Eistreifen vs. Umlarven

  • Ich beschäftige mich gerade wieder mal mit dem Thema Königinnenaufzucht. Mittlerweile bin ich ein ganz routinierter Umlarver (der Umstieg auf den Aquarellpinsel hat mich als Grobmotoriker enorm vorangebracht). Weil ich aber gerade wieder mal ein einschlägiges Fachbuch lese (Tiesler/Englert), bin ich wieder auf die Eistreifenmethode gestoßen. Ich habe das früher schon mal ausprobiert, fand es aber sehr friemelig.

    Was mich aber an der Stelle interessieren würde: Eigentlich ist die Eistreifenmethode theoretisch ja besser, um gute Königinnen zu erhalten, weil die Larven von Beginn an als Königinnen gepflegt werden. Hat jemand das mal verglichen? Ob also mit dem Eistreifen im Schnitt bessere Königinnen heranwachsen?

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Im aktuellen DBJ ist gerade ein Artikel drin über eine Methode, bei der an einer 2ml-Einwegspritze beidseitig, also Zylinderspitze und Fingerauflage, abgeschnitten wird. Mit der Spitze wird dann aus einer Wabe eine Zelle ausgestochen und mit dem Kolben bis an den ersten Koblenanschlag durch die Röhre geschoben. Die Zelle ragt dann über den Zylinder hinaus, wird seitlich angeschlitzt und um den Zylinder geklappt.
    Die Spritzen lassen sich wohl mit einer Nagelschelle auch in Rähmchen clipsen...
    Ich finde diese Methode nicht ganz uninteressant... und damit lässt sich sicher auch "umEInen".
    Wird auf jeden Fall mal angetestet.

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Im aktuellen DBJ ist gerade ein Artikel drin über eine Methode, bei der an einer 2ml-Einwegspritze beidseitig, also Zylinderspitze und Fingerauflage, abgeschnitten wird.

    Das ist eine Variante der Stanzmethode, nur mit primitiveren Mitteln. Das ist eher noch mehr Gefrockel als der Eistreifen.

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  • Im aktuellen DBJ ist gerade ein Artikel drin über eine Methode, bei der an einer 2ml-Einwegspritze beidseitig, also Zylinderspitze und Fingerauflage, abgeschnitten wird. Mit der Spitze wird dann aus einer Wabe eine Zelle ausgestochen und mit dem Kolben bis an den ersten Koblenanschlag durch die Röhre geschoben. Die Zelle ragt dann über den Zylinder hinaus, wird seitlich angeschlitzt und um den Zylinder geklappt.
    Die Spritzen lassen sich wohl mit einer Nagelschelle auch in Rähmchen clipsen...
    Ich finde diese Methode nicht ganz uninteressant... und damit lässt sich sicher auch "umEInen".
    Wird auf jeden Fall mal angetestet.

    Das habe ich auch gelesen. Kann 2ml-Spritze stimmen? Das kommt mir sehr klein vor. Entspricht das im Durchmesser einem Kunststoff-Weiselnäpfchen?

  • Das habe ich auch gelesen. Kann 2ml-Spritze stimmen? Das kommt mir sehr klein vor. Entspricht das im Durchmesser einem Kunststoff-Weiselnäpfchen?

    Warum nimmt man nicht einfach eine Zellstanze zum Ausstanzen der Zellböden mit Ei, die gab es zumindest einmal im Imkerhandel. "Umeiern" war in den 70ern/80ern einmal modern, hat sich aber offensichtlich nicht durchgesetzt....

  • Ich habe im Winter gelesen das es angeblich keinen Unterschied macht ob vom Ei oder der 12 Stündigen Made es wurde irgendwo untersucht ich weiß nur grade nicht mehr wo.

    Ich denke aber die Stärke des Volkes und die Pflegebereitschaft wie auch besonders die Temperatur haben mehr einfluß auf die Königin.

    Ich habe zB beobachtet das die Königinnen aus dem Brutschrank sehr viel größer werden als die im Honigraum ohne Brut gepflegten.

    Ich habe noch nicht so viele Serien gemacht aber bisher sind das meine Beobachtungen.

  • Ich hatte letztes Jahr die Alley Methode ausprobiert, da ich nur wenige Königinnen von meinem Lieblingsvolk nachziehen wollte, und mir auch nicht gleich das ganze Zuchtequipment kaufen wollte.

    Habe es an einem schönen Tag direkt am Bienenstand gemacht, und es hat für meinen ersten Versuch mit der Vermehrung von Königinnen gut geklappt. Ich hatte die Zuchtlatte in ein entweiseltes Pflegevolk gehängt, welches dann später mit den schlupfreifen Zellen aufgeteilt wurde. Ich werde das dieses Jahr noch einmal so machen, nur konsequenter Platz zwischen den einzelnen Zellen schaffen. Sprich vorher immer 3 Stifte entfernen,damit die entstandenen Zellen nicht zusammengebaut werden.


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    Man muss dazu sagen, dass ich feinmotorisch sehr geschickt bin:S. Im verlinkten Video ist das nicht ganz so gut. Vielleicht gibt es ja in England auch nur Teppichmesser und keine Cutter8o.

    Viele Grüße

    Meike

  • Was ist jetzt an diese Alley-Methode besonderes, wenn man davon ab sieht, dass er keinen Eistreifen nimmt, sondern ein ziemlich breites Wabenstück?

    Ist das die Eistreifenmethode für Grobmotoriker und Menschen ohne geignetes Messer?

    Außerdem kürzt er die Wabenstücke nicht wie üblich ein.

    Würde er die Zuchtlatte wie üblich mit zwei Nägel drehbar im Rähmchen befestigen, wäre das einfacher zu bauen und besser zu handhaben.

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  • Bei der Eistreifenmethode der Basiszüchter ( https://basiszuechter.de/basis…-hilfe-eines-eistreifens/ ) wird der Eisteifen einfach in eine Brutwabe gebastelt. Das heißt, dort sind die Zellen waagrecht und nicht senkrecht angeordnet. So wie Nachschaffungszellen eben sind, und hängen nicht so schön frei. So wie ich verstehe sollen hier nicht Königinnen vermehrt werden, sondern Ableger mit Zuchtstoff versorgt werden.

    Durch das Befestigen des Eistreifens an einer Zuchtlatte wird das Verschulen einfacher bzw. erst richtig möglich.

    Ich hatte die Zellen auch eingekürzt, da ich das in einem anderen Link gesehen hatte.