Stifte von Holz zu Holz, wie schätze ich ein ob weiterer Brutraum nötig?

  • Ich habe eine Königin die mein Herz richtig erfreut. Zwei Zargen Warré flächig bebrütet/bestiftet, nur in der unteren Zarge je ganz außen ein Pollenbrett. Nektar wird fleißig nach oben getragen, bauen tun sie wie mit dem Lineal gezogen. Hab heute den dritten Warré Honigraum aufgesetzt (dabei Waben aus dem zweiten als Steigwaben hochgehängt). Obwohl sie in der Warré im Raps stehen und mit Naturbau immer erst Platz schaffen müssen, ohne ausgebaute Waben für den Nektar, bisher nur einzelne Spielnäpfchen.


    Braucht so eine Königin mehr Brutfläche? Gebe ich der noch eine Brutraumzarge? Oder schröpfe ich bei der nächsten Kontrolle 1-2 verdeckelte Brutwaben um damit ein abgeschwärmtes Volk zu verstärken?

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré, aktuell 9 Völker

  • Wahrscheinlich fährst du am besten, wenn du sie auf den zwei Bruträumen belässt.

    Mit noch größern Bruträumen zu imkern, benötigt einigs an Fingerspitzengefühl. Ich kann das nicht verhältnismäßig stressfrei.

    Läuft doch so...

  • Vielleicht hilft Dir das noch weiter http://www.immenfreunde.de/docs/adaptedbrood.pdf

    Nur aus der bisher theoretischen Beschäftigung mit Warré weiß ich von keinen drei Bruträumen. Da würde man ja die Vorteile der Warré wieder aufheben.

    Läuft doch so...

    oder : never change a running system . Gratuliere zur Spaß machenden Königin !

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Guten Abend Andrea Deichkind


    Hier stehe ich jetzt irgendwie auf dem Schlauch.


    Warre, hat doch einheitliche Zargen. Das Volk, kann doch selber entscheiden, auf wie vielen Zargen es das Brutnest haben möchte.


    Soweit ich das Bertriebssystem von Warre verstanden habe, kommt es zu keiner "imkerlichen" Trennung, zwischen Brut-und Honigraum......Oder?


    Verwendest du ein Absperrgitter?.....Wenn Ja. Warum?


    Lg Sulz.

  • Das hast du prinzipiell richtig verstanden. Normalerweise kann das Volk nach Bedarf wachsen. In dieser Saison imkere ich aber ziemlich „konventionell“ mit Absperrgitter und Auf- statt untersetzen. Beim Aufsetzen nehme ich immer zwei Waben aus der Zarge darunter mit nach oben als Steigwaben. Das Ganze ist meinem diesjährigen Standort im Rapsfeld geschuldet. Zum einen wollte ich die Schwarmkontrollen einfacher haben (nur in zwei statt unbegrenzter Zargenzahl Weiselzellen suchen), außerdem hat der einzige erfahrene Warré-Imker zu dem ich noch regelmäßig (Forums-)Kontakt habe (Matthias Westerkamp) für Raps zu Absperrgitter und Aufsetzen geraten. Er meinte die traditionelle Betriebsweise funktioniert im Raps nicht. Und zuletzt ist es meine „Bequemlichkeit“ bzw. auch mein Zeitmanagement. Zum Untersetzen muss ich immer alles wegstapeln während mich die Flugbienen immer nervöser umfliegen. In diesem Jahr wo ich sowieso gewaltig am rudern bin mit meiner Zeit und noch 20km Anfahrt zu den Bienen habe fällt das schon ins Gewicht.

    (Bald wird alles besser. Ein fantastischer und ein vielversprechender neuer Standort sind gefunden, beide 2km in entgegengesetzten Richtungen von zuhause weg. Ich habe schon angefangen immer nach der Spätschicht einen Ableger in den Kofferraum zu packen und zum neuen Platz zu transportieren.)

  • Hallo Andrea,

    dieses Glück habe ich auch: Eine Königin mit Brutwaben von Holz zu Holz.

    Und 4 HR, zum Teil verdeckelt.

    Es ist aus meiner Anschauung auch bei einer guten Kö nicht nötig, den Brutraum zu vergrößern.

    Solange noch bestiftet wird ist doch der BR ausreichend!? Und um diese Jahreszeit wird es ja eher weniger Brut als mehr.

    In diesem Jahr habe ich auch mit ASG einen Versuch gemacht. Hintergrund dafür war aber die Brutdistanzierung. Sie hat nicht so richtig funktioniert. Grund ist sicher meine Unerfahrenheit.

    Dir noch viel Glück mit deiner Spitzenkönigin.

    Gruß

    Harald

  • Ich würde mit einem Ferrari nicht ins Gelände fahren und mit dem Geländewagen nicht an einem Formel-1 Rennen teilnehmen.

    Schuster bleib bei deinen Leisten, Betriebsweise + Beute sollten zusammenpassen.


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."