Achtung, Stachel!

  • Hallo,


    eigentlich bin ich ja mit 2 sehr sanftmütigen Völkchen gesegnet. Den ersten Stich setzte es vor 1 Woche, als ich eine Biene beim Rähmchenziehen drückte. Jetzt zum Spätsommer hin bekam ich gestern beim Bearbeiten der "kapriziöseren" der beiden Kolonien 2 Stiche ab, einen am Kinn, ähnlich harmlos wie der erste (weniger als Ameisenbiß), den zweiten zwischen Daumen und Zeigefinger. Wie geraten und geschrieben, versuchte ich, den Stachel mit der Seite des Fingernagels 'rauszuwischen, das gelang aber diesmal nicht recht. Also half ich mit einem 2. Finger nach und drückte zwangsläufig auf die Giftblase, nach dem Motto: so schlimm kann's doch nicht sein... :oops: Eine böse Falle, von der ich nur abraten kann! Im Gegensatz zum Kinn, wo ich den Stachel mit einer sehr feinen Pinzette rauszog, und wo es heute nur noch ein bißchen juckt, hat sich an der Hand eine hochrote, dicke Trophäe gebildet, die ich jetzt mit Stolz und Fassung trage.


    Also: bloß nie mehr als ein Fingernagel - lieber die Pinzette nehmen!


    Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    ich denke wir sprechen in ein paar Jahren mal wieder miteinander über dieses Thema. Wenn du dann Erfahurng mit deinen Bienen hast und auch die notwendige Stichfestigkeit, wirst du sicher keine Pinzette mehr benutzen um einen Stachel sicher zu entfernen (siehe auch meine Signatur).

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo, Reiner,


    weihe mich mal ein - her mit Deinen Tips! Beschreib' mir doch mal diese Fingernageltechnik...


    Ich meinte auch nicht, "Pinzette statt Fingernagel", sondern "Pinzette, wenn einzelner Fingernagel erfolglos". Die Pinzette ist hier übrigens sowieso Alltagsgegenstand und damit greifbar, jeden Tag hat irgendwer in der Familie Zecken, die Pinzettenspitze ist schon ganz verschlissen :wink:


    Aber noch mal, mich interessiert, wie ich das mit dem Fingernagel am besten mache.


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    ein grosses Geheimnis ist sie ja eigentlich nicht, die Fingernagelmethode zum Entfernen von Stacheln. Du musst dich nur mit einer schnellen Bewegung den Stachel in Richtung zur Giftblase herausziehen. Das wars. Meist mach ich das nicht gezielt mit einem Finger, sondern "mit allen Vieren ". Irgendeiner erwischt das Teil schon. Geht übrigens auch mit dem gekröpften Ende eines Stockmeissels sehr gut. Hab' ichs verständlich beschrieben?

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  • Yep, Reiner. Ich werde es umsetzen. :D Danke für die prompte Antwort. Im Grunde hatte ich's ja genau so gemacht, nur blieb das Biest eben drin, vielleicht war ich nicht beherzt genug...


    Grüße aus NRW - Johannes

  • Hallo Johannes,


    das hat wohl auch damit zu tun von wem Du gestochen wirst. Die bisherigen wenigen Stiche haben mir nie viel ausgemacht, aber vor ein paar Tagen habe ich eine Nachts zum Sterben abgeschwärmte Altbiene für eine Stechmücke gehalten - wieder mal 100% Eigenverschulden. Trotz sofortigem Abstreichen des Stachels hat der Fuß zwei Tage kaum in einen Schuh gepasst.
    Das Gift wird bei den Bienen wohl erst durch eiweißhalten Pollen gebildet, Jungbienen sind deshalb entsprechend harmloser.


    Gruß


    Michael