Leute, achtet aufs Futter - gerade bei den starken Völkern

  • Lasst euch von der Prognose nicht täuschen, es ist noch nicht vorbei - zumindest hier. Auch gestern bei 19°C und Flugwetter wieder ein Tagesminus von 500g, summiert über die Woche - 3kg. Vorhin Info von einem erfahrenem Kollegen erhalten, dass eines seiner Völker halb verhungert war, schon viele tote Bienen im Boden. Meine Kisten werden gleich alle 2,5 kg schwerer, wieder mal.

    Hatte gestern auch wieder 600gr. Minus trotz 22 Grad.

    Hab deshalb mal 5 Völker geschnappt und 30 km Richtung Süden gefahren. Meine erste richtige Wanderung und alles halb so wild :-) Dort hat es einige Akazien die gerade am blühen sind und direkt neben an eine kleine Himbeerplantage die in den nächsten 1 bis 2 Wochen durchstarten müsste. Wenn hier auch nichts reinkommt weis ich nicht mehr weiter. Aber irgendwie fühl es sich schon komisch an, wenn man die Bienen nicht mehr vor der Haustüre hat ;( ;(

  • Auch gestern bei 19°C und Flugwetter wieder ein Tagesminus von 500g

    Was blüht grad bei dir?

    Hartriegel, Brombeere, vor allem aber Robinie. Bei gutem Wetter gabs hier in den letzten Jahren zur Robinienblüte Tageszunahmen bis maximal 4 kg in der Spitze, gibt echt nicht wenige in der Gegend. Die hängen dieses Jahr wirklich voll hier, sehen toll aus. Heute war es echt angenehm warm, 22 °C, nicht sehr windigff. Deutlich mehr Niederschläge als in den letzten Jahren in diesem Frühling, der Boden ist feucht.


    Tagesminus heute rund 350 Gramm. Langsam kann ichs nicht mehr erklären.

    Hab deshalb mal 5 Völker geschnappt und 30 km Richtung Süden gefahren. Meine erste richtige Wanderung und alles halb so wild :-) Dort hat es einige Akazien die gerade am blühen sind und direkt neben an eine kleine Himbeerplantage die in den nächsten 1 bis 2 Wochen durchstarten müsste.

    Zu Akazie/Robinie siehe oben... Drücke dir aber die Daumen, dass es besser wird! Alles in allem ists ja auch schon besser geworden, gestern konnte ich das erste mal im T-Shirt füttern :rolleyes:

  • Hier, also 40 km nördlich von Llecter, blüht nichts an den Robinien. Sie zeigen heftige Trockenschäden, treiben teilweise am alten Holz neu aus und sehen reichlich schütter aus. Teilweise sind ganze Kronenteile kaputt. Ich bezweifle, dass da überhaupt etwas nennenswert blühen wird. Die paar Blütenrispen, die ich gefunden habe, haben nur wenige entwickelte Blüten, der Rest ist vertrocknet.

    Immerhin: Dieses Jahr kommen kein Raps und keine Robinie deutlich nacheinander, so dass ich sie gut getrennt nicht schleudern kann.

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.

  • Da wäre abwandern eine Alternative...

    :cry:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Kikibee genau so sieht es bei mir auch aus und das betrifft nicht nur die Robinien, sondern

    auch die um die 50, 60jährigen Linden, die 2020 im dritten Dürrejahr in Folge nicht gehonigt

    haben.

    Tagesminus heute rund 350 Gramm. Langsam kann ichs nicht mehr erklären.

    Llecter schaust Du in den Dürremonitor des Deutschen Wetterdienstes wird es schon klarer.

    In den tieferen Bodenschichten fehlt das Wasser und zwar nicht erst seit diesem Frühjahr.

    An den Schadbäumen, die vom Forst geräumt werden sieht mein gärtnerisches Auge, dass

    an den Bäumen mehr oder weniger massiv Wurzelwerk und Feinwurzelwerk abgestorben ist.


    Wie soll sich eine Pflanze, auch wenn sie vielleicht noch dasteht, mit nicht vorhandenen Auf-

    nahmeorganen mit nicht vorhandenem Wasser/ Nährstoffen versorgen ? ( Danke @ Kikibee )

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Da wäre abwandern eine Alternative...

    :cry:

    siehe oben. Das Bieneninstitut in Kirchhain hat es anläßlich seiner Veranstaltung zum Weltbienentag am 20.5.2021 ( siege link hier in der Mediathek ) deutlich gemacht :


    Die Klimaveränderungen und ihre Folgen sind die Herausforderung in den nächsten Jahren für

    die Imkerei. Standortbedingt mal mehr, mal weniger, oder ziemlich krass, wie hier in meiner

    deserta palatina X/ .

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...


  • Zu Akazie/Robinie siehe oben... Drücke dir aber die Daumen, dass es besser wird! Alles in allem ists ja auch schon besser geworden, gestern konnte ich das erste mal im T-Shirt füttern :rolleyes:

    Ohjeee das hört sich aber nicht gut an. Hätte ich lieber mal einen Beutel Futterteig in den Boden geschmissen.

    Zum Glück geht es nicht nur mir so, sonst würde ich mir Gedanken machen :D

  • Hier konnten die Völker im frühen Frühjahr was sammeln, aber diese Vorräte gehen nun zur Neige, obwohl das Wetter seit einigen Tagen richtig gut ist. Ein Volk steht auf einer (billigen) Waage und bereitet mir Kopfzerbrechen: Obwohl es brutfrei ist (abgeschwärmt, als Schwarm zur Beute zurückgekehrt, Zusammenprall der Königin mit einem Imkerdaumen, Wiedereinzug des Schwarms in die Kiste), geht das Gewicht konstant runter und zwar rapide, teilweise bis zu 1kg pro Tag! Wie kann das sein? Das ist doch nicht normal! Würden nicht noch alle Rähmchen in den Zargen hängen, hätte ich den Verdacht, dass mein Nachbar jeden Tag eine Wabe entnehmen würde … :(

  • Meine Vermutung : Brutlücke durch Schwarmabgang - Königin wird abgemagert etc. - die

    zurückgekehrte Mannschaft muß sich aufs Überleben konzentrieren - neue Königin hervorbringen - keine Mannschaft / Energie für Sammelflüge. Das ganze im angepaßten

    Brutraum, dann ist schnell Ende Gelände bei den derzeitigen möglicherweise nicht vorhandenen Futtervorräten. Ich würde schnellstens kontrollieren . :/

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Auenbiene Nein, die Königin hat bis zuletzt gestiftet, der Schwarm ist wieder zurückgekehrt, das Volk besetzt zwei Zander-1/1- und zwei DD-1/2-Zargen gut (nicht nur knapp). Futtervorräte liegen bei knapp 20kg, waren aber wohl mal eher so 30kg. Das war mit Abstand mein stärkstes Volk (das einzige, das nicht auf DD geführt wird ;) ).


    Meiner Meinung nach hätte der Energieverbrauch eine Woche später (nur noch verdeckelte Brut plus schlüpfende Königin) stark sinken müssen, weshalb die Vorräte hätten zunehmen oder zumindest nur noch in geringem Mass abnehmen müssen. Räuberei schliesse ich übrigens auch aus. Ich kann mir diese starken Abnahmen nicht erklären.

  • naja ich weis nicht ob wir immer alles auf die Trockenheit der vergangenen Jahre schieben können... Llecter schreibt hier von Hartriegel und Brombeere. zudem werden bei ihm, wie auch bei mir, die Wiesen voller Wicke stehen. Alles gut honigende Pflanzen, die nicht vom Wasser der tieferen Erdschichten leben.

  • Wenn die oberen Schichten aus Sand bestehen, wird es trotzdem eng.


    Grüße von den südhessischen Binnendünen

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.

  • naja ich weis nicht ob wir immer alles auf die Trockenheit der vergangenen Jahre schieben können...

    Eine weit verbreitete Ansicht. Nach meiner Lebenserfahrung schauen die Allermeisten ohnehin nicht genau hin. Wollen eh nichts genau wissen. Keine Hintergründe und Zusammenhänge verstehen, bei nichts - aber auch wirklich gar nichts.

    Glücklicherweise überlebten immerhin die Bienen bis dato mehrere Kataklysmen, wie mein

    Imkerlehrer zu sagen pflegte.



    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Mir sind von der ersten Serie Mini+ Begattungseinheiten verhungert und fast verhungert. Die haben in 2 Wochen jeweils mehr als 1,5kg Futterteig verbraucht.... oder die Ameisen haben da mitgeholfen....

    Bin schockiert.

    Schaue nachher nach der zweiten Serie....