Frühjahrsentwicklung

  • Ganz einfach, wenn Du bei schwachen Völkern einen Baurahmen neben der Brut einhängst, kann man öfter einmal beobachten das die zwar beuen, aber nur Arbeiterinnenbrut - das kann daher auch ein "typisches Zeichen" für "Baurahmen zu früh gegeben" sein...

    ok.....Danke sehr!

    Aber nicht auch ein Zeichen dass die Bienen Platz für Brut brauchen?

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Hallo Swissmix,


    Die machten einen ganz leichten Bogen. Dieser war auf der folgenden Wabe natürlich etwas stärker ausgeprägt und dann immer so weiter.


    Ist off topic:

    welches Maß hast du und sind Stabilisierungsstäbe in den Rähmchen?

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • In Erwartung von Tracht habe ich die Honigräume mit ausgebauten Waben aufgesetzt. Wenige Tage später waren die Honigräume gut besetzt und angetragen. Die Brutnester wuchsen weiter, ich setzte einen HR mit Mittelwänden über den ersten HR, um die Bienen zu beschäftigen. Die Tracht blieb leider aus. Wegen des schlechten Wetters verblühte das Obst praktisch ungenutzt, der Raps ist halb durch und auch noch fast ungenutzt. Der zweite HR wurde nicht angenommen und der erste wurde nur im Teil direkt über dem Brutnest gefüllt (Waben um 90° verdreht, nützt nix). Die Entwicklung stagnierte und Schwarmstimmung stellte sich ein.

    Vielleicht hatten die Bienen zwischenzeitlich eine (kurze) Unterbrechung im Futterstrom. Dann gehen sie meines Wissens oft sofort aus der Brut.


    Zwischendurch eine angeritzte Futterwabe hinters Schied hätte dann möglicherweise der Entwicklung geholfen.


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Dann gehen sie meines Wissens oft sofort aus der Brut.

    ...und die Schwarmstimmung usw. kam dann alles in der Folge davon auf, als die Bienen wieder (nur) unten im BR waren, nur wenig Brut da war, und plötzlich bei einer kurzen Gut-Wetter-Periode viel Nektar und Pollen reinkam, nur wenige Zellen waren bestiftet, und die anderen wurden vollgeklatscht usw... soweit diese Theorie ;)


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Stylex Ich denke, diese Theorie trifft hier nicht zu. Im Jahr 2019 liefen meine Völker während eines miesen Frühjahrs praktisch trocken. Ich wartete in der Hoffnung auf Tracht zu lange zu, alles verkümmerte, die Tracht kam nicht mehr, auch im Sommer nicht. Der Zustand der Völker war so jämmerlich, dass ich nun immer wie auf Nadeln sitze und keinen Hunger aufkommen lasse.


    Natürlich kann ich an temporärer Fehlsichtigkeit gelitten haben, aber ich hatte – ausser nach der ersten Märzhälfte – nie den Eindruck, dass sie aus der Brut gegangen wären. In der ersten Märzhälfte sind die Völker aber überall wieder aus der Brut gegangen. Bei mir war da schon ein erster grosser Brutsatz geschlüpft. Nachher ging es wieder zackig und ununterbrochen los. Aber dann stellte sich irgendeine Stagnation ein, die ich mir einfach nicht richtig erklären kann. Und es ist nicht einfach eine Stagnation, sondern ein Schalter auf Vermehrung/Schwarm.


    Ein Volk ist noch im Rennen, hat aber nun auch bestiftete Näpfchen. :(


    Rubio Dadant US. Keine Stäbchen. Die würden auch nichts helfen für dieses Problem. Die dicken, leicht bogenförmigen Futterkränze sind ganz oben, direkt unter dem Oberträger. Aber das ist eine andere Baustelle, gehört hier nicht her. :)

  • Hallo Swissmix,


    Ein Volk ist noch im Rennen, hat aber nun auch bestiftete Näpfchen.


    Dann ist ja noch ein Übungsvolk da....^^...was gedenkst du zu tun?

    Bestiftete Näpfchen bedeutet dass sie schon umgeschaltet haben, jetzt sind etwas deutlichere Maßnahmen erforderlich.


    Viele Grüße

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Die dicken, leicht bogenförmigen Futterkränze sind ganz oben, direkt unter dem Oberträger. Aber das ist eine andere Baustelle,

    Die haben bei Dir die Koffer gepackt, da ist mit einfachen Mitteln glaube ich nix mehr zu löten. ... das andere las sich für mich ... logisch, in dieser Konstellation, mit der "Ursache-Wirkung" klangs mir tatsächlich nach einem kurzen Futterabriss, ist aber gut, wenn es das nicht war. Dicke Futterkränze finde ich irgendwie auch nicht so pralle, wenn die den Durchgang nach oben schwer machen, könnte dann Anritzen vielleicht helfen, dass die das umtragen/verfüttern? Dann würde sich vielleicht das Brutnest noch ein bisschen nach oben ausbreiten und kompakter werden... *grübel


    Schöne Grüße und viel Erfolg bei der Schwarmverhinderung - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Mal schauen. Ich habe jetzt mal eine Leerwabe ans Brutnest gehängt, werde aber wohl auch da bald einen Königinnenableger machen. :(

    Die dicken, leicht bogenförmigen Futterkränze sind ganz oben, direkt unter dem Oberträger. Aber das ist eine andere Baustelle,

    Die haben bei Dir die Koffer gepackt, da ist mit einfachen Mitteln glaube ich nix mehr zu löten. ... das andere las sich für mich ... logisch, in dieser Konstellation, mit der "Ursache-Wirkung" klangs mir tatsächlich nach einem kurzen Futterabriss, ist aber gut, wenn es das nicht war. Dicke Futterkränze finde ich irgendwie auch nicht so pralle, wenn die den Durchgang nach oben schwer machen, könnte dann Anritzen vielleicht helfen, dass die das umtragen/verfüttern? Dann würde sich vielleicht das Brutnest noch ein bisschen nach oben ausbreiten und kompakter werden... *grübel


    Schöne Grüße und viel Erfolg bei der Schwarmverhinderung - Matthias

    Da hast Du etwas durcheinander gebracht. :) Die dicken Futterkränze waren letzten Herbst da und dann die Ursache dafür, dass ich bei einem Volk im Frühjahr einen Teil der Waben entfernen musste, siehe den Austausch mit Rubio zu dieser Sache. Das hat mit diesem Thema nichts zu tun.


    Meine Frage ist ganz simpel: Wieso legen sie kurz los (schönes Brutnest, Antragen des Honigraums) und stoppen dann gleich wieder, um sich auf das Schwärmen zu konzentrieren? Es läuft richtig minimalistisch ab: Einmal das Brutnest ordentlich ausdehnen, einmal 5kg Honig einlagern, dann schwärmen. Diese «Abzweigung» verstehe ich nicht. Die Frage ist, ob die in #1 geäusserte Vermutung zutreffen könnte.

  • Versuch das ganze doch mal aus der Perspektive der Bienen zu sehen: Du hast alles perfekt gemacht! Die Völker sind so stark & zufrieden, das sie schon früh auf Vermehrung schalten. Aus Bienensicht ist das eine ideale Saison.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Guten Morgen Swissmix,


    Mal schauen. Ich habe jetzt mal eine Leerwabe ans Brutnest gehängt, werde aber wohl auch da bald einen Königinnenableger machen.


    Ich denke, dies wird nicht reichen. Für die Bienen ist der perfekte Zustand zum Schwärmen ( Vermehren erreicht ) erreicht. Meine Meinung ist , dass man diese , eigentlich schöne, Ordnung stören muss um den Schwarmtrieb zu dämpfen. Häng die Leerwabe mal mitten ins Brutnest und schau ob es hilft. Die Bienen müssen dann zwangsläufig bauen und die Ordnung ist gestört.


    Manche werden zwar sagen, was für ein harter Eingriff, aber einen Königinnenableger zu machen ist auch ein großer Einschnitt.

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • Versuch das ganze doch mal aus der Perspektive der Bienen zu sehen: Du hast alles perfekt gemacht! Die Völker sind so stark & zufrieden, das sie schon früh auf Vermehrung schalten. Aus Bienensicht ist das eine ideale Saison.

    Für mich scheint da auch ein bisschen Not ( Platzmangel ) mitzuspielen.

    Anfänger seit langem...:) , Zander 1,5, Umstellung auf Naturwabenbau,

  • wieso eigentlich eine Leerwabe? Ich hätte tendenziell eher eine Mittelwand reingehängt.

    Die Leerwabe knallen die doch sofort bei Flugwetter mit Pollen und Nektar zu... Oder ist das ein Denkfehler von mir und man bezweckt damit, dass der Bautrupp aus dem Honigraum in den Brutraum wieder runtergeht

  • Moin swissmix


    Probiere es bitte nochmal nächstes Jahr mit guter Genetik die zur DD Betriebsweise passt. Wenn das auch nicht hilft, geht es halt zurück zum Schweizer Kasten inkl. Swissmix Genetik. ;)


    So massiver Schwarmtrieb konstant über mehrere Jahre ist nach der Beschreibung deiner Betriebsweise schwer nachvollziehbar.


    Viele Grüße

    Ron

  • Wenn, dann 'ne MW - aber das hilft in dem Stadium nicht mehr. Dann besser alle Waben raus und fünf MW rein. Damit ist die Nummer durch.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife