Linde 2021

  • In der Eifel wirst du je nach Höhenlage vermutlich nicht oft riesen Massentrachten haben.

    Blatthonig in Waldnähe, wo es warm ist wird eher Wein angebaut, geh ich da richtig in der Annahme? Ahrweiler oder Ramersbach werden bienentechnisch zwei Welten sein.

    Aber die Eifel ist ja groß...

    Ja bis auf Raps.

    Wohne am südlichen Rand. ist hier schon sehr gemäßigt. Aber die Bauern und Kommunen haben noch nicht wirklich verstanden was Artenschutz wirklich heißt. Ein Aufkleber auf dem Auto reicht da nicht.. Monokultur und grüner Rasen dominieren auch wenn die Leute etwas sensibler werden.


    Hatte immer wieder mal verschiedene Königinnen eingekauft um verschieden Sammeleigenschaften zu testen und zu kombinieren. Aber merke mehr, dass meine Mischlinge mit angepasstem Sammeleifer wohl am besten auf die örtlichen Bedingungen reagieren. zu reinrassige Königinnen tun sich bisher schwer mit Läppertracht, so ist mein Eindruck.

    Aktuell ziehe ich von meinen vitalsten und besten Sammlern nach. Mal sehen wie sich das die nächsten Jahre äußert.

  • Ich habe ca. 65 Kg im ersten Durchgang (jeweils ca. die Hälfte heruntergenommen, die anderen waren noch nicht trocken genug) des Schleuderns von 7 Völkern geerntet. Das ist grundsätzlich nichts, aber im Gegensatz zu einem langjährigen Imker 2 Strassen weiter sehr viel, denn der hatte bisher so gut wie nichts...


    War dieses Jahr echt mal schlecht und sehr regional abhängig..

  • Würdet ihr die HR zwischen den Völkern tauschen um die Restkapazität zu verteilen - die schwachen bekommen einen fast vollen HR und die starken Volker einen halbvollen HR zum nachlegen. Wenn ja - können die Bienen mitgetauuscht werden?

    Kannst du machen, kein Problem. Ist auch ein guter Weg um Volksstärken auszugleichen.

  • Würdet ihr die HR zwischen den Völkern tauschen um die Restkapazität zu verteilen - die schwachen bekommen einen fast vollen HR und die starken Volker einen halbvollen HR zum nachlegen. Wenn ja - können die Bienen mitgetauuscht werden?

    Genau so würde ich das an Deiner Stelle auch machen - geht schnell und wenn man aufpasst, auch ohne großen Streß auszulösen. Wenn Du einzelne Waben umhängst, hast Du schnell Alarm am Stand, weil es dauert und nach Honig duftet. Die Schwachen bekommen Honig zum Trocknen, die Starken Platz - und Du den Ausgleich obendrein. Alls andere ist viel Aufwand und produziert leicht missgestimmten Damen… hier war es heute bei trübem Wetter schnell vorbei mit der guten Laune.

    Wenn es kommende Woche in den Urlaub geht, bleibt der Honig bis Anfang August auf den Völkern, sollte doch kein Problem sein - habt ihr Erfahrung oder Tipps ob etwas zu beachten ist?

    Bei Linde sehe ich da keine Probleme, die hatte ich auch schon mal im Oktober geschleudert - und bei Dir bleibt sie ja in den Stöcken.

  • Ist auch ein guter Weg um Volksstärken auszugleichen.

    Wenn ich da mal kurz einhaken darf: kann/macht man das, wenn man so vorgehen möchte, die ganze Saison über (ab und solange Honigräume drauf sind)?

    Ja, hatte damit noch nie Probleme. Oben sind mir die jungen, entspannten Ladies. Mache es jetzt auch nicht exzessiv, setze aber gerne mal den HR eines starken, schwarmtriebigen Volkes auf ein Schwächeres. Oder verteile die Zargen kurz vor Trachtenende anders, um nicht unnötig neue HRs zu benötigen.

  • Je nach Gewichtung des Ziels, ist es ein arbeitsparendes Verfahren.

    Wenn die Honigernte mit wenig Arbeit das Ziel ist, - sehr gut.

    Bei der Beurteilung der Völker, sollte man natürlich darauf verzichten.

  • Aktuell ziehe ich von meinen vitalsten und besten Sammlern nach. Mal sehen wie sich das die nächsten Jahre äußert.

    ...unbedingt so weiter machen! :):thumbup:

    (Vielleicht bei der Auslese noch die Varroenvermehrung im Blick behalten...)

    Das muss aber dann nicht unbedingt die beste genetik sein, so dass die Nachfahren dann nicht mehr so sammelwütig sind und lieber andere Dinge tun die man nicht möchte.


    Wie hat mir mal ein Züchter gesagt: "Gib eine Buckfast-Königinn auf eine Carnica Belegstelle. Das werden Honigtiger!! Aber ziehe auf keinen Fall von denen nach!"

  • Wie kommts, das gerade Buckfast bei unkontrollierter Nachzucht sich so verschlechtern?

    Schonmal versucht von Legehybriden Junghennen nachzuziehen? Das bricht die Leistung ein. Oder irgendeine Feldfrucht für welche Hybrid-Saatgut verwendet wurde. Oder Mastschweine....

    Mit stark durchgezüchteten Bienen ist das ähnlich.

    Die F1 entspricht quasi den Legehybriden. Danach gehts abwärs.

    Die Einzelheiten können andere viel genauer erklären.

  • Bei Hybriden wird ein Elternteil auf die einen Eigenschaften ausgelesen und der andere auf andere, die in Kombination eine gute Mischung ergeben.

    Bei den Bienen ist das aber in der Regel nicht der Fall, weshalb diese Aussage doch sehr fragwürdig ist.

    Viel entscheidender wirkt sich der Einfluss der unbekannten Drohnen der Umgebung aus und die mangelnde oder fehlende Selektion. Was glaubt ihr wohl, wieviel Prozent der getesteten Königinnen von den Züchtern vermehrt werden? Es dürfte eine verschwindend geringe Zahl sein.

    Wenn eine Königin für Nachkommen mit gefälligen Eigenschaften sorgt, ist sie es wert, vermehrt zu werden. Da ist die Zahl hinter dem F vollkomen unwichtig.

  • Einigen Völkern möchte ich einen dritten Honigraum geben - im Zandermaß. Dann ist der neue Kasten mit Mittelwänden sehr weit weg vom Brutnest, würdet Ihr dann lieber unterstellen, dass heißt die Honigräume in anderer Reihenfolge aufsetzen, erst den leeren, dann den fast vollen und ganz oben den vollen, der zum Teil verdeckelt ist?


    Ich fahre 3 Wochen in Urlaub und kann vorher nicht schleudern weil der Honig überwiegend noch nicht trocken genug ist. Den Honig drauf zu lassen sollte bei Sommertracht doch kein Problem sein?

  • Wie kommts, das gerade Buckfast bei unkontrollierter Nachzucht sich so verschlechtern?

    Hier wird eine Behauptung diskutiert, wie eine belegte Tatsache. Ist das denn so? Ich kann das bei meinen Völkern nicht erkennen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)