Fragen zur Allergie

  • Hi,


    Ich hatte in meinem ersten Bienenjahr mehrere Stiche kassiert. Bei jedem Stich ist es schlimmer geworden von der Reaktion.

    Der letzte Stich am Auge hat nicht nur mit einer sehr starken Schwellung reagiert sondern auch mit Nesselsucht an den Armen. Handflächen und Füße haben auch gejuckt.


    Danach bin ich nur noch verschleiert zu den Bienen und bis heute nicht mehr gestochen worden (toi toi toi).

    Mein Mann ist allergisch und daher haben wir sein notfallset immer dabei. Er war damals beim Allergietest und hat auch auf Biene reagiert, der Arzt meinte dann, dass man das nie so genau sagen kann ob man reagiert und er daher keine hyposensibilisierung in Betracht zieht. Er solle lieber aufhören zu imkernX(


    Wie war das bei euch? Sind die Symptome immer schlimmer geworden oder war von Anfang an die gleiche Reaktion?


    Ab wann zieht man eine Hyposensibilisierung in Betracht?


    Liebe Grüße

  • Dann solltest du schleunigst den Arzt wechseln. Man kann doch nicht warten, bis man einen anaphylaktischen Schock bekommt. Eine Hyposensibilisierung ist meiner Meinung nach Pflicht und hat sehr gute Erfolgsaussichten. Ich mache die seit 3 Jahren und habe inzwischen immer mal wieder einen Stich bekommen. Der schwillt kaum an und ist nach Minuten oder wenigen Stunden nicht mehr zu spüren.

    Ich kann dir nur dazu raten und deinem Mann auch. Das Notfallset ist doch nur ein Notbehelf.


    Gruß

    Rolfpaul

  • Dann solltest du schleunigst den Arzt wechseln. Man kann doch nicht warten, bis man einen anaphylaktischen Schock bekommt. Eine Hyposensibilisierung ist meiner Meinung nach Pflicht und hat sehr gute Erfolgsaussichten. Ich mache die seit 3 Jahren und habe inzwischen immer mal wieder einen Stich bekommen. Der schwillt kaum an und ist nach Minuten oder wenigen Stunden nicht mehr zu spüren.

    Ich kann dir nur dazu raten und deinem Mann auch. Das Notfallset ist doch nur ein Notbehelf.


    Gruß

    Rolfpaul

    Das war der Chefarzt von der abt. Allergologie in der Hautklinik. Bei uns macht das leider kein Allergologe, die machen hier nur Heuschnupfen.

    Deshalb musste mein Mann extra in die Hautklinik fahren.

    Wir waren auch echt enttäuscht von dem Ergebnis! :(

  • der Arzt meinte dann, dass man das nie so genau sagen kann ob man reagiert und er daher keine hyposensibilisierung in Betracht zieht. Er solle lieber aufhören zu imkernX(

    Ja was denn jetzt? Ist es nicht so schlimm und man braucht deswegen keine Hyposensibilisierung oder ist es so schlimm und man soll mit dem Imkern aufhören?

    Mir hat mal ein Arzt gesagt ich solle wegen meinen Brustwirbelsäulenproblemen mal auf YouTube gucken, da gäbe es so Übungen ... ich würd auch den Arzt wechseln.

  • Man lernt immer dazu, sei es noch so unglaublich... Als ob man nur am Bienenstand Allergiker sei...


    Bei mir ist es seit Beginn der Hypo immer besser geworden, ich war aber kein hochreaktiver Allergiker, damals Typ III mit lokalen Symptomen. Die Abstufung soll angeblich bis auf Typ VI erweitert worden sein.


    Soweit ich das weis, wird die Hypo je nach Schweregrad, dem Typ I - VI (bzw. bis VI) der Allergie empfohlen. Je schwerer, desto eher. Ist mir völlig unverständlich, dass ein Facharzt die Wirkung der Hypo anzweifelt. Der Rat, besser mit der Imkerei aufzuhören, ist quasi Standard zur eigenen Absicherung der Mediziner. Hat man mir auch empfohlen und dann trotzdem die Therapie begonnen.

  • Hallo Neueimme,


    hat der Arzt deinem Mann auch empfohlen nur noch mit Schuhen ins Gras zu gehen? Als könne man nur beim Imkern gestochen werden :cursing:. Ich denke mit einer Allergie ist nicht zu spaßen.

    Unsere Tochter hatte nach einem Stich in den Fuß ein Kloßgefühl im Hals und leichte Kreislaufprobleme. Wir waren dann zum Allergietest im Krankenhaus und sie wurde ohne viele Diskussionen zur Hyposensibilisierung aufgenommen. Schon nach dem positiven Allergietest hat sie ein Notfallset verschrieben bekommen.

    Die Hausärztin geweigert das grüne Rezept in ein rotes umzuschreiben weil es das Budget zu sehr belastet, und uns zum Hautarzt geschickt. Vielleicht war das bei euch ja auch der heimliche Grund. Wir haben jetzt eine neue Hausärztin.


    Jetzt darf nur noch ein kleiner Ableger im Garten wohnen;(


    Viele Grüße

    Meike

  • Ich bin auch "leicht" allergisch und mir wurde gesagt, dass man die Hyposensibilisierung bei mir als "mit Kanonen auf Spatzen schießen" ansieht. Mir wurde aber ganz klar offen gelassen, sie trotzdem machen zu lassen, wenn ich es möchte. Ich habe mich jetzt erst einmal dagegen entschieden und achte darauf, dass ich mein Notfallkit immer in Reichweite habe, bzw. gehe nicht mehr alleine an die Bienen. Ich bin seit der Diagnose noch nicht wieder gestochen worden. Ich warte jetzt erst einmal ab, wie der nächste Stich verlaufen wird. Allerdings ist meine neue Schutzkleidung schon echt klasse :D

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Stimmt es, dass Allergien durch Stiche stärker werden können und dass die Hypo bei leichten Allergien besser wirkt?

  • Stimmt es, dass Allergien durch Stiche stärker werden können und dass die Hypo bei leichten Allergien besser wirkt

    Es stimmt, dass die Reaktion von Stich zu Stich heftiger ausfallen kann.

    Dass die Hypo bei leichten Allergien besser wirkt glaube ich allerdings nicht.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Wie hat man denn den test bei euch gemacht?

    In der hautklinik hat man das gift auf die Haut von meinem Mann getan.

    Eine andere Frau von einer Praxis die ich nun erreicht habe, meinte man nimmt nur Blut.

  • Der "Schweregrad" wird durch den "spezifischen IGe-Wert", also die Reaktionsschwelle ermittelt. das geht nur mit Blutuntersuchung. Anders formuliert sagt dieser Wert etwas über die zu erwartende Heftigkeit der individuellen Reaktion aus. Der Prick-Test zeigt prinzipiell nur, ob oder dass man allergisch auf bestimmte Stoffe reagiert, nur dann anhand der sicht- und spürbaren Reaktionsmuster auf der Haut.