatte eine TBE im letzten Jahr.


    Ich hoffe, dass ich durch OX nun eine Methode für mich gefunden habe kritische Völker bereits im Spätsommer zu identifizieren.EC613705-9E48-414F-BA47-DC71845BBB1E.jpeg

  • Die Bemerkung in deinem Thread war nachvollziehbar, weil du ja wirklich viel (zu viel nach meiner Meinung) aus dem Baukausten der Varroabehandlungsmöglichkeiten genutzt hast und nichts wirklich gegriffen hat. Von daher ist deine "Bewertung" der OSS auch absolut nicht aussagekräftig.


    Mein Volk und die von mir genannte Zahl hat einen komplett anderen Background. 8)

  • Bei sind Völker die haben zwei Wochen auch nach einem 7x 3Tage Block, auch wieder extrem viele Varroen.

    Die Genetik macht's. Schwesterköniginnen unterscheiden sich bei Standbegattung durchaus erheblich, was den Milbenbefall ausmacht. Man muss unterscheiden - Eintrag von Milben durch Räuberei bzw. sog. Re-Invasion und die Reaktion des jew. Volkes darauf.


    Zu Räuberei:

    Gestern flogen hier Bienen einiger Völker bei Regenwetter wie irre - eindeutiger Trachtflug. Da wurde wohl geräubert; denn es gibt keine Spättrachten im Umkreis von 3 km. Da ist Aufmerksamkeit angesagt.


    Re-Invasion

    Tritt auf, wenn die Behandlung mit verdeckelter Brut erfolgt ist oder bei Brutfreiheit unzureichend war. Da sitzen die Muttermulben sicher in den Zellen bzw. das Mittel erwischt sie aus anderen Gründen nicht, z. B. Fehldosierung.


    Im Sept. sind die Milben dann eben wieder zahlreich präsent. Und damit kommen die Einheiten mit einem verstärkten Ausräumverhalten besser zurecht als andere. So interpretiere ich auch die großen Milben Fallzahlen von starken Völkern, die dagegen anbrüten und ggf. durch deren Genetik eine hohe Resilienz entwickelt haben. Nicht jedes Volk mit starkem Befall stirbt über den Winter. Das sind eben die interessanten Kandidaten...


    Folgerichtig wäre eine spätere Behandlung wie von P. Aumeier empfohlen, durchaus korrekt, jedoch zieht man sich dann z.B. von Juli bis September die Parasiten in großer Zahl erst heran und das bekommt man ggf. dann nicht mehr in den Griff, außer - die halten durch.


    Auch eine Selektion!

  • Bei der Ameisensäureberhandlung meiner Ableger sind dieses Jahr trotz Behandlung im brutfreiem Zustand (leider nur Milchsäure gesprüht) verhältnismäßig viele Milben gefallen. Bis zu 400 pro Ableger. Im letzten Jahr waren das sehr deutlich weniger. Könntet ihr das auch beobachten?

    Jetzt knapp 3 Wochen nach der Behandlung hab ich einen natürlichen Milbenfall von 0 - 10 / Tag.

    Bei den 10 sind allerdings auch alles ganz dunkle, evtl sind das welche, die sich geschwächt noch in Brut gerettet haben.

    Ich werde in einer Woche nochmal zählen.

  • Moin,

    wie ist euer Stand bei den Milben?

    Ich habe dieses Jahr wieder TBE gemacht mit Fangwabe und OX-Behandlung (2x Dampf bei Brutfreiheit).

    Ich bin derzeit ganz angetan, bei meinen Völkern fallen etwa 1-5 Milben pro Tag.

    Ich hab einen Ausreißer, bei dem 7 pro Tag fallen.

    Laut Pia Aumeier würde sie um diese Jahreszeit (September/Oktober) eine weitere Behandlung ab einem natürlichen Fall von 5 (oder größer 5) durchführen.

    Ich könnte jetzt natürlich bei dem einen Volk und ggf. bei den grenzwertigen Völkern mit 5 noch eine Blockbehandlung Ox-Dampf durchführen oder auf Brutfreiheit warten und hoffen, den Rest zu erwischen.

    Ich hadere noch, was zu machen, und würde die Bienen jetzt lieber in Ruhre lassen.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool: