Anfänger - Neulig -

  • Hallo ihr alle.


    Bekomme nun in der nächsten Woche meine erstes Volk. Ich habe mir langsam immer wieder Utensilien gekauft und mich auch belesen (Wochenendimker usw.). Als Beut ehabe ich mich für die Segeberger Beute entschieden.


    Nun kann ich in der nächsten Woche, wie ja schon erwähnt, meine erstes Volk bekommen. NUn meine Fragen:


    1. Wie gross (Rahmenzhal) sollte er eures erachtens sein? Ich Zahle 7€ pro Rahmen und ich hatte so an 10 Rahmen gedacht? Ist das eurer Meinung nach ok?


    2. Wenn ich die Bienen nun in meine Beute umgesetzt habe, wie ist dann das beste vorgehen. Schliesslich will ich ja die Bienen nicht verärgern. fg


    3. Bitte nicht böse wegen meiner Fragen sein - klar hab eich mich hier auch schon im Forum umgesehen und auch erkannt, das ziemlich schnell "geschoben" wird - man wird auf andere Homepages usw. verweisen.


    Nun aber recht herzlichen dank und ich hoffe auf regen zuspruch und antworten und wenig schlägen/stechen fg


    Bis dann


    RED

    "Wenn ich einem Hund in die Augen schaue, schäme ich mich ein Mensch zu sein!"

  • 1. Kauf dir unbedingt das Buch von Werner Schundau:"So Imkern wir in der Segeberger Beute", dieser Klassiker der zwischen 5 und 8 € kostet, erspart dir viel unnütze Geldausgaben.


    2. 5 -6 Waben besetze Bienen reichen. Diese behandelst du sofort mit Perizin oder besser, mit Bienenwohl 3 X im Abstand von jeweils 6 Tagen. Wenn du die Bienen am Stand aufstellst, dann liegst du eine Leerzarge auf, in diese gibst du einen Karton Apifonda (15 kg) und lässt die Bienen in Ruhe bis zur Auffütterung.

  • honigmayerhofer schrieb:


    2. 5 -6 Waben besetze Bienen reichen. Diese behandelst du sofort mit Perizin oder besser, mit Bienenwohl 3 X im Abstand von jeweils 6 Tagen. Wenn du die Bienen am Stand aufstellst, dann liegst du eine Leerzarge auf, in diese gibst du einen Karton Apifonda (15 kg) und lässt die Bienen in Ruhe bis zur Auffütterung.


    Ich denke nicht, daß Perizin oder Bienenwohl um diese Zeit viel bringen. Beides wirkt nicht in die Brutzellen hinein und gerade dort befindet sich noch immer ein Großteil der Milben.


    Besser ist eine Behandlung mit Ameisensäure, so erwischt man auch die Milben in der Brut. Als Anfänger würde ich allerdings versuchen, bei der Behandlung Hilfestellung bei einem erfahrenen Imker zu holen. Gerade die extrem hohen Temperaturen die wir im Augenblick haben sind in Hinblick auf die Ameisensäurebehandlung nicht unproblematisch.


    Grüße


    Ulrich

  • Anonymous schrieb:
    honigmayerhofer schrieb:


    2. 5 -6 Waben besetze Bienen reichen. Diese behandelst du sofort mit Perizin oder besser, mit Bienenwohl 3 X im Abstand von jeweils 6 Tagen. Wenn du die Bienen am Stand aufstellst, dann liegst du eine Leerzarge auf, in diese gibst du einen Karton Apifonda (15 kg) und lässt die Bienen in Ruhe bis zur Auffütterung.


    Ich denke nicht, daß Perizin oder Bienenwohl um diese Zeit viel bringen. Beides wirkt nicht in die Brutzellen hinein und gerade dort befindet sich noch immer ein Großteil der Milben.


    Ulrich


    Falsch - Bienenwohl im 3 x Zyklus alle 6 Tage erwischt alle Brutstadien, daher auch mein Rat - besser mit Bienenwohl. Wirkungsgrad > 95 %

  • Danke erst einmal für eure Antworten - habe mir heute nach längeren suchen erst einmal das empfohlene Buch bestellt - im Handel gab es das ja nicht . Finde es echt nett, das man hier so toll aufgenommen wird - man traut sich dann gleich auch als Anfänger mehr zu fragen.


    Viele sonnige Grüße


    RED

    "Wenn ich einem Hund in die Augen schaue, schäme ich mich ein Mensch zu sein!"

  • Hallo Red Diamond Bonny, (schöner Name, wie bist du denn auf den gekommen, fährst du etwa Mitsubishi ?)


    fast genau so wichtig wie Literatur ist auch ein einfühlsamer Imkerpate, und auch das Internet kann das persönliche Erleben bei einem guten Vorbild nicht ersetzen.


    In diesem Sinne ... willkommen in der Familie !

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Also, erst einmal zu dem Imkerpaten:


    Habe regen Kontakt hier zum Imkerverein und gehe auch mit zu den Völkern und schaue denen über die Schulter. Ist auch alles total nett und man wird auch dort (sowie hier) toll aufgenommen.


    nun zu meinem Namen:


    RedDiamondBonny ist der Name unserer American Staffordshire Hündin - und irgendwie ist man dann dadrauf gekommen mich RED zu nennen - so kennen mich an sich alle im Netz - ist manchmal schon ganz witzig.


    Aber nochmal etwas - vielleicht zur Diskussion gestellt (wenn man das als neuling darf - fg):


    Man hat mir ein Volk angeboten komplett für 20 Euro - ich fand das ganz günstig - habe mich mit meinem Imkerpapa unterhalten und der sagte ich solle mal nachfragen, wo das Volk herkommt und ob ein Gesundheitszeugnis dabei ist. Der andere Imker reagierte danach ganz komisch - er wisse auch nicht wirklich wo das Volk herkomme, aber ne Königin ist wohl dabei - und Gesundheitszeugnis???? Er wandert selber mit den Völkern und er hätte niemals ein Gesundheitszeugnis gebraucht. Vielleicht als Hintergrundinfo: ca. 15 km Luftlinie ist ein anderer Kreis in dem die Faulbrut ausgebrochen ist.


    Ist es so untypisch, daß man bei einem neukauf eines Volkes - wenn man es in einem anderen Kreis einführt - ein Gesundheitszeugnis verlangt?


    Gruss


    RED

    "Wenn ich einem Hund in die Augen schaue, schäme ich mich ein Mensch zu sein!"

  • Jep, und sowas will Imker sein. Ich würde die Finger davon lassen. Ein Volk für 20 € und noch dazu aus so einer dubiosen Quelle.... Ich würde dem Anbieter das Veterinäramt auf den Hals hetzen. Solche Spezis hatten wir hier auchvor drei Jahren. Munter am Ableger verkaufen und alles ohne Gesundheitszeugnis nach dem Motto "Das machen wir schon seit Jahren so!" und in Folge hatten 42 Imker die Faulbrut mit mehr als 200 abgeschwefelten Bienenvölkern. :evil:


    Es ist nicht untypisch, ein Gesundheitszeugnis zu verlangen. Es ist sogar Pflicht, beim Wandern oder Verbringen eines Bienenvolkes von einem Kreis in den anderen ein gültiges Gesundheitszeugnis vorzulegen. Wenn das ein Imkerpate sein will...


    Viele Grüße


    Klaus

  • Keine Angst - ich habe die Finger davon gelassen - bin ja nicht von gestern sondern von `73 :D


    Aber mal schauen - vielleicht komme ich ja doch noch vor dem Winter zu einem Volk - fg


    RED

    "Wenn ich einem Hund in die Augen schaue, schäme ich mich ein Mensch zu sein!"

  • honigmayerhofer schrieb:

    Falsch - Bienenwohl im 3 x Zyklus alle 6 Tage erwischt alle Brutstadien, daher auch mein Rat - besser mit Bienenwohl. Wirkungsgrad > 95 %


    Hallo Honigmayerhofer,



    sorry für meine späte Antwort, aber stehenlassen wollte ich die Aussage so nicht. Allgemein wird die Behandlung mit Perizin bzw. die Träufelbehandlung mit Oxalsäure bei nicht brutfreien Völkern als falsch angesehen, mit deiner Meinung steht Du wohl recht einsam da.


    Zunächst bin ich mir keineswegs sicher, daß Du selbst bei dreimaliger Anwendung auch nur in die Nähe von 95 Prozent Wirkungsgrad kommen wirst.


    Für die Träufelbehandlung mit Oxalsäure gilt zudem zumindest im Winter der Satz: "Zweimal ist einmal zuviel", d.h. die Bienensterblichkeit schnellt extem hoch. Zwar mag es sein, daß die Völker die Behandlung im Sommer deutlich besser verkraften, aber grundsätzlich wäre ich vorsichtig.


    Beim Perizin treten zwei weitere Probleme auf. Zum Einen erhöht sich durch die zusätzliche dritte Behandlung die Kontamination des Wachses, zum Anderen steigt die Gefahr der Resistenzbildung an. Der zweite Punkt ist zugegebenermaßen allerdings nicht mehr lange relevant, spätestens in einigen Jahren haben wir die flächendeckende Resistenz der Milben auch gegen Coumaphos.


    Grüße


    Ulrich

  • Ulrich Mindrup schrieb:


    Beim Perizin treten zwei weitere Probleme auf. Zum Einen erhöht sich durch die zusätzliche dritte Behandlung die Kontamination des Wachses, zum Anderen steigt die Gefahr der Resistenzbildung an. Der zweite Punkt ist zugegebenermaßen allerdings nicht mehr lange relevant, spätestens in einigen Jahren haben wir die flächendeckende Resistenz der Milben auch gegen Coumaphos.


    Grüße
    Ulrich


    Hallo Ulrich,
    natürlich ist eine Behandlung mit Perizin der letzte Ausweg, dem man beschreiten sollte, daher schrieb ich auch "Besser mit Bienenwohl". Ich habe heuer alle meine Ableger mit Bienenwohl beim Vorhandensein der ersten offenen Brut behandelt und bin damit sehr gut gefahren. Es ist doch einleuchtend, dass auch beim brütenden Vollvolk, die 3 x ige Behandlung alle Brutstadien, sowie alle Bienen erfasst. Der 3 x ige Behandlungsblock mit Bienenwohl schadet den Sommerbienen nicht, im Gegenteil, nur im Winter ist eine 2. Behandlung für die Winterbienen tödlich. Heuer war der Weg des Bienenwohls, die einzige für mich gut praktizierbare Art, da wir seit der Abschleuderund ständig suptropische Temperaturen auch in der Nacht hat es bis 22: 00 noch über 25 Grad herrschen und die Ameisensäurebehandlung bei Tagstemperaturen um die 35 - 38 Grad tödlich für die Bienen sind. Aber einige Tage hat das Wetter gepasst und ich habe zwei Kurzzeitameisensäurebehandlung gemacht. Das Ergebnis: bei meinen mit Bienenwohl 3 x ig behandelten Ablegern, nicht eine Milbe Abfall und bei den Vollvölkern 2- 5 Milben.

  • Hallo,


    vor gut einer Woche hab ich alle Völker Ableger und Miniplus mit Oxalsäure behandelt, es sind bei den Ablegern so 3-5 Milben gefallen und bei den Altvölkern ca. 50-60 Milben.
    Die hohe Fallrate bei den Altvölkern ist durch schlüpfen von Brutwaben zustande gekommen. Ein Tag danach hab ich die Völkern nach geschaut und siehe da es waren 3 Brutwaben geschlüpft dadurch haben ich einige Milben mit erwischt.
    Ich rate jeden Imker das im Jahr soviel wie möglich Drohnenbrut ausschneiden wird, bei mir hab ich pro Volk 4 Rahmen ausgeschnitten.
    Was noch sehr wichtig ist wenn man viele Ableger und Begattungskästchen befüllt, entnimmt man den Altvölkern eine menge Milben dabei weg.
    Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich Milbenabfall von 400-500 pro Altvolk, die Völker waren auf einer Zarge und wurden mit 22 ml AS 60-65 behandelt nach der fünften Behandlung sind nur noch 5-10 Milben gefallen. Diese Völker waren im Frühjahr sehr stark und entwickelten sich auch sehr schnell. :D


    Gruß Michael

  • Hallo Xare,


    wundert mich etwas, daß Du für die Ablegerbehandlung immer wieder Perizin empfiehlst, obwohl du auf deiner Web-Seite zurecht gegen die Chemie-Imker wetterst ?


    Gruß
    Matthias