Verdacht Kalkbrut

  • Hallo! Freue mich über Ratschläge: Habe heute bei der Durchsicht vereinzelte Maden entdeckt, die für mich mach Kalkbrut aussehen. Anbei zwei Fotos von der Wabe. Erstmal: Könnt ihr meinen Verdacht bestätigen?

    Ab wie viel Befall sollte ich mir Sorgen machen, bisher ist es mir nur auf dieser Wabe aufgefallen.


    Das Volk sitzt relativ kompakt auf ca. 6 Brutwaben DN auf einem Brutraum, ist schwach gestartet, aber hat sich meines Erachtens gut entwickelt in den letzten Wochen trotz des kühlen und regnerischen Wetters.

    Kann ich das Volk irgendwie unterstützen? Was mir aufgefallen ist: das Volk ist sehr sparsam mit Verkitten, besonders auch der Zargenkanten. Kann man hier ein Zusammenhang herstellen, dass dadurch der Wärmehaushalt leidet?


    Danke vorab!

  • Futter und Pollen- die schwachen haben es bei dem Wetter nicht geschafft ausreichend Pollen zu sammeln, da die noch weit weg vom HR geben sind, geht auch eine Portion Flüssigfutter. Pollenwabe aus einem starken.

  • Du solltest einfach Mal auf der Windel und vor dem Flugloch prüfen ob du dort Kalkbrutmumien findest.


    Unterstützung wäre auch, den Wärmehaushalt möglichst wenig stören.

  • Hallo! Freue mich über Ratschläge: Habe heute bei der Durchsicht vereinzelte Maden entdeckt, die für mich mach Kalkbrut aussehen.

    Kalbrut erkennt man zuerst an grauen, weißen oder schwarzen Mumien am Boden oder vor dem Flugloch. Was ist eigentlich so schwer daran, aufrecht stehende Fotos zu machen oder sie wenigstens danach richtig herum zu drehen?

    Wenn es Kalkbrut ist, kann es heuer am feuchten Wetter liegen, meistens hilft Umweiseln aber besser als ein trockeneres Umfeld schaffen.

  • Ja, ziemlich deutlich Kalkbrutmumien in den Zellen, bes. auf Bild 2. Für den Umfang den Boden kontrollieren oder beobachten ob gar auf dem Flugbrett Mumien liegen.

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Ja, sieht nach Kalkbrut aus, wie schon geschrieben, Aufnahmen vom Gemüll wären aussagekräftiger. Wie stark ist das Volk und wie hat es sich entwickelt? Davon würde ich über den Zeitpunkt der Umweiselung oder Auflösung entscheiden,

  • Danke euch! Am Flugbrett ist mir nichts aufgefallen, Boden kontrolliere ich bei der nächsten Durchsicht und berichte dann bzw. mache Fotos.

    Georgie Das Volk ist ein spät gebildeter Ableger aus 2020 mit zugesetzter Königin vom Verein, ist schwach gestartet, aber hat sich m. E. gut entwickelt, hat ca 6 volle Brutwaben DN und besetzt mit HR insgesamt ca 11 Waben. Tatsächlich hatte ich mich bei einigen Durchsichten über die eingetretene Feuchtigkeit am Zargenrand, daher auch der Hinweis mit der sehr sparsamen Verkittung. Da stellt sich für mich die Frage, ob es an der Genetik liegen könnte oder an der widrigen Witterung.

    hornet Die Bilder sind bei mir auf dem Gerät nicht auf dem Kopf und haben sich wohl beim Hochladen gedreht.

  • So, nun das Bild vom Boden, das leider auch den Verdacht bestätigt. Bei der heutigen Durchsicht sahen die meisten der 6 bebrüteten DN Waben so aus wie auf dem ersten Bild, fast vollflächig bebrütet, meist zwischen 2-4 KalkbrutMaden.

    Habe den Boden durch einen anderen ersetzt, wie kann ich die jetzt noch unterstützen und wie würdet ihr den Befall beurteilen? Seit gestern ist hier über 20 Grad mit Trachteintrag, das dürfte zumindest positiv beeinflussen...

  • Aus dem Faden < Kalkbrut auf ein Neues> IF 1.5.2016

    Laut "Bienen gesund erhalten" von Dr. Ritter ist die Kalkbrut eine Faktorenkrankheit. Das heißt, dass die Sporen immer da sind, die Bienen normalerweise aber damit zurechtkommen. Kritisch wird es dann, wenn an sich schon ungünstige Umstände vorherrschen. Unterkühlte Brut ist wohl besonders anfällig, z.B. wenn die Volksgröße bei Kälte zu klein für die Brutfläche ist oder man bei kaltem Wetter zu viel in der Beute wühlt. Also sind alle Faktoren, die ein zu kühles und zu feuchtes Kleinstklima unterstützen, der Kalkbrut förderlich. Umgekehrt kann vieles helfen, was das Gegenteil bewirkt: in die Sonne stellen, einengen, Bienenmasse dazu.
    Was laut Ritter genetisch veranlagt ist, ist die Fähigkeit des Volkes, in solchen Situationen die Kalkbrut effizient auszuräumen.


    Kikibee


    So sehr ich Naturheilmittel auch schätze, bei den Bienen sollte man damit schon sehr zurückhaltend sein. Die Stärkung der Selbstheilungsmechanismen steht da im Vordergrund. Gerade bei Kalkbrut geht das sehr gut. Das versprühen von ganz leicht gezuckertem Wasser hätte wohl das gleiche bewirkt wie eine Teeanwendung. Dadurch wird zunächst mal der Putzrieb erhöht. Wohlgemerkt, du hast Tee versprüht nicht gefüttert! Beim Ausbruch von Kalkbrut ist häufig der Putztrieb reduziert. Regt man ihn an ists vorbei damit. Kann auch durch Puderzuckergabe o.ä. geschehen. Dann ist die Frage, warum bricht die Mykose bei einem Volk aus und beim anderen nicht. Da kommt der Faktor Genetik zum Tragen. Hat das VOlk in der Vergangenheit schon Auffälligkeiten gezeigt, dann sollte sofort ein Kö-Tausch in betracht gezogen werden. Habe ich länger bei der Wabenhygiene geschlampt -> Bauerneuerung. Wie du siehst, eine echte Faktorenerkrankung. Die umsichtiges Handeln benötigt. Also nicht nur einfach Kö abdrücken oder Tee versprühen.


    Viele Grüße
    Reiner

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Ist der Standort sonst trocken oder eher feucht?


    Befindet sich der Standort in einer Senke oder ist hier Gewässer in unmittelbarer Nähe?


    All das könnten Faktoren sein, welche nicht für die besten klimatischen Bedingungen sorgen.

  • Der Stand ist zwar in einer Senke an Bahngleisen, aber nicht wirklich feucht. Das kann ich aber von der Witterung die letzten Wochen hier nicht sagen... Zudem bin ich mit meiner Falz-Rahmenkonstruktion vom Absperrgitter noch nicht ganz überzeugt. Das könnte mit dazu beigetragen haben, dass die Wärme nicht gut gehalten werden konnte.


    Ich würde daher noch die warmen Tage abwarten, einengen und dünn füttern - wenn sich in zwei Wochen nichts gebessert hat, unweiseln.