Zellwertveringerung Matrize

  • Moin,


    bin am basteln einer MW Presse und will mit Abformsilikon die Flächen ausgießen. Ein Kollege aus dem Verein meinte, dass das Schwundmaß von Wachs relativ hoch ist. Heißt also, dass die Zellen auf den fertig zu kaufenden Matrizen größer als 5,4 mm sein müssten.


    Kann mal einer von Euch eine 10er Reihe Zellen auf einer 5,4er Matrize messen und mir das Längenmaß schicken? So nach dem Schema:


    IMG-20210415-WA0004.jpg


    Sollte es zutreffen, dass da ein größerer Schwund stattfindet, müsste ich dann doch auf fertige Matrizen umschwenken. Sonst wären ja dann meine Zellen auf den MW zu klein.


    Hat jemand schon Erfahrung damit gemacht?

  • Moin,

    höre ich das erste Mal.

    Viele formen ihre Silikon-Matrizen ja direkt aus fertigen Wachsplatten ab.
    Wenn da so viel Schwund wäre, dass die Bienen damit nicht klar kommen, würden die ganzen selbst gebastelten Mittelwandpressen nicht funktionieren.

    Wie viel Schwund da tatsächlich, kann dir wahrscheinlich jemand wie Jonas sagen, da er die Blauton-Matrizen vertreibt (die übrigens super sind!). Viel Kann es aber nicht sein. Ich vermute mal 0,05mm auf eine Zelle, sprich anstelle von einer 5,4mm Wabe bekommst du eine 5,35mm Wabe.


    Nachtrag: War jetzt doch mal kurz an der Wachspresse (brauchte noch Honig;-))

    Gemessen hab ich bei 10 Waben 5,4mm (mit Linieal, also relativ genau...)

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

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  • Wenn ich das Problem richtig verstanden habe, dann sollte es das eigentlich nicht geben. Der Steg bleibt, egal wieviel Auftrag, an der gleichen Stelle, Natürlich ist die Gesamtwabe genausogroß wie die Matritze und wenn die Stege an der gleichen Stelle bleiben, bleibt auch ihr Abstand. Ob die spätere Zelle etwas spitzer oder flacher am unteren Ende zuläuft wird egal sein bzw. von den den Wachs ausziehenden Bienen egalisiert werden.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtige Imker

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • immenfreund: Wenn Du Dich mit der Suchfunktion etwas umsiehst, wirst Du feststellen, daß erfahrene Imker von Siebdruckplatten bei MW-Pressen abraten. Sie verhindern die nötige Wärmeableitung, die für eine schadlose Entnahme der fertigen MW notwendig ist. Wir kamen im Verein auf eine Stundenleistung von max. 12 MW/h, obwohl im Freien bei leichtem Frost und mit 3 MW-Formen im Wechsel gearbeitet wurde. Schade um jede Stunde Freizeit, die man in den Bau solcher - ja: - Fehlkonstruktionen steckt.

    Wegen besserer Wärmeableitung wird zu Alu-Platten mit Luftkühlung oder sogar wassergekühlten Platten geraten.

    Mein Rat: Kauf Dir bei jonas eine Selbstbau-MW-Gießform. Die funktioniert wenigstens. Und auch für den Basteltrieb bleibt noch genug zu tun, wenn man die zu Hause fertigstellt:

    https://bienenhilfe.de/bausatz_blauton_mittelwandpresse.html

  • Ein Kollege aus dem Verein meinte, dass das Schwundmaß von Wachs relativ hoch ist

    Aber wann tritt dieser Schwund ein? Beim Entnehmen wohl nicht.

    Wenn er beim Abkühlen mit geschlossenen Deckel eintritt, wird das Wachs weiter gepresst, also nachgeformt.

    Wenn der Schwund wirklich ein Thema wäre, müsste die Mittelwand merklich kleiner sein als die Matrize. Das habe ich bisher nie beobachtet. Selbst wenn es bei der ganzen Mittelwand zwei, drei Milimeter wären, würde sich das auf die Zellgröße nicht messbar auswirken.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ja da habt ihr irgendwie recht. Ist mir noch gar nicht so bewusst gewesen. 600 € sind mir aber doch im Moment noch zu viel. Und die selbstgebaute Presse kostet mich um die 40 € und drei Stunden Arbeit. Das werde ich jetzt doch mal investieren.


    Langfristig und bei größerer Völkerzahl werde ich mir dann wohl was kaufen müssen. Im Moment ist dies für mich eine zu hohe und unverhältnismäßige Investition für meine kleine Hobby Imkerei (oder wie Leberkäs so schön meinte: Bienenhalterei)

  • Dann ist aber Mittelwände einfach kaufen noch einfacher und wahrscheinlich sogar billiger. Von der Zeit möchte ich garnicht reden.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Sorry, falsch ausgedrückt. Was ich meinte ist, daß Du eigenes Wachs Gegenrechnung kannst, keinen Zeitaufwand hast, keinen Dreck hast und keinen Platz brauchst wo Du das bastelst und dann anwendest und keinen Ärger mit Deiner Frau, wenn Du die ganze Gstellage nicht unsichtbar wieder weggeräumt hast wenn sie von der Arbeit zurückkommt. Ich dachte, wir hätten jetzt andere Dinge zu tun. Heute schon die Königin gestreichelt?

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtige Imker

    Wolfgang, so erfolgreich, daß Geld praktisch keine Rolle spielt und der dieses Satz schon immer mal sagen wollte, endlich

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Kauf Dir eine Blautonmatritze, da hast Du alle Masse.

    immenfreund: Wenn Du Dich mit der Suchfunktion etwas umsiehst, wirst Du feststellen, daß erfahrene Imker von Siebdruckplatten bei MW-Pressen abraten. Sie verhindern die nötige Wärmeableitung, die für eine schadlose Entnahme der fertigen MW notwendig ist. Wir kamen im Verein auf eine Stundenleistung von max. 12 MW/h, obwohl im Freien bei leichtem Frost und mit 3 MW-Formen im Wechsel gearbeitet wurde. Schade um jede Stunde Freizeit, die man in den Bau solcher - ja: - Fehlkonstruktionen steckt.

    Wegen besserer Wärmeableitung wird zu Alu-Platten mit Luftkühlung oder sogar wassergekühlten Platten geraten.

    Mein Rat: Kauf Dir bei jonas eine Selbstbau-MW-Gießform. Die funktioniert wenigstens. Und auch für den Basteltrieb bleibt noch genug zu tun, wenn man die zu Hause fertigstellt:

    https://bienenhilfe.de/bausatz_blauton_mittelwandpresse.html

    Und ja ich kann Ries Erfahrung bestätigen, 12 MW in der Sah ist ein durchaus realer Wert

  • ...Du muß die Messung über drei Seiten machen. Besonders dann, wenn Du gekaufte MW vermessen willst. Bei diesen können - reicht technisch gesehen - gar keine MW rauskommen, die nach der Messemethode über drei Seiten (ein Dreiek) wo die Zellmaße stimmen. Weil die MW, der als endloser Strang unter den Walzen durch sein Gewicht bis zum Transporttisch in die Länge gezogen wird. Zudem wird der Stang vom Transportband noch weiter in der Länge gedehtn. Dadurch wir die MW gestreckt und das Zellmaß ist i.d.R. um 0.2 mm verzogen. Und wenn's eilig ist und der Durchsatz gesteigert wird (Walzenumdrehung), dann kann es auch 0,3-0,4 mm sein. Aus diesem Grund ist eine Vorlage aus einer gewaltzen MW für das Herstellen von Silikon-Vorlagen nicht gerade vorteilhaft.


    Was eine reale und aussagekräftgie Messung betrifft, so sollte man bei der Messung nicht unberücksichtig lassen, mit welcher Temperatur die Bienen später arbeitet, um die Zellwände aufzubauen. Ich will damit sagen, dass, wer MW vermessen tut und dies bei einer Umgebungstemperatur von z.B. 15 Grad tut, bei dem können keine exakten Werte rauskommen, weil die MW bei dieser Temperatur 'geschrumpft' ist. Wenn dann eine MW im normaler Raumtemperatur ein Zellmaß von z.B. 5,6 mm hat, wird dieses Maß bei z.B. 36-38 Grad im Stock im Zustand des Zellbaues eine viel größere Zelle erzeugen. Ob das gut oder schelcht ist, muß jeder für sich beurteilen. Die ca. Schrumpf- und Ausdehnungswerte/Koeffizienten für Wachs kann man sich im Netz selbst raussuchen/rechnen.

    Jonas



  • ich weiß ja nicht wie du rechnest. Ich rechne so:


    Zadant 7 Mittelwände Brutraum (angepasst) und drei Futterwaben. ( die sich aus der Auffütterung vom Vorjahr ergeben) = 10 MW = ein Kilogramm


    2-3 Zargen Honigräume Zander 1.0 je 10 Waben = 20 - 30 MW = 1,7 - 2, 5 Kilogramm


    Macht nach Adam Riese 2,7 bis 3,5 kg


    Klar beim Honig Raum muss man sehen, wie stark das Volk ist. Aber ich gehe in den Raps und da sollte man genug Raum geben. Allein schon zur Schwarmverhinderung und Nektar Einlagerung (Nektarvolumen =3-4 fache Menge Honig) ich plane da lieber drei Zargen. Zuviel ist immer besser als zu wenig.