Bienen fallen beim Wasser holen in Teich wenn’s sonnig , kalt und windig ist. Was kann ich machen? Schwimmhilfe o.ä. aber was blos.

  • Habe einem treuen Honigkäufer versprochen, die Tage mal die moosbewachsenen Steine an seinem Gartenteich anzuheben, weil er sehr stark vermutet, dass dazwischen Bienen wohnen.

    Allein traut er sich nicht so recht, und all meinen Argumenten zum Trotz glaubt die Familie, dass die Bienen sich dort eingenistet haben.


    Tatsächlich ertrinkt dort hin und wieder ein gutes Dutzend Wasserholerinnen, das lässt ihm auch keine Ruhe.

    Ist ein grosser Bienenfreund.

    Mal schauen, ob wir da eine pfiffige Lösung finden können, wenn ich mir das vor Ort anschaue.


    Die Ertrinkenden sollten doch aber deutlich abnehmen, sobald die Temperaturen steigen, oder? Klar, paar Dusselige sind immer dabei, aber das Hauptproblem sollte doch aktuell das Verklammen sein, oder?

  • Die Ertrinkenden sollten doch aber deutlich abnehmen, sobald die Temperaturen steigen, oder? Klar, paar Dusselige sind immer dabei, aber das Hauptproblem sollte doch aktuell das Verklammen sein, oder?

    Sobald die Temperaturen steigen, wird es weniger. Dann ist das Wasserholen auch wieder sekundär, weil dann der Löwenzahn ansteht.

  • Bienen können 60 mg Nektar tanken. Also auch genau so viel Wasser. Eine Biene wiegt ca 100 mg.
    Wenn wir im gleichen Verhältnis sehr kaltes Wasser tanken würden, würden wir auch verkühlen.
    Eine verkühlte Biene kann nichtmehr fliegen. Sie stirbt an Ort und Stelle.


    Gruss

    Ulrich

  • Das Problem ist immer dann, wenn Brut da ist und keine Tracht. Tracht bedeutet ja Wasser im Überfluss. Und Brut benötigt viel Wasser.

    Aber ich hab mir wirklich abgewöhnt, irgendwelche Tränkesysteme oder sowas zu basteln. Die waren für die Bienen eh immer nur 2. Wahl. Ich stelle Bienen auf Dauerstandplätze nur dort auf, wo es natürliches Wasser genug gibt, bei Wanderständen ist es wurscht.

  • Ich stelle Bienen auf Dauerstandplätze nur dort auf, wo es natürliches Wasser genug gibt, bei Wanderständen ist es wurscht.

    Ja, die Bienen trinken immer am liebsten dort, wo sie nicht sollen!

    Hier zum Beispiel an einem öffentlichen Trinkbrunnen, dessen Stahl täglich welche in den Tod reist..


    Aber viele Wanderordnungen und auch Wanderplatzwarte legen Wert auf eine Tränke, ich mache es auch immer. Ist nicht viel Aufwand und in trockenen Gebieten werden sie auch sehr gerne angenommen.

    Ein Förster füllt die sogar für die Imker nach!!!!

  • bei Wanderständen ist es wurscht.

    Was die vor zwei Jahren am Raps weggeschlabbert haben ist enorm. Sooo wurscht ist das nicht. Es ist nicht überall am Wanderplatz eine Wasserstelle in der Nähe. Insbesondere bei landwirtschaftlichen Kulturen.

    Aber ich hab mir wirklich abgewöhnt, irgendwelche Tränkesysteme oder sowas zu basteln.

    Die flachen Wasserschalen mit Moos vermindern zumindest die Menge an Bienen, die zum Nachbarn Wasser holen fliegen. Manchmal hilft das schon, diesen milde zu stimmen.

  • Seitdem die Sommer so heiß und trocken sind, habe ich immer Tränken am Stand. Einfache Huhnertränken mit Korken in der Rinne.

    Vorher haben sie sich regelmäßig in der Vogel-Badestelle ersäuft.

    Seit die Tränken da sind, wird die Badestelle ignoriert.


    Der Wasserverbrauch an warmen Tagen ist enorm.

    Bin froh, dass ich die Dinger habe.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Wir hatten das Problem teilweise gelöst, indem wir alte Äste vom Kirschbaum so um den Teichrand gelegt hatten, dass zwischen Ast und Ufer ein paar Zentimeter Wasser war. Sieht auch nett aus. Im Sommer Seerosenblätter.

    Gruss

    Jan

  • Der Wasserverbrauch an warmen Tagen ist enorm.

    Kannst Du den Anteil an Verdunstungsverlusten quantifizieren oder experimentell ermitteln und hier veröffentlichen? Vorschlag zum Versuchsaufbau: 2 Bienentränken unmittelbar nebeneinander, eine davon mit Drahtgitter/Gaze für Bienen sperren und Wasserverbrauchsdifferenz nach einem Sonnentag grob ermitteln. Sicherlich wird Gaze die Sonnen- und Windeinwirkung vermindern, so daß ein nennenswerter Minusfehler entsteht. Aber für eine Grobabschätzung wird es hoffentlich genügen.

  • Dazu benötige ich keinen Versuchsaufbau.

    Einfach hinkucken hat mir da schon geholfen. Tagsüber pralle Sonne, keine Bienen an der Tränke. Dafür gegen Abend Hase und Igel, Fuchs und Reh, Dachs und Maus.

  • Schau mal in mein Album, da siehst du eine Lösung. Aber trotzdem fallen noch Bienen, bei Windböhen ins Wasser, ich fische die dann raus und werfe die auf ein Pappdach, da rappeln sie sich wieder auf. Also ein paar dicke Äste oder Steine würden in der Randzone schon helfen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Nachdem bei mir das Vogelbad von den Bienen gekapert worden ist, habe ich auch reichlich ertrunkene Bienen gehabt. Gegen den Umbau mit Steinen, Ästen und Moos hatten die ursprünglichen Mieter allerdings eine tatkräftige Revolte angezettelt. Nach zwei Stunden waren Holz und Moos restlos verschwunden. Nur die Steine waren wohl zu schwer.


    s.

    Bienentränke_.jpg