Umzug in Segeberger Magazin

  • Hallo,


    wie ich vor einigen Wochen berichtete, habe ich einen Bienenstand übernommen, auf dem noch eine alte Trogbeute stand. In diese Trogbeute war ein Schwarm eingezogen. Vor 3 Wochen bin ich mit meinem Mentor zu diesem Stand gefahren und wir haben den Schwarm in eine Segeberger Magazinbeute umgesiedelt. Das war ganz schön aufregend und vor allem aufwendig. Glücklicherweise hatte der alte Imker noch leere Rähmchen in der Beute, so dass wir einige Brutwaben komplett umlogieren konnten. Einen Teil haben wir versucht in gedrahtete Rähmchen zu drücken (lasst es besser gleich !) diese haben aber nicht besonders gehalten und hängen nun ziemlich schief im Rähmchen. Alles in allem haben wir eine Zarge voll bekommen mit 6 alten Rähmchen mit Naturbau, 2 Rähmchen Naturbau in Draht gedrückt und als Rest Mittelwände. Als Beilage gab es dann für mich noch eine Menge Wabenhonig in Naturbau.


    1 Woche später habe ich dann eine volle Zarge mit frisch geschleuderten Honigwaben auf das Bodenbrett gestellt und die Zarge mit dem Altbau nach oben gepackt.


    Nun war ich vor 4 Tagen bei diesem Jungvolk und habe mit 5 l Zuckerlösung 3:2 vorgefütter. Gestern war ich dann nochmal dort und habe den leeren Eimer entfernt und 2 Nassenheider Verdunster eingehängt.
    Dabei ist mir aufgefallen, dass die Rähmchen mit dem Naturbau so sehr verbaut sind, dass ich sie nicht mehr voneinander trennen kann. Sie werden oben auf dem Rämchenträger sogar mit Wildbau erweitert. Die untere Zarge ist gut besetzt, da es aber schon fast dunkel war, kam ich nicht dazu die Waben auf Brut zu kontrollieren.


    Nun meine Frage,
    würdet Ihr den Schwarm auf eine Zarge mit den schönen Waben reduzieren, um den alten Wildbau zu entfernen, oder soll ich lieber bis nächstes Jahr warten und dann eine neue Zarge mit frischgeschleuderten Waben unten einsetzen und die alte mit dem Wildbau dann auslogieren? Das Volk ist sehr stark, so dass ich eigentlich auf 2 Zargen überwintern möchte. Leider habe ich auch keine leeren Waben mehr, dass ich eventuell den Wildbau austauschen kann. Auch weiss ich nichts über die Brut auf dem Wildbau, da ich die Dinger wirklich nicht auseinander bekomme.


    Gruß


    Frank

  • Hallo Frank,


    ich würde jetzt nichts mehr auseinanderreißen, wenn Du nicht die Gefahr siehst, daß die Waben zusammenbrechen. Wenn die Waben stabil sind und Du hast jetzt ja auch schon Futter drinn, dann laß es so, bis zum Frühjahr oder auch noch länger. Hauptsache Du läßt sie im Frühjahr schön MW ausbauen und schmeißt dann möglichst alle Waben raus, die Dir nicht 100%ig gefallen. Wenn Du einmal anfängst, mit Waben auf falschen Rähmchen oder umgeschnittenen wirst Du die jahrelang nicht los.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Frank,


    auch von mir. Laß sie drin bis zum Frühjahr. Sorge nur -wenn denn möglich-dafür, daß die Zarge mit dem Naturbau als unterste Zarge überwintert.
    Die steht dann in aller Regel im zeitigen Frühjahr brutfrei da und du kannst sie wegnehmen, und nur die neu ausgebauten Zargen bleiben dir.
    Ach so:
    Willkommen bei den Bienen 8)8)



    In diesem Sinne

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Schönen dank für eure schnellen Antworten. Ich habe mich dazu entschlossen, nächstes Jahr eine Zarge mit Mittelwänden ausbauen zu lassen, die untere Zarge mit den schönen Waben zu oberst stellen und dann die nun untere Zarge mit dem Wildbau gegen die neu Ausgebaute und geschleuderte zu tauschen.


    Gruß


    Frank

  • Hallo zusammen, noch einen Tipp für diejenigen, die auch einmal in die Lage kommen, Naturwaben in Rähmchen oder andere Wabenmaße gegeneinander tauschen müssen. Nicht, wie oben beschrieben, die ausgebauten Waben auf die Rähmchendrähte drücken. Abgesehen davon, das es dabei zu einer ziemlichen Schmiererei mit Futtersaft, Maden und Honig kommt, ist ein Einwickeln mit Rähmchendraht um die Wabe herum einfacher und schneller. Nach einigen Tagen haben die Bienen die Wabenstücke fest mit den Rähmchen verbaut, und man kann den Draht wieder entfernen. V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.