• Meine (das heißt, inzwischen muß ich sagen "unsere", seit der Rest der Familie sie ins Herz geschlossen und quasi adoptiert hat), also unsere Spätsommerkunstschwärme von Heike Aumeier legen los, daß es eine wahre Freude ist.


    Die Bienen stehen in Dadantbeuten über offenem Gitterboden am Waldrand. Nun fühlen sich aber offenbar die Ameisen von den herunterfallenden Zuckerkristallen magisch angezogen, die sie auf dem Boden finden und krabbeln jetzt schon auf der Beute herum, zwar nicht in Massen, aber unübersehbar :( .


    Meine Frage: ist das ein Problem? Muß man was dagegen tun? Am liebsten würde ich die Tiere das ja unter sich ausmachen lassen, aber die Bienen sollen doch bitte die Oberhand behalten...


    Wer hat Erfahrung damit?


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo!
    Da hätte ich noch eine Zusatzfrage:
    Bei mir kommen die Ameisen auch in die Futtertasse und schwimmen dann tot darin herum. :x
    Kann das eine Gefahr sein für das Futter (Apiinvert)?
    Schönen Gruß aus Österreich!
    Fritz

    Fritz Eder
    (Hobby-Imker mit 4 Carnica-Völkern in DN im Garten - 335 m Seehöhe)

  • Hallo Johannes,


    "....Meine Frage: ist das ein Problem? Muß man was dagegen tun? Am liebsten würde ich die Tiere das ja unter sich ausmachen lassen, aber die Bienen sollen doch bitte die Oberhand behalten..."
    Lass die Ameisen nun in ruhe, vieleicht helfen Sie dir irgendwann gegen den Käfer.....

  • Johannes Haller schrieb:


    Die Bienen stehen in Dadantbeuten über offenem Gitterboden am Waldrand. Nun fühlen sich aber offenbar die Ameisen von den herunterfallenden Zuckerkristallen magisch angezogen, die sie auf dem Boden finden und krabbeln jetzt schon auf der Beute herum, zwar nicht in Massen, aber unübersehbar :( .


    Hallo Johannes,


    wie schon der "Gast" sagte, normalerweise sind Ameisen kein Problem. Sie bedienen sich von dem, was den Bienen herunterfällt, richten aber sonst keine Schäden an.


    In diesem Jahr habe ich außerdem festgestellt, daß sich kleine Ameisen in den Falzen meiner Segeberger Beuten "breitgemacht" haben. Da sie aber das Styropor nicht annagen, fege ich sie lediglich grob ab, wenn ich die Völker öffne und ergreife sonst keine Maßnahmen.


    In ganz seltenen Fällen kann es allerdings angeblich dazu kommen, daß große Ameisenarten bei Vorhandensein starker Kolonien versuchen, Bienenvölker auszurauben. Erlebt habe ich es allerdings noch nicht.


    Grüße


    Ulrich

  • Fritz Eder schrieb:

    Hallo!
    Da hätte ich noch eine Zusatzfrage:
    Bei mir kommen die Ameisen auch in die Futtertasse und schwimmen dann tot darin herum. :x
    Kann das eine Gefahr sein für das Futter (Apiinvert)?


    Hallo Fritz,


    so etwas sieht zwar nicht gerade appetitlich aus, eine Gefahr für das Futter stellen die toten Ameisen imho aber nicht dar. Der Zucker dürfte sie recht sicher konservieren.


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo Gast,


    danke für die Hinweise. Bist Du Ulrich Mindrup? Wenn ja: Grüße aus Witten - Du siehst, es ist losgegangen. Danke noch mal für Deine telephonischen Hinweise!


    Johannes

  • Johannes Haller schrieb:


    danke für die Hinweise. Bist Du Ulrich Mindrup? Wenn ja: Grüße aus Witten - Du siehst, es ist losgegangen. Danke noch mal für Deine telephonischen Hinweise!


    Johannes


    Hallo Johannes,


    ja, ich bin es. Mein Browser hatte das Häkchen vor "automatischer Anmeldung" vergessen ;-)


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo, Johannes, die Ameisen machen nur Ärger, wenn man die Windeln auf gefallene Varroa-Milben untersuchen will. Wenn da Ameisen drauf herum laufen, wirbeln sie das Gemüll durcheinander und man erhält keine zuverlässigen Zahlen über den Milbenfall.
    Liebe Grüße von Petra

  • Hallo,
    gestern habe ich mit einem Imkerfreund auch über die Ameisen gesprochen. Er hat mir den Rat gegeben, unseren Freiständer in Wassereimer zu stellen und einen Tropfen Spülmittel (zur Herabsetzung der Oberflächenspannung) hineinzugeben. Das hört sich ziemlich sinnvoll an und wir werden es mit Sicherheit gleich am Wochenende ausprobieren, denn er meinte auch, daß viele Ameisen die Bienen stechlustig werden läßt! Also Vorsicht!
    Effendine

  • Hallo Effendine,
    wenn Ameisen in den Beuten zur Plage werden, hilft normales Spülmittel.
    Einfach auf den Zargenrand zwischen den Zargen vorsichtig auftragen und die Ameisen ziehen sich zurück.


    Versuch`s einmal. :wink:


    Harzbiene

  • Hallo Johannes,
    meine Empfehlung war keine Einladung zum fröhlichen "Bienenbaden" im Geschirrspülmittel! :wink:


    Es reicht ein feiner Streifen auf dem Zargenrand (Laufweg derAmeisen) zwischen den Zargen aus. Bei der Segeberger geht das besonders gut.


    Die Bienen kommen mit dem Spülmittel nicht in Berührung und reagieren auch nicht darauf.


    Ich benutze es auch nur, wenn es erforderlich ist und dann mit der nötigen Sorgfalt und Augenmaß.


    Wenn beim nächsten Regenguß die ganze Beute schäumt, hast du etwas falsch gemacht. :wink:


    Versuch`s einfach.


    Harzliche Imkergrüße aus Goslar
    Harzbiene

  • Hallo, Harzbiene,


    bei mir laufen die Ameisen kaum zwischen den Zargen herum (falzlose Dadant-Holzzargen), sondern mehr auf dem Zwischenboden der Beute, auf dem das Apifonda in einer leeren Honigraumzarge liegt; offenbar mögen sie das Apifonda. Neulich wimmelte es an einer Stelle davon, beim letzten 'Reinschauen waren es dann deutlich weniger. Insofern scheint mir die Variante mit Spüli für diese Situation kaum praktikabel. - Trotzdem, vielen Dank, ich werde mir diesen Trick mal merken, man weiß ja nie, was da noch kommt...


    Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,
    bei mir versuchte schon `mal die rote Waldameise in die Beuten einzudringen.
    Nachdem ich das Bodenbrett von außen an der Auflage ringsherum mit einer dünnen Spülmittelspur versehen hatte, war auch das vorbei. Möglicherweise mögen sie den Geruch nicht.


    Herzliche Grüße
    Harzbiene