Bienen fallen beim Wasser holen in Teich wenn’s sonnig , kalt und windig ist. Was kann ich machen? Schwimmhilfe o.ä. aber was blos.

  • Ich habe ein Problem mit meinen Bienen. Wenn die jetzt im noch kalten April an meinem Goldfischteich kaltes Wasser holen, in der Sonne ist es ja warm und es ist windig, dann fallen viele rein ins kalte Wasser und verklammen sofort. Ich fische die manchmal raus und bringe die ins warme Gewächshaus und lege die auf trockenes Küchenkrepp. Viele von denen haben sich schnell erholt und sind wieder aus dem offenen Gewächshausfenster rausgeflogen. Als Schwimmhilfe hatte ich schon Trockenes Schilfstroh und auch mal Gaze reingetan. Hat beides nicht funktioniert. Das Schilfstroh ist zu glatt, da rutschen die Bienen ab, außerdem geht das Schilfstroh mit der Zeit unter die Wasseroberfläche. Gaze schwimmt auch so halbwegs, aber der Wind verschiebt das auf der Wasseroberfläche und irgendwann ist das auch unter Wasser. Dazu hatte ich auch Bienen die sich am Gaze festgeklammert hatten, als sie verklammten.
    So jetzt mein Hilfeschrei nach einer tollen Idee oder einer Erfahrung.
    Ich Imkere seit vier Jahren und habe an besagten Standort zehn Völker und da ist an der Wasserstelle richtig was los.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jörg aus Berlin.

  • Schütte im Flachwasser etwas Kies auf und gib ein paar dickere Äste oder Wurzeln darauf und befestige Moos daran. Moos ist eh am besten daran können die Bienen sich sehr gut festhalten und ohne zu nah ans Wasser zu müssen Wasser daraus aufnehmen.

  • Biete den Bienen eine alternative Bienentränke an (z.B. flaches Gefäß mit Schwimmhilfe).

    Bedenke, dass die Durchlenzung derzeit noch nicht gänzlich abgeschlossen ist - diese endet erst mit Beginn der Obstblüte.

    Die toten Bienen in Deinem Teich können durchaus noch Winterbienen sein, die nun sowieso ihre letzten Tage haben.

  • An unserem kleinen Teich ertänken sich trotz reichlich Flachwasserzone mit Moos und ins Wasser ragendem Grünzeug und Schwimmhilfen auch täglich ein Dutzend Bienen. Die schaffen es auch sich in den Untersetzern der Blumentöpfe, die etwas mit Regenwasser gefüllt sind, das Leben zu nehmen obwohl eine schöne Bienentränke keine zwei Meter daneben steht. Mache ab und an Baywatch und verbuche den Rest mit Sorge als natürlichen Schwund.

  • An unserem kleinen Teich ertänken sich trotz reichlich Flachwasserzone mit Moos und ins Wasser ragendem Grünzeug und Schwimmhilfen auch täglich ein Dutzend Bienen. Die schaffen es auch sich in den Untersetzern der Blumentöpfe, die etwas mit Regenwasser gefüllt sind, das Leben zu nehmen obwohl eine schöne Bienentränke keine zwei Meter daneben steht. Mache ab und an Baywatch und verbuche den Rest mit Sorge als natürlichen Schwund.


    Ein Leidenskollege. Hallo Fozzy.
    Selbst wenn einige es abtun, nach dem Motto “das sind meist nur Winterbienen”, haben sie doch im Volk ihre Aufgabe bis zu ihrem Tag X. Sie sollen Wasser holen oder im Stock für Klima sorgen und nicht ersaufen oder erfrieren. Ich habe jetzt seit zwei Jahren immer das Problem , dass die durch Windböen rein gepustet werden. Der Ausdruck “Baywatch” gefällt mir. Ich werde mal Fotos machen und rein setzen.

  • Bei uns finden wir in der Moosschale auch immer tote Bienen.

    Nachdem ich genau geschaut habe, sind das meist kurzleibige, also virengeschädigt.

    Da hast du aber wahrscheinlich ein Problem mit dem BPV und mit Varroen.

    Alle 7 Völker (behandelt) bisher sehr gut über den Winter gekommen.

    Aber ich gehe nicht davon aus, dass da keine Varroen mehr drin sind. Inwiefern das normal wäre, dass es da paar virengeschädigte Bienen gibt, weiß ich nicht.

    LG

  • Guten Morgen zusammen!


    Staplerfritze :

    Ich würde ganz schlicht ein paar dickere, idealenfalls moosbewachsene Aststücke in den Teich geben. Auf derartigen Unterlagen setzen sich die Wasserholerinnen gerne und auch verhältnismäßig sicher hin.

    Grundsätzlich bin ich diesbzgl. der Meinung, dass ein gewisser Prozentsatz ertrinkender, auch weil alter, Bienen normal ist.


    Was sind bei dir denn

    viele

    Bienen? Also so grob geschätzt.

    Bei 10 Wirtschaftsvölkern an einem Standort würden mich ... puuuh ... auch 100 Bienen nicht unbedingt massiv beunruhigen.

    Wobei imker bei Ertrunkenen in der genannten Dimension dann auf jeden Fall die Landestellen optimieren sollte.


    Nachdem ich genau geschaut habe, sind das meist kurzleibige, also virengeschädigt.

    Rein aus Interesse würde ich dich bitten vielleicht mal ein Foto von einigen dieser deiner Meinung nach virengeschädigten Bienen einzustellen / zu verlinken.

    Meines Erachtens schafft es nämlich keine viral angeschlagene Biene durch den Winter, geschweige denn, dass sie dann auch noch energetisch in der Lage wäre, Wasser (oder Tracht) zu holen.


    Schöne Grüße

    vom

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Moin BeeWin ,


    wenn bei Dir jetzt wirklich schon kurzleibige Bienen auftreten, könntest du dieses Jahr ein Problem mit den Völkern bekommen. Winterbienen können nicht kurzleibig sein. Die würden nicht so lange leben. Also werden die Völker durchgebrütet haben. Das gibt der Varroa optimale Startbedingungen. Evtl. ist der erste Brutsatz aber auch nur verkühlt. Schau bei der nächsten Durchsicht bitte mal ganz genau hin.


    Viele Grüße

    Ron

  • Bei uns finden wir in der Moosschale auch immer tote Bienen.

    Nachdem ich genau geschaut habe, sind das meist kurzleibige, also virengeschädigt.

    Da hast du aber wahrscheinlich ein Problem mit dem BPV und mit Varroen.

    Steile These, anhand der Beschreibung ertrinkender Bienen direkt mit dem Paralysevirus und der Varroa um die Ecke zu kommen. :rolleyes:

    Wasserholerinnen ertrinken, kommt vor. In der Regel sind es nicht mehr die Fittesten, weil alt, die derzeit den Abgang machen. Ländeplätze der Wasserstellen optimieren, mehr braucht es nicht.

  • Das ist jetzt bei dem Wetter so. Ich habe eine Moosschale und eine Hühnertränke mit etwas Jute in der Rinne, weil sie sogar in der 2 cm breiten Rinne erfrieren, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt. Beides hilft aber nur bedingt gegen den Schwund, weil sich auch ständig Bienen in sonstigen regenwassergefüllten Gefäßen sowie bei diversen Nachbarn ersäufen.

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.