Honig grobkörnig

  • Hallo,


    mal eine Frage an die Honigfachleute.

    Ich habe den letzten Eimer Honig (Blatthonig etwas dunkler) vom letzten Jahr aufgetaut.

    Dieser ist recht grobkörnig. Ich habe den Honig nochmal gerührt, er bleibt aber so.

    Das Auftauen mache ich immer im Wasserbad bei 35 °C.

    Was ist zu tun, wie macht ihr das?

    "Soviel Theorie wie nötig und soviel Praxis wie möglich"

  • Was ist zu tun, wie macht ihr das?

    Hallo, auch auf die Gefahr hin, dass du jetzt der Illusion beraubt wirst.

    Wenn der Imker dünnflüssigen Honig ohne Kristalle hat, dann hat er entweder einen Melitherm, was auch eine gute Sache ist, oder er macht es so:

    Er redet von schonend auftauen, meint aber damit viele Stunden bei Temperaturen jenseits der 40 Grad den Honig vor sich hinköcheln zu lassen. Für einen 40kg Hobock tippe ich mal auf 24h, bis auch das letzte Kristall verschwunden ist. Dabei steht das Thermostat vom Wecktopf meist, um das Gewissen zu beruhigen, auf 40 Grad. Die tatsächliche Temperatur ist wesentlich höher, da für den normalen Einsatzzweck des Topfes, es egal ist, ob er 38 oder 48 Grad in dieser Einstellung hat. Noch besser ist der Wärmemeister, da stellt man die Temperatur unten am Boden ein, was an der Decke passiert ist egal.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Hallo, das hilft mir jetzt nicht so richtig weiter.

    Du sagst also, dünnflüssiger Honig ohne Kristalle geht nicht.

    Der grobkörnige Honig bleibt so.

    Komisch ist nur das es nur bei diesem einen Eimer so ist.

    Würde impfen und rühren jetzt noch was bringen..?

    "Soviel Theorie wie nötig und soviel Praxis wie möglich"

  • Klar geht flüssig, halt mit einem Melitherm ( in Ordnung ) oder zerkochen ( nicht in Ordnung). Und nein, mit impfen und rühren bekommst du die Kristalle nicht weg. Ohne wirkliches Dekristalisieren bleiben die!

  • Ich habe hier eine Frage an die Melithermer: Bei Verflüssigung mit der Spitzsiebheizung wird der Honig zwar flüssig, ist aber trübe. Die Trübung wird durch kleinste Kristalle verursacht.

    Wie ist es beim Melitherm: Wird der Honig da klarflüssig oder bleibt eine Trübung?

    Ich kann die Trübung nur beseitigen, indem ich den verflüssigten Honig in 250g-Gläser abfülle und dann für 12h bei 42°C temperiere.

    Gruß Ralph

  • Ich habe hier eine Frage an die Melithermer: Bei Verflüssigung mit der Spitzsiebheizung wird der Honig zwar flüssig, ist aber trübe. Die Trübung wird durch kleinste Kristalle verursacht.

    Wie ist es beim Melitherm: Wird der Honig da klarflüssig oder bleibt eine Trübung?

    Ich kann die Trübung nur beseitigen, indem ich den verflüssigten Honig in 250g-Gläser abfülle und dann für 12h bei 42°C temperiere.

    Gruß Ralph

    Der Honig ist komplett klar. Wald, wie auch andere Honige. Schwebstoffe werden durch den Seihsack rausgefiltert.

  • Der Honig ist komplett klar. Wald, wie auch andere Honige. Schwebstoffe werden durch den Seihsack rausgefiltert.

    Aber alles mit der Einschränkung, dass der melithermisierte Honig gleich danach sehr wohl noch mehr oder weniger trübe ist. Durch feinste Bläschen, nicht durch Kristalle. Erst durch Nachklären wird er wirklich klar. Die Dauer ist je nach Sorte und verwendeter Temperatur sehr unterschiedlich. Mit Minuten oder Stunden kommt man aber nicht hin...mal eben schnell geht also auch mit Melitherm nicht.

    Ich kann die Trübung nur beseitigen, indem ich den verflüssigten Honig in 250g-Gläser abfülle und dann für 12h bei 42°C temperiere.

    Da würde mich mal interessieren, warum du glaubst, dass es Kristalle und nicht wie beim Melitherm auch nur Bläschen sind?

    Und vor allem, wie sieht die Honigoberfläche bei dir im Glas nach den 12h aus?

    Und warum müssen es 250-Gläser sein?

  • ok, dass kann sein. Wir lassen den Honig immer mindestens über Nacht stehen, damit er abkühlen kann. Da hatten wir bis dato keine Trübung mehr feststellen können. Viele Grüße

  • Wenn die Trübung nicht beseitigt wird, ist er nach 1 Woche wieder fest. Ich habe den Honig nach dem Verflüssigen 1 Tag im Hobbock klären lassen, abgeschäumt und ins Glas abgefüllt - mit Trübung. Danach klärt sich nicht mehr.

    250g-Gläser wärmen sich schneller durch als 500g-Gläser, das reduziert die Belastung des Honigs beim Tempern. 12h nach Erreichen der 42°C (im Honig) ist der Honig wasserklar, auch die Oberfläche. Das funktioniert bei Robinienhonig, Kornblumenhonig und Lindenhonig.

    Gruß Ralph

  • Du sagst also, dünnflüssiger Honig ohne Kristalle geht nicht.

    Der grobkörnige Honig bleibt so.

    Komisch ist nur das es nur bei diesem einen Eimer so ist.

    Würde impfen und rühren jetzt noch was bringen..?

    Willst Du den Honig nicht "sandig", musst Du alle Kristalle kpl. auflösen. Mit einem Melitherm geht das, ansonsten wie Marcus Göbel schon schrieb.


    Die nachfolgende Re-Kristallisation, wenn mgl. mit feinkristallinem Impfhonig bei Temperaturen <12 °C führt i.d.R. zu einem feinsteifen Honig. Muss halt kalt genug sein!