Ausbau der Mittelwände aus dem eigenen Wachskreislauf

  • Hallo zusammen, die Mittelwände aus dem HR, die ich mit der Mittelwandpresse hergestellt habe, werden kaum ausgebaut, bei stärkeren Völkern sehe ich erst jetzt eine dünne weiße Schicht an einigen Stellen. Wobei die gekauften (gegossene) sofort angenommen, ausgezogen und bereits mit Nektar gefüllt wurden und das innerhalb von den letzten drei Tagen. Meine Fragen daher: 1) werden die MW aus dem eigenen Wachskteislauf immer zögerlich ausgebaut im Vergleich zu den gegossenen 2) liegt es möglicherweise an der Qualität des Wachses, was ich für die ME benutzt hatte 3) hilft die Positionierung in der Mitte mehr als am Rand, macht es Sinn meine MW ins Zentrum des Magazins zu rücken und die vollen an die Ränder? Danke für die Tipps. lg, Kirill

  • woher kommt dein Wachs?

    Trenne Fremdwachs von Naturbau und Entdeckelungswachs!

    wie sehen deine MW aus? Matrize woher?

    Ich mache seit 2015 Eigenwachsumarbeitung (über 50kg Wagner:thumbup:), vorher hat mein Vater getauscht, aber auch genug Wachs gesammelt, musste aber in den letzten Jahren für LS/DD noch einige kg zukaufen bzw tauschen, was differenziert war.

    Die ca 20kg selbstgepressten DNM (geliehene Graze) wurden gut angenommen. der Zeitaufwand rechnet sich nicht für mich, die Investition auch nicht. ich kaufe lieber Auto, Hänger, Zargen und Königinnen.

    Die letzte Umarbeitung 2021 habe ich in einer Behindertenwerkstatt machen lassen.

  • ...wenn der Unterschied so überdeutlich ist wie ich aus Deinen Zeilen rausinterpretiere, dann vermute ich mal, dass Deine selbstgemachten MW extrem dick sein könnten.

    Immer vorausgesetzt, dass Dein Vergleich mit Deinen anderen Völker wirklich vergleichbar ist ist. Hier Menge der MW-Zugabe, Zeitpunkt, Volksstärke, Standort ect.

    Vielleicht noch das Trennmittel, falls verwendet.

    Das Wachs ist ja wohl definitiv nicht das selbe.

    Jonas

  • Hätte jetzt auch die Wachsqualität beschuldigt.

    Hab zwar auch erst dieses Jahr eigene Wachsplatten aus Entdecklungswachs und Drohnenbauwachs im Einsatz und muss sagen, im Vergleich zu den alten Waben und fremden Mittelwänden werden diese weit besser ausgebaut und bebrütet (Ich nutze die für die Brut).

    Normalerweise werden die Mittelwände über dem Brutnest schneller ausgebaut als am Rand.

    Geht zur Biene, lernet Weisheit.

    Lernet von ihr der Arbeit Glück.

    O dies große Schöpfungsrätsel,

    führt auch euch zum Glück zurück.

    Bernhard von Clairvaux (1091-1153)

  • woher kommt dein Wachs?

    Trenne Fremdwachs von Naturbau und Entdeckelungswachs!

    wie sehen deine MW aus? Matrize woher?

    Das ist das Wachs aus eingeschmolzenen Brutwaben von den Völkern, die ich gekauft habe und einigen Ablegern von mir. Entdeckelungswachs sammle ich noch, von dem Mengen, die ich hatte, ich würde ich auf ein paar Kilo höchstens kommen. Ja, die fertigen MW sind etwas dicker als die vom Imkereibedarfsladen. Die Matrize ist gut, wird viel verkauft und eingesetzt. Es liegt wohl eher an der Dicke der Mittelwände.

  • muss sagen, im Vergleich zu den alten Waben und fremden Mittelwänden werden diese weit besser ausgebaut und bebrütet (Ich nutze die für die Brut).

    Normalerweise werden die Mittelwände über dem Brutnest schneller ausgebaut als am Rand.

    Aha, das beruhigt mich etwas, wenn die eigenen Mittelwände besser ausgebaut werden als die gegossenen vom fremden Wachs. Ich imkere mit Dadant im angepassten Brutraum, wie machen es die anderen Imker mit den Randwaben? Die Bienen (meine zumindest) gehen viel lieber in die Mitte vom 2. Honigraum aber kaum auf die Randwaben im 1.HR. Hmm...

  • ...wenn der Unterschied so überdeutlich ist wie ich aus Deinen Zeilen rausinterpretiere, dann vermute ich mal, dass Deine selbstgemachten MW extrem dick sein könnten.

    Immer vorausgesetzt, dass Dein Vergleich mit Deinen anderen Völker wirklich vergleichbar ist ist. Hier Menge der MW-Zugabe, Zeitpunkt, Volksstärke, Standort ect.

    Vielleicht noch das Trennmittel, falls verwendet.

    Das Wachs ist ja wohl definitiv nicht das selbe.

    Jonas

    1. Genau, meine MW sind ziemlich dick, also dicker als die gekauften auf jeden Fall. Ich habe versucht die dünneren hinzubekommen, da war dann aber der Zellboden oftmals löchrig bzw. sehr sehr dünn und durchsichtig. Ich habe gehört die selbstgemachten MW sind oft etwas dicker. Bekommt man mit Blauton die gleiche Dicke wie die von gegossenen hin?

    2. Der Vergleich ist aussagekräftig, in der gleichen Honigraumzarge gab es die gegossenen MW, die wurden sofort ausgebaut, schön ausgezogen und mit Nektar befüllt, auf die selbstgemachten gehen die Bienen gar nicht. Ich muss aber hinzufügen es betrifft den Honigraum, im Brutraum habe ich den Anfangstreifen aus der selsbtgemachten MW in das Volk als Drohnenrahmen reingehängt, da wurden die Drohnenzellen sofort ausgebaut. Wenn der Druck im Nest hoch ist bauen die Bienen so oder so, egal wie dick. Wie gesagt mit dem dicken Anfangstreifen im Brutnest hat es gut geklappt.

    3. Ich verwende keine Trennmittel

  • Werner Gerdes Empfehlung, die neue Mittelwand zwischen der zweiten und dritten Brutwabe zu platzieren. Egal, ob das gut ist, oder nicht, auf jeden Fall werden sie dort zügig ausgebaut.


    Gruss

    Ulrich


    Sorry, geht ja um HR.

    Umhängen von in der Mitte der Zarge ausgebauten Waben an den Rand macht Sinn.

  • Ich imkere mit Dadant im angepassten Brutraum, wie machen es die anderen Imker mit den Randwaben? Die Bienen (meine zumindest) gehen viel lieber in die Mitte vom 2. Honigraum aber kaum auf die Randwaben im 1.HR. Hmm...


    Auf 12 Waben? Kannst du diese evtl um 90 Grad gedreht aufsetzen (Warmbau anstatt Kaltbau)

    Geht zur Biene, lernet Weisheit.

    Lernet von ihr der Arbeit Glück.

    O dies große Schöpfungsrätsel,

    führt auch euch zum Glück zurück.

    Bernhard von Clairvaux (1091-1153)

  • Ich imkere mit Dadant im angepassten Brutraum, wie machen es die anderen Imker mit den Randwaben? Die Bienen (meine zumindest) gehen viel lieber in die Mitte vom 2. Honigraum aber kaum auf die Randwaben im 1.HR. Hmm...


    Auf 12 Waben? Kannst du diese evtl um 90 Grad gedreht aufsetzen (Warmbau anstatt Kaltbau)

    Nee, 10 Rähmchen im Honigraum habe ich. Ja, drehen kann ich, das versuche ich auf jeden Fall. Bisher waren sie parallel zu den Brutwaben

    • Ja, genau. Habe ich so letztes Jahr gemacht, abends ein Rähmchen rein, am nächsten Tag dann raus, wenn Tracht kommt. Ohne Tracht ein paar Tage kann man warten. Es funktioniert.
    • Umhängen werde ich versuchen, danke
  • Die Matrize ist gut, wird viel verkauft und eingesetzt.

    Ich konnte mit die folgenden Fragen leider nicht verkneifen:

    Hast Du schon mal die Geometrie nachgemessen, weil Du von "..gut" sprichst.

    Ich frage mich gerade, woher weißt Du das sie viel verkauft werden?

    Aus dem Netz? Vom Verkäufer? Aus den Zahlen die bei Ebay angezeigt werden?


    Jonas

  • Die Mittelwandpresse, die ich habe, ist doch von Dir / Blauton! Zellmaß ist 5,4. Aus den Antworten oben und der Recherche im Forum werde ich beim nächsten Versuch auf die Temperatur achten ( die müsste etwas höher sein), ich müsste fester den Deckel drücken und großzügiger aufgießen. Auch an den Scharnieren habe ich etwas Luft nach unten, so dass die dünnere MW auch klappen sollte. Das heißt es könnte nur an der Ausrichtung liegen, das werde ich überprüfen. Letztes Mal ging es mit den dünneren nicht, ich habe dann eben dickere MW gepresst.

  • ...wie soll ich wissen, dass Du eine Blauton@Presse hast?

    Schick' mir mal einzwei Fotos an unsere Firmenmail. Halte die fertige MW gegen eine helle Lichtquelle oder Sonne und dann mach' die Fotos. Gerne auch ein Foto von einer Fläche mit 10x10 cm. Dann kann ich mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen, ob die Matrizen richtig einjustiert sind. Wenn die Ys nicht mittig über die gesamte MW sind, dann bitte mittels Scharnier die Feinjustierung vornehmen => siehe Anleitung, geht wirklich ganz einfach. Anrufen geht auch.

    Mit dem Zellmaß 5,4 wirst Du echt keine Ausbauprobleme bekommen. Die MW werden alle schnell angenommen. Wenn sie allerdings viel zu dick sind, das heißt in diesem Fall der Zellboden, dann ist es schwer für die Bienen dort die Zellränder hochzuziehen, weil die Schwingsresonanz der Bienen stark behindert wird. Sehr dicke MW verhindert die Kommunikation der Bienen untereinander.


    Das unsere Matrizen "gut" sind, kann ich bestätigen. Alles andere wäre ja auch kontraproduktiv.

    Das wir viele verkaufen, habe ich noch nie in diesem Wortlaut gesagt. Denn soetwas kann man nur sagen, im Vergleich zu anderen Anbieten. Deren Verkaufszahlen kenne ich aber nicht. Aber wir sind mit dem Verkauf zufrieden. Der Einsatz unserer Matrizen ist allerdings wirklich vielfältig und deshalb auch international angeboten.

    Jonas


    Nachtrag:

    Bitte die erhaltene Gießanleitung noch mal durchlesen.