Leute, achtet aufs Futter - gerade bei den starken Völkern

  • Eine neue Beobachtung: Bei einem meinen Volk war es dieses Jahr immer knapp mit Futter. Da es direkt hinter dem Haus steht, habe ich nicht gefüttert, nur die Waage und HR kontrolliert. Es war immer was drin, jedoch immer so 1kg Nektar, mal mehr mal weniger. Auf der Waage aber auch bei starkem Flug null. Jetzt habe ich ne Packung Teigs auf die Oberträger gelegt, da ich mich ein Paar Tage nicht kümmern kann und was passiert? Auch bei schlechterem Wetter geht das Gewicht nach oben. Die Flugienen haben auf die Notreserve einfach nicht zurrückgegreift und lieber nicht geflogen. Erst mit dem Futterteig geht es los. Vielleicht hat die Reizfütterung bei manchen Situationen doch Sinn 😁

    Die (Reiz)Fütterung bewirkt das mehr Brut angelegt wird- die wiegt auch- und treibt die Brutflächen bis zum ASG, bei gleichzeitigem Pollenverbrauch- der begrenzend wirkt, wenn nichts mehr da ist bzw reinkommt. Ist die Brutfläche begrenzt durch 1 Zarge oder Schied, wird nicht unnötig viel Energie des Volks nur in Brut investiert, und nicht zur Brutpflege benötigte Bienen können eher zum Sammeln und HR ausbauen eingesetzt werden.

    PS: Berlin- die schwachen Völker haben aktuell keine Pollenwaben und kaum Honig, die starken haben Pollengefleckten 1.HR , bei DNM-Warmbau auch ein Pollenbrett, und auch schon einen 2.HR (Schwarmdusel vorbei, kein Ableger gebildet)

    in MV wegen Raps im Schnitt je Volk ein Ableger - Schwarmdusel seit Erweiterung auf 4 Zargen vorbei, 1x Kö-Flugling+TBE (bei 8 Völkern auf 2 Ständen)

  • Lasst euch von der Prognose nicht täuschen, es ist noch nicht vorbei - zumindest hier. Auch gestern bei 19°C und Flugwetter wieder ein Tagesminus von 500g, summiert über die Woche - 3kg. Vorhin Info von einem erfahrenem Kollegen erhalten, dass eines seiner Völker halb verhungert war, schon viele tote Bienen im Boden. Meine Kisten werden gleich alle 2,5 kg schwerer, wieder mal.

  • Erstaunlich ist es schon einige haben Volle HR die anderen müssen Füttern.

    Das ist fast immer Genetik. Da machen sich ein paar Euros für gute Königinnen fix bezahlt.

    Das war auch meine Erkenntnis der letzten Woche: Ein Stand mit 10 Völkern - alle brauchen nur zwei Honigräume (maximal), ein Volk hat den dritten fast voll. Darin war die (letztjährig unbegattet gekaufte) Königin vom Züchter ... 12 Euro die sich gelohnt haben. Auch die fehlenden Schwarmzellen vermisse ich nicht ;-)

  • die Völker haben keine Probleme, aber wenn hier schwache Ableger gebildet wurden, kann es sinnvoll sein, weiter zu füttern, damit die sich auf Pollensuche konzentrieren können.

    Da haben aktuell schwache Völker keine Vorräte.

    Die starken Völker haben in den letzten 14 Tage trotz dem wechselhaften Wetter auch in den HR fleissig gebaut und eingetragen. Hier fängt die Kastanie an zu blühen. Bei denen ist mir gestern wieder aufgefallen, das volle verdeckelte Brutwaben genauso schwer wie Futterwaben sind.

  • Das ist fast immer Genetik. Da machen sich ein paar Euros für gute Königinnen fix bezahlt.

    Nur welche ? Dieses Jahr waren im Westerwald die verfressenen Buckfast mit Vorsicht zu genießen. Wenn man denen im Frühjahr die Futterwaben hinterm Schied entfernt hätte, wäre es vorbei gewesen. Die Waben waren knallvoll mit Weidenhonig (8kg pro Volk und noch Restfutter) Diese Waben habe ich gestern leer entnommen. Teilweise sind bis zu 5 HR drauf, die voller hungriger Bienen auf die Tracht warten. Ein sparsame Biene, wäre für dieses Frühjahr die Genetik der Wahl gewesen. Aber abgerechnet wird zum Schluss, wenn es jetzt los geht sind starke Völker natürlich besser als Hünglertypen.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Das ist fast immer Genetik. Da machen sich ein paar Euros für gute Königinnen fix bezahlt.

    Ja... Welche. Musst auch zum Standort passen. Bei mir selbst bei Königinnen aus den berühmten Zuchtedelschmieden Zellen gezogen ohne Ende und leere HR. Dagegen letztes Volk Wald-wiese Mischung im April abgeswärmt und das Restvolk macht 3kg Plus immer wenn etwas Sonne strahlt. Ich glaube ist dieses Jahr mehr Standortabhängig..

  • Auch gestern bei 19°C und Flugwetter wieder ein Tagesminus von 500g

    Was blüht grad bei dir?

    Ich war auch erstaunt, dass meine Waage gestern ein Minus von 100 Gramm anzeigte. Ich muss zwar nicht mehr füttern, aber damit habe ich absolut nicht gerechnet. Kann es mir nur so erklären, dass viel Wasser nicht mehr mitgewogen wurde; innen wie außen.

    Hier blüht noch der Apfel (späte Sorten), und auch Bergahorn sollte honigen.

    Weißdorn ist kurz vor der Blüte so wie diverse weitere interessante Pflanzen. Löwenzahn ist durch.

  • Bei uns noch immer Null Honig und ich hatte vergangene Woche jedem noch 1 KG Futterteig verabreicht, der nur langsam abgenommen wurde. gestern mit einsetzende Sonne und 17 Grad Teig raus und die leeren HR - klatsch nass (Wasser läuft die Zargenwände runter) gegen leere trockene getauscht. Die Waage 626 zeigt, dass ein Tag Sonne keinen Überschuss gebracht hat, kommende Woche soll es erstmal warm bleiben. Bei und blüt der Weissdorn, sonst sehe ich hier keine brauchbare Tracht.

    Die Ableger vom 01.05. haben entweder gar keine Königin oder sie läuft unbegattet in den Kisten rum. Aus Mangel an Futterwaben habe ic diese auch mit Teig bilden müssen.

    In Summe kann es nur besser werden ... ich muss mich zu diesem Optimismus aber sehr überwinden.

    Alles Gute

  • Anatolica Buckfast und im Herbst nicht geizen beim einfüttern dann kommt man nicht (so schnell) in diesen Teufelskreis mit füttern im Frühjahr .... sehr sparsam und gehen gut durch denn Frühling u Sommer... ein sehr Lehrreiches Bienenjahr 2021 für erfahrene und unerfahrene Imker und Bienenhalter! :) Freu mich schon auf 2022 :p_flower01:

  • Also hier sieht’s so aus, dass der Verbrauch deutlich höher ist als das was reinkommt. Letzte Woche wäre noch bisschen Raps in der Ferne möglich gewesen aber bei Winterjacken-Temperatur und Regen haben die eher zu Hause gevespert. Einige laufen bereits trocken. Morgen wird wieder gefüttert bis zur Linde in 2-3 Wochen 😰 Und dann knallt‘s 🎉

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Nach der Durchsicht gestern, trotz bestem Wetter, wieder etwas Futterteig gegeben. Es sind nur homöopathische Futterkränze, (eher Einzelzellen) vorhanden, es gibt viele Eier. Mir scheint aber nicht entsprechend viel Brut im Madenstadium zu sein. DR werden nur zögerlich ausgebaut, nach 7 Tage zwischen 10 und 20%. Nur eins von 7 in Schwarmstimmung. Ergo sie haben scheinbar zu wenig Futter für die Pflege und fressen Eier teilweise wieder aus, keine Reserven zum Bauen. Würdet ihr statt Teig zu flüssigfutter greifen?

  • So. Endlich. Nachdem im April und Mai (kalt, Schnee, Regen) füttern angesagt war (da waren sämtliche Reserven weg) nun endlich die ersten Gewichtszunahmen. Letztes Jahr mit dem doch sehr zeitigen warmen Frühlingsstart gab es zwar früher und konstant aber gewichtsmässig (pro Tag) weniger Eintrag.


    Dieses Jahr mit dem doch sehr späten Flugwetter scheint a) die Volksstärke wie auch die b) das Nektarangebot (aktuell Löwenzahn, Bauern warten mit erstem Schnitt noch zu) optimal zu sein.


    Grüsse aus aus Voralpen

    Chris

    Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

    Philip Rosenthal

  • Mir ist ein Königinnenableger verhungert.

    Heute entdeckt.

    Hab ihnen extra Futterteig mitgegeben, weil ich schon geahnt hatte, dass das bisschen Futterkranz, das sie auf den Brutwaben hatten, nicht reichen wird und sicher wenig bis nichts reinkommt.

    Tja, den Futterteigbeutel hatte ich hochkant hinter das Schied gestellt, das Dings ist umgefallen, dabei umgeknickt und hat den Bienen den Zugang zum Teig abgeschnitten.


    X mal ging das gut, und jetzt sowas.

    Ich find das furchtbar.

    Vielleicht bleibt jemandem dieser dumme Fehler erspart, nachdem er das hier gelesen hat.

    😶