Siebkübel von CFM, Graze, Logar, ApiNord

  • Hallo zusammen,


    ich habe mir im letzten Winter viele Gedanken zum Thema Honig sieben gemacht, da ich letztes Jahr mit meinen beiden Doppelsieben fast irre geworden bin. Nachdem ich die Montagsvideos von Rase entdeckt hatte, das entsprechende Video zum Thema Sieben gesehen habe und hier im Forum noch den entsprechenden Beitrag gelesen hatte, war für mich eigentlich das Klärfass die beste Option.


    Inzwischen habe ich das allerdings nochmal überdacht, da so ein Klärfass ja schon enorme Mengen an Honig schluckt und ja auch warm gehalten werden will. Das heißt um das effizient zu betreiben ist schon ein größeres Fass notwendig (meiner Meinung nach gehts so ab 100 kg los).


    Da ich nun diesen Sommer meine Bienen an drei verschiedenen Standorten haben werde (1. Wald, 2. große Streuobstwiese mit extrem viel Linde als Folgetracht und 3. an einer großen Streuobstwiese mit Robinien und Linde als Folgetracht) liegt es ja Nahe die Honige nicht zu vermischen. Dies ist mit einem Klärfass jedoch nicht gegeben bzw. ich müsste meine Schleuderarbeit über drei Wochen verteilen, da ein Klärfass ja schon ein paar Tage zum klären benötigt (Ich kann nur am Wochenende schleudern, in der Woche fehlt mir die Zeit dazu).


    Für diese Saison muss definitiv eine andere Lösung her. Ich habe wenig Lust nochmal 400 kg Honig durch Siebe zu rühren (falls die Ernte so wird wie letztes Jahr). Daher habe ich an einen Siebkübel mit einem konischen Sieb gedacht. Die mit den vertikalen Sieben gefallen mir nicht wirklich.


    Sowas ist bei Logar, CFM, Graze und Holtermann (Api Nord) zu bekommen.


    Der Logar ist preislich recht attraktiv, aber leider sind das nur 35 kg. Wenn ich mir jetzt was kaufe, dann soll das schon auch mal für etwas größere Völkerzahlen funktionieren. Dieses Jahr sind zwar nur maximal 12 WV geplant, aber wer weiß wo die Reise hingeht :D Weiterhin gibt es bei Logar keinen passenden Heizeinsatz dazu.

    CFM überzeugt mich eigentlich und ich habe hier im Forum auch schon viel gutes darüber gelesen.


    Bei dem Graze Siebkübel soll der obere Quetschahahn nur geschraubt sein, dass würde mich nicht stören, solange man Ihn einfach abschrauben kann, damit sich alles gut reinigen lässt.


    Und der von ApiNord soll es scharfe kanten geben und einen Falz der sich nur schlecht reinigen lässt.


    Die Informationen sind aus dem Forum, allerdings schon einige Jahre alt. Deswegen würde ich gern nach euren aktuellen Erfahrungen fragen.
    Habt Ihr eventuell selbst einen solchen Kübel und könnt eure Erfahrungen mit mir teilen?

    Viele Grüße,

    Erik

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  • Habe mit 15 + Völker kein Problem bei der Nutzung des Logar Teils mit den beiden Vertikalsieben. Ein Siebkübel wird im Durchlauf betrieben und da reichten die 35 kg bestens aus. Wichtig ist ein einfaches Küchensieb als Grobsieb - das fängt schon mal viel ab. Zur Not läuft die Schleuder anfangs etwas langsamer;).

  • Die letztjährige Rapshonigernte war auch hier (!) schon herausragend: Kälte und Nässe im Mai führte zur eingeschränkten Betreuung der Honigräume durch die Bienen. Die Folge - Auskristallisation in den Waben:(.


    Normalerweise braucht es keine Heizung. Ich ernte in zwei Etappen - dann verteilt sich das.

    Im FJ-Honig ist immer ein Anteil Raps, also nicht reiner Rapshonig. Damit kann man gut umgehen.

  • Solange der Honig noch wenig Kristalle hat, geht er gut durch die Siebe. Alle anderen Dinge wie Wachskrümel usw. schwimmen ja hauptsächlich oben und setzen so den Siebanteil weiter unten nicht zu. Um an der Oberfläche im Eimer nicht zu viel Wachsreste zu bekommen, reicht das Grobsieb vom Doppelsieb oder ein Küchensieb als "Vorsieb"
    Wenn du also drauf achtest, dass der Honig nicht vor dem Schleudern oder während des Siebens kristallisiert, dann sollte es kein Problem geben.

    Ich schleudere dazu die Waben am Tag der Entnahme oder spätestens am nächsten Tag, aber dann stehen sie bis dahin warm (beheizt) und trocken bis zum Schleudern. Gesiebt wird bei mir direkt vom Auslauf der Schleuder über Grobsieb in den Siebkübel (und von dort aus gehts mit dem Überlauf in die Lagereimer). Auch dafür durfte der Siebkübel nicht zu groß sein, sonst hätte er nicht unter die Schleuder gepasst. Heizung war bisher nicht nötig. Wenn es denn einmal so wäre, würde ich eher für diesen Fall den Honig aus der Schleuder in den Eimer laufen lassen und vom Eimer durch ein beheiztes Sieb (oder den Melitherm) umgießen als dafür einen beheizten Kübel zu kaufen, den ich sonst nicht brauche.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Haltegestell_Spitzsiebe_03.jpg

    Es gibt auch höhenverstellbare Siebhalter mit Eimerauflage aus denen sich mit einem 40 kg Hobbock und zwei Quetschhahnen, Sieb und Heizung ein kleiner beheizbarer Sumpf herstellen lässt. Dieser ist auch zum Auftauen ganz praktisch.

    Bei Bedarf anfragen.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Hallo zusammen,


    danke für eure Antworten.


    Wenn du also drauf achtest, dass der Honig nicht vor dem Schleudern oder während des Siebens kristallisiert, dann sollte es kein Problem geben.

    Ich schleudere dazu die Waben am Tag der Entnahme oder spätestens am nächsten Tag, aber dann stehen sie bis dahin warm (beheizt) und trocken bis zum Schleudern.

    Genau das war 2020 mein Problem. In den Waben war der Rapshonig bereits kristallisiert. Außerdem habe ich nur die Möglichkeit den Honig in einem relativ kalten Raum bis zum Entdeckeln zu lagern. Dem will ich dieses Jahr schon durch eine Elektroheizung und einen Heizlüfter entgegenwirken.

    Auch dafür durfte der Siebkübel nicht zu groß sein, sonst hätte er nicht unter die Schleuder gepasst. Heizung war bisher nicht nötig. Wenn es denn einmal so wäre, würde ich eher für diesen Fall den Honig aus der Schleuder in den Eimer laufen lassen und vom Eimer durch ein beheiztes Sieb (oder den Melitherm) umgießen als dafür einen beheizten Kübel zu kaufen, den ich sonst nicht brauche.

    Mein Siebkübel soll gar nicht unter die Schleuder. Da ich eine Schleuder mit zwei Ausläufen habe, soll mein Setup so aussehen:


    Schleuder -> Eimer -> Abfüllkanne -> Siebkübel -> Eimer ( -> Spitzsieb -> Eimer (falls nötig))


    DIe Abfüllkanne (momentan schon vorhanden) will ich nutzen um den Siebkübel kontinuierlich zu befüllen. Ich habe gelesen, dass das wichtig sein soll, dort nicht stoßweise rein zuschütten.


    Die Heizung im Kübel wäre dann für das Spitzsieb richtig gut, allerdings ist da eine Spitzsiebheizung wohl deutlich günstiger.


    Fast den gleichen Faden gabs schon mal garnicht so lange her

    must du mal suchen siebkübel "rauf und runter"

    Habe ich schon, hat mir aber zur Entscheidungsfindung noch nicht ausgereicht und ich wollte den alten Thread nicht nochmal hochholen ;)

  • Da ich eine Schleuder mit zwei Ausläufen habe, soll mein Setup so aussehen:


    Schleuder -> Eimer -> Abfüllkanne -> Siebkübel -> Eimer ( -> Spitzsieb -> Eimer (falls nötig))


    DIe Abfüllkanne (momentan schon vorhanden) will ich nutzen um den Siebkübel kontinuierlich zu befüllen. Ich habe gelesen, dass das wichtig sein soll, dort nicht stoßweise rein zuschütten

    Kann man so machen - soll das alles ohne Pumpen laufen ? ;)


    Letzter Tip von meiner Seite: Je mehr Komponenten, desto mehr "Fallen".


    Es geht auch schlanker...

  • S.o. - Amape und ich hatten es ja vorgeschlagen...

    Bei uns klappt das bestens (Schleuder - Küchensieb - Siebkübel - Eimer).

    Ah sorry, habe ich etwas übersehen, dass da ja schon was vorgeschlagen wurde.
    Ich denk mir das die Tage nochmal durch.

    Der Vorteil bei der Variante mit dem Kübel unter der Schleuder ist wirklich, dass ich die Eimer nicht heben uns ausleeren brauche. Außerdem spar ich bisschen was an Geld.


    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Schleuder echt extrem schlecht abläuft, wenn nur einer der beiden Auslaufhähne offen ist und zwei Siebkübel sind dann doch etwas zu viel. Weiterhin muss der Auslass der Schleuder ja auch das Sieb treffen. Bei einem 25kg Eimer ist die Zielfläche etwas größer, wenn die Schleuder anfängt zu tanzen.

    Aber weniger heben tut dem Rücken gut :D

  • Zur Erinnerung siehe Beitrag von Drops hier.

    Ich besitze fünf Spitzsiebe, damit kann ich fortlaufend arbeiten. Wichtig ist, dass die Spitzsiebe während des Schleuderns IM Eimer hängen. Danach Zipfel mittig hoch ziehen (die Schnur muss innen liegen!), ggf. passend fixieren und, wenn leer, in den nächsten leeren Eimer hängen, weiter geht es. Für beschränkt große Ernten von einigen Eimern auf einmal vollkommen ausreichend. Ich benötige kein Grobsieb vorneweg. Den Rest des Jahres liegen die Nylonsiebe platt im Regal.


    Grüße von Kikibee

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Inzwischen ist ja etwas Zeit vergangen. Ich überlege immernoch hin und her und ziehe inzwischen auch wieder die Methode von Drops bzw. Kikibee in Erwägung.


    Ein paar Fragen stellen sich mir noch:


    Welche Vorteile hätte denn der 50kg Behälter gegenüber einem 35 kg Behälter? - Der 35 kg hat ja den Vorteil, dass er unter die Schleuder passt und beim Hochheben vor dem Ablassen ca. 15 kg leichter ist.
    Aber sonst? Mehr Siebfläche okay, damit wahrscheinlich länger durchgehend nutzbar als der kleine.

    Aber es dauert ja auch ewig bis, der mal läuft, man muss ja erstmal 50kg Honig haben. Bei kleineren Ständen stell ich mir das schon schwierig vor, sofern man deren Honig einzeln im Eimer haben möchte.


    Andererseits stellt sich mir dir Frage: Passt ein 25 kg Hobbock unter den 32kg Siebbehälter von CFM? Klingt schwierig, bei einer Gesamthöhe von 33 cm und einer Eimerhöhe von 33 cm. Also wahrscheinlich eher nicht. Das heißt ich muss dass Ding aufbocken oder gleich höher stellen (dann muss es zum Schluss nicht mehr gehoben werden), und bin dann wieder bei meinem Ablauf mit dem vielen Eimer umschütten.

    Zu den Spitzsieben:
    Das klignt gut, aber jedes mal wenn ein Eimer voll ist, habe ich die Panscherei, das Sieb aus dem Eimer zu holen und dann entweder zu warten, bis der Honig durchgelaufen ist und man gefahrlos einen leeren Eimer drunter stellen kann oder das Sieb irgendwie in diesem wackelige Holzgestell zu befestigen. Wenns im Holzgestell ist, möchte man dass ja auch in eine Ecke stellen, bei der man nicht anstößt oder so. Das ist in meinem Schleuderraum aus Platzgründen eher nicht möglich. Ich stolper manchmal schon über die Beine der Schleuder...

    In meiner Vorstellung wirkt das nicht so optimal - bitte belehrt mich des besseren wenn es sich bei euch anders verhält.
    Großer Vorteil des dieser Siebweise ist natürlich der Preis.


    Eine Frage habe ich noch zu den Heizungen von CFM: Auf der Internetseite steht, die können auch verwendet werden um kristallinen Honig aufzutauen. Also sozusagen wie ein Melitherm? Hat da jemand Erfahrungen? Ein Melitherm ist ja doch noch etwas anders gebaut als nur die Heizspirale.