Ableger Bildung, Fütterung, schlupfreife Weiselzellen

  • Guten Morgen!

    ich bekomme im Mai voraussichtlich meine ersten beiden (Brut-)Ableger und habe ein paar Fragen.


    Hauptfragen:

    1. Ich möchte den Ableger gerne gegen Varroa behandeln. Möglich wäre das ja mit Oxalsäure oder Milchsäure. Ist davon ein Mittel vorzuziehen? Ich hatte grundsätzlich erstmal an eine Sprühbehandlung mit 3,5% Oxalsäure gedacht, allerdings ist diese ja meines Wissens auch nicht zugelassen, so das ich jetzt doch zur Milchsäure tendiere.

    2. Ich plane die Ableger mit Futterteig zu füttern und habe derzeit zu Beginn an jeweils 2,5Kg gedacht. In das Paket würde ich dann ein 4x4cm loch schneiden und direkt über das Brutnest hängen.


    Weiteres:

    3. Ich hatte auch darüber nachgedacht die (Brut-)Ableger mit einer schlupfreifen Weiselzelle zu versorgen um so schonmal "gute Genetik" in den Völkern zu haben und auch möglichst vitale Völker zu erhalten. Mir ist dabei bewusst das eine Weiselzelle vom Züchter keine Garantie für eine super Königin ist, gehe aber aktuell davon aus das durch die 50% bekannte, gute Genetik doch die Chance höher ist ein tolles Volk zu erhalten.


    Sollte ich tatsächlich eine Weiselzelle einsetzen wollen sähe meine zeitliche Planung wie folgt aus:

    Tag X: Bildung des Ablegers

    Tag X +4: Kontrolle auf Weiselzellen

    Tag X +8: Kontrolle auf Weiselzellen

    Tag X+10: Volk sollte hoffnungslos weisellos sein, Einhängen der schlupfreifen Weiselzelle

    Tag X+22: Es sollte keine gedeckelte Brut mehr vorhanden sein, Königin bereits in Eilage, Behandlung auf Varroa


    Zu der Frage mit den Weiselzellen bin ich komplett offen, ich habe mich da noch nicht entschieden. Meine Absicht dahinter ist das ich von Beginn an möglichst ein vitales und sanftmütiges Volk habe. Ich lasse mich zum Thema gerne umstimmen und informieren, ich habe ja keinerlei Erfahrung in diesem Gebiet. Aber ich würde mir eine Begründung wünschen die über "ein Anfänger macht sowas nicht" hinaus geht, und gerne sagt warum, wieso, weshalb, ich möchte ja auch dazulernen. Vor Ort erhalte ich auf jeden Fall Hilfe von meinem Paten , ich bin also nicht alleine, möchte aber gerne verschiedene Ansichten betrachten.


    Viele Grüße

  • Warum sollte die Oxalsäuresprühbehandlung nicht zugelassen sein? Einfach selbst nochmal nachforschen!


    In die Futterteigverpackung einfach einen Schlitz, kein Loch schneiden, aber dazu gibt es hier im Forum genügend Hinweise und Tipps.


    Welchen Weiselzustand haben denn die (Brut-)Ableger?


    Grüße vom Apidät

  • Warum sollte die Oxalsäuresprühbehandlung nicht zugelassen sein? Einfach selbst nochmal nachforschen!


    Welchen Weiselzustand haben denn die (Brut-)Ableger?

    Zur Oxalsäure hatte ich gelesen das es nicht erlaubt ist da keine Zulassung besteht. Aber ich schaue gerne nochmal genauer nach.


    Die Ableger sind Weisellos, also "ganz frisch"


    Edit:

    Habe tatsächlich einfach zu alte Threads gelesen, anscheinend ist eine Oxalsäure Sprühbehandlung seit 2017 zugelassen.

  • Die Ableger sind Weisellos, also "ganz frisch"

    Das Gebilde würde ich dann eher als Brutwaben mit aufsitzenden Bienen, nicht als Ableger bezeichnen und in meinen Augen ist das nicht der ideale Start für einen Anfänger. Aber egal!


    Die Frage ist, ob und woher du zum richtigen Zeitpunkt schlupfreife Weiselzellen bekommst. Dann könntest einen Tag nach Bildung der Ableger eine schlupfreife Weiselzelle mit Zellschutz einhängen. Zwei Wochen später auf Begattungserfolg prüfen und mit Oxalsäure behandeln.


    Grüße vom Apidät

  • Die Frage ist, ob und woher du zum richtigen Zeitpunkt schlupfreife Weiselzellen bekommst. Dann könntest einen Tag nach Bildung der Ableger eine schlupfreife Weiselzelle mit Zellschutz einhängen. Zwei Wochen später auf Begattungserfolg prüfen und mit Oxalsäure behandeln.


    Grüße vom Apidät

    Die Weiselzellen bekomme ich mit einer Woche Vorlaufzeit, so das ich diese rechtzeitig vor Ablegerbildung bestellen und passend abholen könnte!


    Ich glaube meine Fragen sind tatsächlich so weit geklärt :D

  • Wenns noch geht, würde ich an Deiner Stelle eine bzw. 2 begattete Kö´s besorgen. und einweideln.

    Du hast dann das Risiko nicht, das eine Kö nicht vom Begattungsflug zurück kommt.


    Drücke Dir die Daumen!

    Berichte hier gerne, wie es gelaufen ist. Egal ob :thumbup: oder :thumbdown:.

    Wir lernen dann alle davon.

  • Du hast dann das Risiko nicht, das eine Kö nicht vom Begattungsflug zurück kommt.

    Also ich würde eher die Weiselzelle bevorzugen.

    Das Risiko das die begattete Königin nicht angenommen wird ist sicher größer.

    "Soviel Theorie wie nötig und soviel Praxis wie möglich"