Umweiseln: KS im Juli mit 5er Ablegerkasten im Standmaß (DNM) ?

  • Hallo!


    Mir fehlt immer noch ein Konzept zum umweiseln meiner Völker, oder ich habe ein Material-Problem.

    Ich kann von einem Carnica-Züchter 10 begattete Kös entweder für Anfang September oder zu Ende Juli bekommen.


    Leider bin ich mir unschlüssig, zu wann das sinnvoll ist.

    Mein Problem ist, ich habe keine Mini+, Apidea oder Kieler und ich werde niemals wieder 10 Stück brauchen. Was ich habe, sind 3 5er Ableger Kisten, und einen Doppelboden. Ich könnte noch 2 Ablegerkisten bauen, und vielleicht noch einen 3er Boden holen, somit hätte ich 10 relativ kleine Einheiten.


    Kann ich Ende Juli mit 2 Kellen HR Bienen in 5er Ablegerkisten (DNM) die Königinnen bis Oktober parken, um sie dann einzuweiseln? Oder sind die 5er Kisten zu groß für so wenige Bienen? Mir erscheint das sinnvoller, als die Kös zu Anfang September zu bestellen.


    Wenn die Begatteten Kös Anfang September per Post kommen, kann ich die doch auch nicht sofort ins Volk einweiseln, also werde ich auch irgendwelche Kisten brauchen, um die Königinen ans Legen zu bekommen, aber dann werde ich keine HR-Bienen haben, um Kunstschwärme zu bilden. Und Alte Kö rausnehmen, und nach 9 Tagen alle Zellen zu brechen erscheint mir zu spät im Jahr für eine Brutpause.

    Um sie aus der Post sofort in das Volk einzuweiseln, müsste ich bis Oktober warten, aber so spät bekomme ich die KÖs nicht.


    Also was meint ihr, gehen 5er Ablegerkästen mit 2 Kellen HR-Bienen? Ich könnte zur not ein Schied einhängen, um den Platz zu begrenzen.


    Beste Grüße

  • Mein Problem ist, ich habe keine Mini+, Apidea oder Kieler und ich werde niemals wieder 10 Stück brauchen.

    Willst du damit sagen, du wirst nie wieder spät im Jahr Wirtschaftsvölker umweiseln?

    Weil das geht auch mit eigenen Königinnen recht gut. Da ist M+ schon echt ein Hit.


    Oder mit anderen Worten: Das M+ löst mit beeindruckender Weise einen Konflikt.


    Im Mai/Juni ist eine gute Zeit um Königinnen zu ziehen.

    Aber man will in dieser Zeit die Wirtschaftsvölker nicht noch um Brutwaben für Ableger schröpfen.

    Also packt man die Jungen Damen in M+ und nutzt nach der Honigernte die "überflüssige" Masse der WV um Jungvölker zu bilden.

    Gleichzeitig kann man in den M+ Königinnen sehr lange parken, ohne das die Kiste explodiert wie z.B. ein Apidea.

    Falls es also absehbar ist, das du "regelmäßig" spät im Jahr junge Königinnen brauchst, wären so M+ echt hilfreich.

  • Das M+ löst mit beeindruckender Weise einen Konflikt.

    Das gilt aber vor allem für Großraumbeutenbetriebsweisen. Bei Zander oder Normalmaß ist ein Ablegerkasten meist die bessere Alternative, weil die Rähmchen Standmaß haben. Wird ein 5er Ablegerkasten zu klein, kann man auf eine ganze Zarge erweitern.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Oder sind die 5er Kisten zu groß für so wenige Bienen?

    Im Sommer ist das eher kein Problem. Es sollten aber wohl mehr als zwei Kellen Bienen verfügbar sein. Bei Begättungskästchen kommen nur deswegen so wenig Bienen rein, weil schlicht nicht mehr reinpassen. Diese Not hat es bei Ablegerkästen nicht.

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  • Das M+ löst mit beeindruckender Weise einen Konflikt.

    Das gilt aber vor allem für Großraumbeutenbetriebsweisen. Bei Zander oder Normalmaß ist ein Ablegerkasten meist die bessere Alternative, weil die Rähmchen Standmaß haben. Wird ein 5er Ablegerkasten zu klein, kann man auf eine ganze Zarge erweitern.

    Auch ein Ableger mit Zelle und einer Zander-Wabe oder als KS gebildet braucht mehr Masse als ein M+. Das M+ ersetzt das Apidea und lagert mit die Königinen zwischen, bis ich die brauche. Gleichzeitig findet natürlich eine Auslese statt. Für eine begattete Kö brauche ich nämlich ca. 1,2 +x Begattungseinheiten.

    Ich finde das sehr charmant. Und so Tricks wie Königinnen Vermehrung im weiselrichtigen Volk gehen da drin auch (also in den "großen" überwinterten Einheiten). Später nach dem starken Schröpfen natürlich nicht mehr.

    Ich fange dieses Jahr erst mit der M+ Betriebsweise (also ich starte die wie leere Apideas mit Bienen und Zelle / unbegatteter Kö) an und erhöhe gleichzeitig die Völkerzahlen massiv. Das heißt ich habe jetzt auch noch Einheiten mit einer Dadantwabe bestückt. Das schwächt die Spender-Völker schon erheblich. Für nächstes Jahr muss das optimiert werden.

    Und dieser Konflikt ist auch bei Zander da, wenn auch etwas abgeschwächt. Und DN ist nochmal etwas weniger kritisch, aber m.M. nach ist dieser Konflikt immer noch da.

  • Auch ein Ableger mit Zelle und einer Zander-Wabe oder als KS gebildet braucht mehr Masse als ein M+.

    Warum? Die Kiste macht wohl nicht den Unterschied - außer wenn sie jahreszeitlich bedingt gewärmt werden muss. Außerdem kann man den leeren Raum zur Not auch mit irgendwas füllen.

    Miniplus ist ja keine Zauberkisten, sondern einfach nur ein kleine Beute. Jede vergleichbar große Beute funktioniert nicht anders. Entscheidend ist allenfalls die Zahl der Wabengassen.

    Ich arbeite z.B. mit 4er Ablegerkästen im Zanderflachzargenformat. Das ist mein Honigraumstandmaß und erleichert die Arbeit seht, weil ich kein drittes Wabenformat brauche.

    Den Vorteil von Miniplus sehe ich eher darin, dass man sie dosiert erweitern kann, weil die Zargen nicht groß sind und es ein Hochformat ist, was die Überwinterung sicherer macht als in einer Flachzarge. Ich überwintere aber in zwei Flachzargen, bzw. bastle noch an Ablegerkästen, die man zargenweise erweitern kann.

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    3 Mal editiert, zuletzt von WFLP ()

  • Wenn die Begatteten Kös Anfang September per Post kommen, kann ich die doch auch nicht sofort ins Volk einweiseln

    Ich habe letztes Jahr zwei (!) begattete Königinnen, die ich per Post bekommen habe, Anfang/Mitte September erfolgreich über Zusetzgitter eingeweiselt. Habe die von Nicot verwendet. Eines der Völker war ein recht griffiges Landrassenvolk, bei dem ich danach nochmal Nachschaffungstendenzen unterbinden musste. Aber: sie haben die Königin erstmal ekzeptiert und sie ist dann auch gut durch den Winter gekommen.


    Ich finde die Methode recht elegant, nerven- und materialschonend. Vor Abnahme des Gitters kann man am Verhalten der Bienen ganz gut erkennen, wie sie "die Neue" finden und ggf. nochmal ein paar Tage zuwarten.

    Wie sicher die Methode ist, kann ich mangels entsprechender Erfahrung (das es zweimal geklappt hat, heißt ja nix) natürlich noch nicht beurteilen, würde es aber wieder machen.


    Hier zwei Videos mit Mike Palmer dazu:

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    An seiner Methode, die Königin aus dem Versandkäfig zu nehmen und die Begleitbienen loszuwerden (erstes Video), arbeite ich noch :D...


    Ich meine auch, ich hätte diese mit rein gegeben: einfach den Versandkäfig an einer günstigen Stelle umgekehrt gehalten, aufgeschoben, Bienen rausgeschüttelt und schnell das Zusetzgitter drüber, fertig.

    Günstige Stelle: eine Fläche leerer Zellen am oberen Rande des Brutnests am Übergang zum Futterkranz (also auch ein paar Futterzellen, ein paar Pollenzellen sind auch nicht verkehrt).

  • Ich arbeite z.B. mit 4er Ablegerkästen im Zanderflachzargenformat. Das ist mein Honigraumstandmaß und erleichert die Arbeit seht, weil ich kein drittes Wabenformat brauche.

    Das ist eine Super Idee, auf die Du mich grade bringst.


    Ich könnte 5er Kisten im Halbzargenmaß machen, die habe ich auch als HR. Und Zur Not bau ich mir Zargen zum Aufsetzen, um dann DNM Rähmchen einsetzen zu können. Das ist vielleicht ein guter Kompromiss.


    Tatsächlich habe ich mir eher Sorgen um die Anzahl der Wabengassen gemacht, so ist das dann Volumen der Kiste nicht zu groß, und ich habe mehrere Gassen.


    Danke!