Unterschied Weißtannenhonig und Tannenhonig

  • Was sind denn die zu erwartenden Neuigkeiten in der neuen Auflage der Waldtracht, dass so manch einer dem entgegenfiebert? Sind die Aussagen/Erkenntnisse der anderen Auflagen überholt?

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Es muss nicht neu sein. Es gab bisher nur eine Auflage, die recht kompetente Aussagen enthält, aber schon länger vergriffen ist. Es hat sich halt noch niemand danach so ausführlich damit beschäftigt. Ich kenne jedenfalls niemanden. Wenn doch, gab es davon kein umfassendes Buch (zumindest in deutsch). Ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.

    Die Niesche ist halt einfach zu klein.

  • Also zum Thema Unterschied von "Weißtannenhonig" und Tannenhonig, möchte ich hiermit auch meinen Senf dazu geben.

    1. auf einem berühmten Bier aus dem Schwarzwald, mit dem Namen Tannenzäpfle sind Fichtenzapfen abgebildet. Auch die berühmten Schwarzwälder Kuckucksuhren haben angeblich Tannenzapfen, welche aber in Wirklichkeit von der Fichte sind.

    Das bedeutet für mich im Klartext:

    Für uns Schwarzwälder ist es durchaus und oft möglich, dass Fichten mit dem Begriff Tanne versehen werden, ohne dass sich jemand daran groß stört.

    Machen sagen auch, dass wenn man das Tannenzäpfle aus der Falsche direkt trinkt, die Zapfen ja wie bei den Weißtannen nach oben zeigen und nicht mehr hängend sind, und somit der Begiff Tannenzäpfel gerechtfertigt ist!

    2. Beschaffenheit von echtem Weißtannenhonig.

    Ja alle Liebhaber des Tannenhonig hätten gerne diesen grünlich schimmernden pechschwarzen und dick fliesenden Honig. Doch den gibt es nun mal sehr selten. Man sagt nur der wäre Echt, und alles andere Fälschungen. Doch auch Eichen können so einen tief schwarzen Honigtau liefern. Und Buchweizenhonig ist mitunter auch pechschwarz.

    Also können wir feststellen: die Farbe alleine ist da zwar mitunter relevant, aber nicht unbedingt das einzige und wichtigste Merkmal.


    Bei den Bienenmerkmalen erscheint es bei einigen wohl auch so ähnlich zu sein.

    Oder stimmt folgender Satz zu 100%:

    alles was grau ist, ist Carmica, alles was gelbe Ringe hat ist Buckfast?


    Ich hatte schon Lecanienhonig mit (hohem) Eichenanteilen, der war sehr dunkel und hatte diesen Grünstich. Ich hatte aber auch schon puren Weißtannenhonig, der war sehr hell und hatte auch den Grünstich! Was stimmt jetzt?

    Auch dass Tannenhonig nie kristallisiert oder nur sehr langsam, ist nicht immer zutreffend.

    Also ich meine, dass es dazu immer ein Gesamtbild braucht, um zu klären was für ein Honig man da vor sich hat. So lange man ihn nicht verkostet hat, ist eh alles Spekulation.

    Grüßle

    Christoph

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Ich hatte aber auch schon puren Weißtannenhonig, der war sehr hell und hatte auch den Grünstich! Was stimmt jetzt?

    Auch dass Tannenhonig nie kristallisiert oder nur sehr langsam, ist nicht immer zutreffend.

    Also ich meine, dass es dazu immer ein Gesamtbild braucht, um zu klären was für ein Honig man da vor sich hat. So lange man ihn nicht verkostet hat, ist eh alles Spekulation.

    Hi Christoph,

    Woher weißt Du, dass es purer Weißtannenhonig war?

    Und worin genau besteht der Unterschied bzw. was macht den Geschmack von Weißtannenhonig aus?

    Grüße Thomas

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Guten Tag.


    Für die Waldtracht habe ich mich nach dem Buch von Kloft/Maurizio/Kaeser gerichtet. (Waldtracht und Waldhonig in der Imkerei...1985)


    Thomasso


    Darin steht, dass Tauhonige von der Linde auch einen grünen Schimmer haben können. Farbe: "hellgelb, bis schwarzgrün"


    Lg Sulz.

  • Hi Christoph,

    Woher weißt Du, dass es purer Weißtannenhonig war?

    Und worin genau besteht der Unterschied bzw. was macht den Geschmack von Weißtannenhonig aus?

    Grüße Thomas

    Gute Frage.:thumbup:

    Gegenfrage

    was ist ein guter Waldhonig? :/

    Ist der Waldhonig etwas, welches unbedingt aus einer (größeren) Ansammlung von Bäumen stammen muss? :/

    Also kann man dann auch Akazienhonig oder besser gesagt Rubienenhonig als Waldhonig verkaufen? :/

    Nun, warum weiß ich, dass dies was meine Bienenvölker in ihre Kisten geschleppt hatten, wirklich nur pure Weißtanne war?8)

    Bei einem (puren) Weißtannen-Bestand von ca 40 Haktar Fläche und total verspritztem Unterholz unter den Weißtannen, mit einem Besatz von über 260 Buchneria/m² Weitannenzweigfläche, und sogar der Möglichkeit, Bienen in den Weißtannen zu filmen, wie diese sammeln, bzw wo diese sammeln, werden garantiert alle meine vielen Völker, die paar wenigen Fichten in 600m Entfernung aufsuchen um dort allen Honig zusammeln? :/

    zumal dort weder Lecanien zu finden waren, noch Honigtau auf dem Unterholz?:/


    Ohne deine Frage zu schmälern, gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass du noch nicht so extrem viele Tannenhonigjahre gehabt hast.


    Ich erkläre es meinen Honigkunden, welche ähnlich fragen haben, und ich Zeit dazu habe gerne so:

    Eine Biene braucht eine bestimmte Zeit um Honig,bzw.Nektar zu sammeln. Es sind ja nur winzig kleine Tröpfchen, welche die Biene da bei einem Sammelflug überhaupt transportieren können. Also spielt die Entfernung zur Quelle des Honig,bzw.Nektar eine sehr große Rolle, welche Mengen am Ende in einem Bienenvolk landen um diesen dann von mir zu Ernten. Denn das Einsammeln von Honig,bzw.Nektar braucht ja immer zu die gleiche Zeit. Ein 5 Km entfernter Lindenbaum wird daher also nicht den Honig um 30% vermischen! Obwohl Bienen einen blühenden Lindenbaum auf 11km riechen können!

    Das hat bis jetzt immer noch die größten Skeptiker überzeugen können.

    Ach ja, das hab ich jetzt noch vergessen, ich arbeite mit Absperrgitter etc.... und allem was man so an kniffen sonst noch drauf hat, um Sortenhonig zu gewinnen.

    Mehr infos aus dem Nähkästchen hab ich nicht!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • toyotafan 👍🏻😂

    Danke der ausführlichen Beweisführung.
    Und ja, Du hast vollkommen Recht mit der Vermutung dass ich keinen Schimmer von Waldtracht und Waldhonigen habe. Deswegen all die Fragen und bevor ich meinen Kunden Weißtannenhonig verkaufe der am Ende keiner ist, ist es eben Waldhonig 😉

    Waldhonige sind für mich Honige die einen Großteil (>80%) aus Honigtau gesammelt wurden und nicht Himbeeren oder Brombeeren oder Klee oder... Das ist für mich Waldblütenhonig.

    In einer PN frage ich Dich nach Deinem beschriebenen geilen Weißtannenstandort 😉😂

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • toyotafan 👍🏻😂

    ..... frage ich Dich nach Deinem beschriebenen geilen Weißtannenstandort 😉😂

    so so, ich soll dir also einfach so mir nix dir nix meine Top Standorte verraten?:/

    na ja das wäre wohl das einfachste...

    vor allem für dich....

    und für mich? :/

    und dann sind da noch eine ganze Reihe vieler andere Fragen zu klären.

    :/

    ob du das wirklich willst?

    :/

    Eins weiß ich aber jetzt schon zu 100%. Den roten Teppich gibt´s selbst im tiefsten Schwarzwald nicht.8)

    Grüßle

    Christoph

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • N'Abend mal wieder


    Aber Achtung, in dem Dokument steht auch, das in Dtl. eine andere (striktere) Definition von Tannenhonig gilt, begrenzt auf Honigtauhonig der Weisstanne. Hier in der CH gilt auch Fichtentauhonig als Tannenhonig. Nach der Def. dort könnte ich meinen Waldhonig vom letzten Jahr auch als Tannenhonig verkaufen, auch wenn er eher fichtenlastig ist (malziger Geschmack).

    Aber ich verkauf ihn als Waldhonig, leider mögen die Schweizer den nicht sooo sehr.


    schöne Grüsse, Robert