Anfangsstreifen einfach machen?

  • Ich hab eben paar Rähmchen mit Anfangsstreifen ausgestattet und bin etwas genervt. Zunächst Mittelwand passend zuschneiden, dann einsetzen und dann mit Wachs festkleben. Dauert alles und ist frimmelig.


    Ich habe Rähmchen mit Nut für die Mittelwand am Oberträger, kann ich die Nut einfach mit Wachs ausgießen als Anfangsstreifen? Oder reicht das nicht aus?

  • Ich drahte die Rähmchen vertikal und schneide von jeder Mittelwandplatte einen schmalen Streifen ab. Dann löte ich sie jeweils ein, einmal den schmalen Streifen oben anlegen und beim Anderen lasse ich oben oder unten eine kleine Lücke. So bekomme ich aus einer Mittelwand zwei Rähmchen ( Sparfux ). Vertikal drahten geht bei meinen DN weil ich eine ganz einfache Vierwabentangentialhandschleuder habe.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • PaBa deine Abschlussfrage müssen die Naturbauimker beantworten, für soetwas sind Oberträger mit Schiffsrumpfform wohl besser geeignet.


    Aber wer zwingt Dich, die Anfangsstreifen lediglich zwei oder drei Zentimeter breit zu machen? Ich fand es schon recht sprafuxig, eine Mittelwand zu vierteln. Die Streifen sind bei Dadant dann sechs oder sieben Zentimeter breit. Die Oberseite kam in die erwähnte Nut, die Unterseite reicht bei meinen Rähmchen bis weit über den ersten, horizontal gespannten Draht. Oben einschieben, am Draht Einlöten, fertig.

  • Ich habe früher die Warre-Oberträger immer in den Backofen gelegt. 50 - 70 Grad. Dann die Anfangsstreifen in die Nut des warmen Oberträgers gesetzt und etwas angedrückt. Fertig.


    Ein wenig experimentieren mit der Temperatur und der Dauer im Backofen. Ist der Oberträger/Rähmchen zu kalt oder dreht man ihn/es zu schnell und das Wachs ist noch nicht wieder ausreichend erstarrt kann der Anfangsstreifen gleich oder später in der Beute auch wieder abfallen.


    Nut mit Wachs ausgießen soll auch gehen, habe ich aber nie ausprobiert.

  • Ich habe mal von der Idee gelesen die Mittelwände diagonal zu schneiden und einzulöten.


    Temperatur bei uns im Backofen, wird 35°C eingestellt. Das Thermometer für den Grill zeigt dann ca. 38 - 40 °C an.


    Die MW sind dann schön weich. Höher würde ich mit der Temperatur nicht gehen.

  • Danke für eure Antworten.
    Ich will Schwärme etwas bauen lassen, das gibt dann immer frisches Wachs.


    Zum Gießen hab ich mir ein kleines Kännchen aus Edelstahl geholt, wir das zum Aufschäumen von Milch genutzt wird. Das kann ich auf den Gaskocher meines Grills stellen und darin zerbrochene Mittelwände einschmelzen.


    Die Abschnitte halten gut in den Nuten der Rähmchen, nur sind das halt viele kleine Schritte bis alles fertig ist. Da bin ich mit ganzen Mittelwänden sogar schneller.

  • Ich schneide 2cm breite Mittelwandstreifen. Ich setze das Rähmchen mit dem Oberträger nach unten auf eine Unterlage. Mit Buchbinderzwingen setze ich in das Rähmchen am Oberträger eine Leiste ein, die als Anschlag für den Streifen dient. Ich setze dann den Streifen gegen diesen Anschlag und löte mit einem abgeregelten Lötkolben den Streifen am Oberträger an.

    Ich nehme dann die Leiste heraus und löte den Streifen noch einmal von der anderen Seite an. Das ist notwendig, da die einseitige Lötung nicht ausreichend hält.

    Ich mache das nur bei erstmaliger Inbetriebnahme eines Rähmchens. Zur Bauerneuerung lasse ich beim Ausschneiden einen Streifen stehen, der dann als Anfangsstreifen dient.

    Wenn man das Rähmchen zwischen 2 ausgebaute Waben gibt, braucht man keinen Anfangsstreifen. Im Honigraum erhält man dann allerdings eine Dünnwabe.

    Gruß Ralph

  • Klingt alles sehr umständlich. Mittelwandstreifen einlegen, in der Größe, dass er auf dem ersten Draht zum liegen kommt.

    Dann Rämchen hocheben und kurz mit einem Flammbiergerät (Creme-Brulee Brenner, Bunsenbrenner) an der Nut lang gehen. Danach sieht zwar die Mittelwand nicht mehr so schön aus, das stört die Bienen jedoch kaum.

  • Was ist mit Bienenwachskerze über dem Längsspalt tropfen lassen?

    Das ist die einfachste Lösung. Hier bewähren sich die modifizierten Oberträger mit Nut.

    Den Mittelwandstreifen in die Nut schieben und mit dem flüssigen Wachs festkleben. Das geht mit der Kerze wunderbar. Am besten eine aus einer Mittelwand gerollte. Das Rähmchen schräg halten und das Wachs aus der Kerze die Nut entlang laufen lassen. Das geht fast so schnell wie eine Mittelwand einlöten.

    Ich befestige alle Mittelwände für die Honigräume (Flachzargen) so. Dazu säge ich in den Unterträger einen Schlitz, durch den die Mittelwand geschoben wird (dann muss sie nicht so genau passen). Man darf die Rähmchen halt nicht zu sehr erschüttern, bis die Bienen die Mittelwände ausgebaut haben.


    Lötkolben und Co ist verglichen damit furchtbar umständlich.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)