Waldstandort, auf was achten?

  • Ich oute mich auch mal als gelernter Nieskyer. :love:

    Sprich doch mal mit dem Bienenbarthel. Der kann dir bestimmt gute Tipps geben. So richtig sandig, trocken und "Kieferig" wird's ja erst ab Nordgrenze Rietschen. Da gibt's im Pusche bloss die Heide, wenn's Wetter passt.

    Viel Erfolg!

  • Guten Morgen, oleeiner!


    Ich kann mich meinen Vorschreibern im Grundsatz nur anschließen: Versuch macht kluch. :wink:


    Und: Versuch macht Spaß ... und Spannung.

    Ist also quasi ein imkerliches Überraschungsei - mit ein wenig Glück ist neben etwas Spielerei auch Süßes drin.


    Ich selber bin über einige Jahre auch in verschiedenst aufgestellte Waldgebiete hier im Kreisgebiet gewandert und habe viel dadurch gelernt.

    Unter Anderem auch, dass auch Kiefern (seltenst) honigen können. Das gibt dann einen dir geschmacklich die Hose ausziehenden, tiefschwarzen und wasserartigen Honig, welcher ewigst flüssig bleibt. Ich selber habe noch ein Glas davon da - es ist min. 10 Jahre alt und noch flüssig. Also er, nicht es. :wink:


    Darüber hinaus sollte es in einem wie von dir beschriebenen Wald doch auch sicherlich Brombeeren im Unterwuchs geben, oder?!

    Wenn davon genug da sind, dann gibt`s einen auch auskristallisiert noch schön orangen, kräftig-würzig schmeckenden Waldblütenhonig.

    In den von mir angewanderten Waldstücken war die Brombeere jedenfalls immer die zuverlässigste Blütentracht.


    Zum konkreten Standort für die Völker ist vielleicht noch zu erwähnen, dass dieser m. E. möglichst windgeschützt und vormittags direktsonnig liegen sollte. So fliegen die Damens früh los und können ggfs. durch den Morgentau angelöste Honigtaue noch mitnehmen.

    Unabhängig davon mögen Bienen weder Zugluft noch Feuchte. Welche ich sommers in einem Kiefernwald mit vermutet sandigem Boden allerdings eh nicht erwarte.


    Viel Erfolg, Spaß und gute Erkenntnisse

    wünscht

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich persönliche schätze einen Waldstandort sehr. Nebst Ungestörtheit bietet ein lichter Wald auch vielfältige und konstante Pollen-/Nektarquellen. Vor allem dann, wenn es ein lichter Wald ist. Eine nennenswerte Trachtlücke kenne ich nicht.


    Jedoch ist die Gefahr von umstürzenden Bäumen nicht zu unterschätzen. Das Risiko Beute/Bienen zu schädigen ist gross. Sei es aufgrund der sporadischen Stürme oder aber auch im Winter (wie z.B. in diesem) aufgrund grosser Schneelast.


    Probiere es aus und sammle deine eigenen Erfahrungen.

    Ich habe auch immer mehrere Völker im Wald stehen und kann die Gefahr von umstürzenden Bäumen nur bestätigen - und ebendiese steigt klimabedingt aktuell von Jahr zu Jahr immer mehr an. Mit einem Stand in Fallweite von Flachwurzlern hätte ich dabei mittlerweile Probleme und würde einen solchen Stand auch nicht mehr wählen. Die Gefahr für die Beuten, die Völker und letztlich auch für die Imkerin oder den Imker ist mir zu groß.


    Je nach Standort erfreut ein Waldstand den Imker oder die Imkerin allerdings mit maximaler Ruhe, Waldgeräuschen beim Imkern, Begegnungen mit Tieren des Waldes...für mich ein ganz wichtiger Grund, um an meinem Waldstand festzuhalten (liegt außerhalb der Fallweite von Flachwurzlern). Und natürlich ist der Honig auch ein anderer, schmeckt anders und sieht anders aus. Inwiefern es da in "meinem" Wald Waldtracht zu holen gibt, weiß ich nicht - das war für mich nie wichtig. Trachtlücken oder eben keine Trachtlücken habe ich auch noch nicht feststellen können. Dies alles wird von Stand zu Stand sehr verschieden sein.


    Meine Empfehlung: Sicheren Waldstand suchen, Aufstell- und Zufahrtberechtigung klären, Jagdpächter informieren, Waldstand korrekt kennzeichnen und dem Veterinäramt melden und dann einfach mit ein paar Völkern ausprobieren.

    Holzbeuten nach AG Magazinimker im Zandermaß (1 oder 2 BR), Carnica

  • Das ist in der Nähe von Niesky in einem Waldstück,

    Stell sie nicht in den Wald, sondern an den Rand. Im Wald kann für Tauhonig von Vorteil sein, aber ansonsten ist das mit den "Waldbewohnern" eine Fehlinterpretation. Die können schon eine ordentliche Portion Sonne/Wärme vertragen, die sie im dichten Wald nicht haben. Auch das (Blüten-)Trachtangebot ist nur in lichten Wäldern oder Brachen mit Pionierplanzen wirklich gut. Ich verbinde Kiefern mit trockenem Sandboden. Der ergibt dann trotz brauchbarem Bewuchs keine sonderlich gute Ernte. Schau, dass die Bienen bequem an gute Trachtpflanzen kommen. Himbeere, Brombeere, Löwenzahn, die Robinien sind gut, Ahorn ist bei manchen im Wald auch zu finden. Honigtautracht von den Nadelbäumen ist bei mindestens 95% der Imker reines Glückspiel. Ohne intensive Suche durch den Imker ist so nur sehr selten der große Gewinn zu erzielen.

  • Hallo zusammen,


    echt Wahsinn wie viele sich hier als ehemaliger Nieskier oder Lausitzer outen :) Danke für die vielen Antworten.

    Ich habe den Standort aufgegeben, da mir die Fahrerei zu viel war, dies waren jeweils einfach 12 Kilometer.

    Naja der Standort liegt nur wenige km von meinem Heimatstand entfernt, gerade genug um sicher wandern zu können. Von daher ist die Fahrzeit für mich kein Problem, da ich sowieso jede Woche an meinem Heimatstand bin.

    Unter Anderem auch, dass auch Kiefern (seltenst) honigen können. Das gibt dann einen dir geschmacklich die Hose ausziehenden, tiefschwarzen und wasserartigen Honig, welcher ewigst flüssig bleibt. Ich selber habe noch ein Glas davon da - es ist min. 10 Jahre alt und noch flüssig. Also er, nicht es.

    Na dann bin ich ja mal gespannt, aber auf so viel Glück hoffe ich nicht. :D

    Darüber hinaus sollte es in einem wie von dir beschriebenen Wald doch auch sicherlich Brombeeren im Unterwuchs geben, oder?!

    Wenn davon genug da sind, dann gibt`s einen auch auskristallisiert noch schön orangen, kräftig-würzig schmeckenden Waldblütenhonig.

    In den von mir angewanderten Waldstücken war die Brombeere jedenfalls immer die zuverlässigste Blütentracht.

    Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht wie das mit dem Unterwuchs aussieht. Ich schau mir das aber morgen oder Samstag mal genauer an. Beim Pilze suchen achtet man hauptsächlich darauf drum herum zu gehen...
    Ich glaub ein paar Brombeerbüsche sind da schon, vor allem an den Waldrändern.
    Weiterhin habe ich grad nochmal auf der Karte geschaut, in einem Kilometer Umkreis sind ein paar Felder, ein paar Wiesen, die erwähnt Siedlung, ein kleiner Fluss, ein Teich, das Akazienwäldchen und neben dem Akazienwäldchen auf jeden Fall viele Brombeerbüsche, zwei oder drei große Brach bzw. Aufforstungsflächen, die erst wenige Jahre alt sind und halt viel Kiefernwald, gemischt mit Fichten und ab und zu auch einigen görßeren Laubbäumen.

    Ich glaub das sollte reichen.

    Zum konkreten Standort für die Völker ist vielleicht noch zu erwähnen, dass dieser m. E. möglichst windgeschützt und vormittags direktsonnig liegen sollte. So fliegen die Damens früh los und können ggfs. durch den Morgentau angelöste Honigtaue noch mitnehmen.

    Ich habe auch immer mehrere Völker im Wald stehen und kann die Gefahr von umstürzenden Bäumen nur bestätigen - und ebendiese steigt klimabedingt aktuell von Jahr zu Jahr immer mehr an. Mit einem Stand in Fallweite von Flachwurzlern hätte ich dabei mittlerweile Probleme und würde einen solchen Stand auch nicht mehr wählen. Die Gefahr für die Beuten, die Völker und letztlich auch für die Imkerin oder den Imker ist mir zu groß.

    Das sind wirklich gute Tipps da werde ich drauf achten.



    Was sagt Ihr zu einem Tarnnetz oder ähnlichem? Ich werd zwar meine Völker nicht an den Waldhauptweg stellen, aber doch irgendwo, wo ich mit dem Auto noch den Honig ernten kann.


    Weiterhin habe ich mich gefragt, ob Wildschweine, die sich an den Beuten scheuern ein Problem sein können? (Fragt bitte nicht woher das kommt, aber ich glaube irgendwo habe ich sowas mal gelesen)

  • Deshalb meinte ich, guck, daß sie stabil dastehen. Tarnnetz ist Quatsch. Verein und Versicherung sind besser.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Was sagt Ihr zu einem Tarnnetz oder ähnlichem? Ich werd zwar meine Völker nicht an den Waldhauptweg stellen, aber doch irgendwo, wo ich mit dem Auto noch den Honig ernten kann.

    rase haben sie mal im Wald aus ner Beute den Honig geklaut, wenn ich mich recht erinnere. Wenn ich Du wäre, würde ich sie in Sichtweite von Leuten an den Waldrand stellen.


    Andererseits kannst Du natürlich auch erstmal an das Gute im Menschen glauben und einfach losmachen. Vielleicht geht's ja ne Weile gut. Wenn der Förster Bescheid weiss, und die Dinger wo stehen, wo er regelmäßig vorbeikommt, hast Du zumindest ne Chance, Bescheid zu bekommen, wenn es Vandalismus gab.


    Tarnnetz wird glaub ich nicht viel helfen. Ich komm ursprünglich auch aus der Lausitz (Kamenz) und bei der Menge an Pilzesammlern gibt es keine Stelle, wo nicht mal jemand vorbeikommt, Tarnnetz oder nicht.


    Oder Du fragst mal herum, ob irgendein Imker ein paar richtig biestige Völker hat, die er loswerden will. :S

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  • Oder Du fragst mal herum, ob irgendein Imker ein paar richtig biestige Völker hat, die er loswerden will.

    Volk nicht, aber ne entsprechenden Königin hätte ich bei Bedarf....

    Wird wahrscheinlich anfang Mai frei. Spezielle "Wachhund" Zucht durch Intensiv Kontrollierte Anpaarung der gemeinsten lokalen Drohnen aus 2 Landkreisen mit einer ursprünglichen Buckfast.

    Vorteil: Gute Völkerentwicklung auch bei Trachtlücken. Die haben immer genug in der Kaserne zum Ausrücken.

    Spotpreis 100€ :D zzgl. MwSt und Versandkosten

  • Moin


    Niesky klingt gut. Da sollten die Wälder genug Abwechslung haben, das da ausreichend reinkommt. Gleichzeitig sind die Böden besser und die Wasserversorgung, da wachsen gern auch immer wieder Linden, Ahorn und Eichen im Bestand, sowie Him- und Brombeeren.

    Wenn deine Bienen bis zu den Fischteichen von Lohsa kommen, könnten Sie noch von den Kirschen naschen, die wir dort gepflanzt haben, auch die Robinien sollten dort sogar ne richtige Tracht hergeben. Dort könnte ich auch nen Standort in einer umzäunten Aufforstung vermitteln, allerdings eher schattig.


    Der Tip mit dem Waldrand und der Morgensonne ist gut, meine stehen auch so, Und ja, umstürzende Bäume können ein Problem werden, hatte vor 2 Jahren Glück, da ist der Baum 5m neben den Beuten eingeschlagen. Kann man aber schlecht vorhersagen, die Bäume stehen 80J gut und plötzlich kommt ne Böe aus der falschen Richtung und dann wars das. Man könnte noch an den Bäumen sehen, wie die Hauptwindrichtung ist (und entsprechend die Beuten geschützter aufstellen), aber da brauchts ein bisschen Erfahrung, vielleicht kann dir der örtliche Förster weiterhelfen.


    Ansonsten, einfach ausprobieren, schief gehen kann da nicht viel.


    Viel Glück, Robert

  • Deshalb meinte ich, guck, daß sie stabil dastehen. Tarnnetz ist Quatsch. Verein und Versicherung sind besser.

    Also plan ich mal lieber einen Spanngurt pro Volk ein und gut ist :) Da werden die am Beutenbock festgezurrt und meine Steine für die Blechdeckel lass ich lieber zu Hause.



    Volk nicht, aber ne entsprechenden Königin hätte ich bei Bedarf....

    Wird wahrscheinlich anfang Mai frei. Spezielle "Wachhund" Zucht durch Intensiv Kontrollierte Anpaarung der gemeinsten lokalen Drohnen aus 2 Landkreisen mit einer ursprünglichen Buckfast.

    Vorteil: Gute Völkerentwicklung auch bei Trachtlücken. Die haben immer genug in der Kaserne zum Ausrücken.

    Ne, Danke. Ich hatte schonmal ein paar Stecher. Will ich eher nicht nochmal haben.

    Niesky klingt gut. Da sollten die Wälder genug Abwechslung haben, das da ausreichend reinkommt. Gleichzeitig sind die Böden besser und die Wasserversorgung, da wachsen gern auch immer wieder Linden, Ahorn und Eichen im Bestand, sowie Him- und Brombeeren.

    Ich war mich heut in dem Wald nochmal umsehen bei einer netten Fahrradtour. Wahnsinn wie betriebsblind man beim Pilze suchen sein kann. Dort wachsen in direkter Nähe (so ca. 100 m) Massen an Brombeeren, Massen an Blaubeeren und der ganze Hauptwaldweg ist auf mehreren Kilometern Länge gesäumt von Robinien im dichten Abstand (Ich dachte eigentlich die wachsen nur in dem anderen Waldstück, aber so kann man sich täuschen).
    Dank meines Vaters ist auch schon mit dem Waldbesitzer gesprochen worden und der "Jagdmensch" weiß schon Bescheid. Ich muss mich nur nochmal an den Förster wenden, dessen Adresse ich auch schon bekommen habe.


    Der Tip mit dem Waldrand und der Morgensonne ist gut, meine stehen auch so, Und ja, umstürzende Bäume können ein Problem werden, hatte vor 2 Jahren Glück, da ist der Baum 5m neben den Beuten eingeschlagen. Kann man aber schlecht vorhersagen, die Bäume stehen 80J gut und plötzlich kommt ne Böe aus der falschen Richtung und dann wars das. Man könnte noch an den Bäumen sehen, wie die Hauptwindrichtung ist (und entsprechend die Beuten geschützter aufstellen), aber da brauchts ein bisschen Erfahrung, vielleicht kann dir der örtliche Förster weiterhelfen.


    Ganz vermeiden lässt sich die Nähe zu Bäumen im Wald wohl nicht. Aber ich habe einen Platz gefunden, der in einer Schonung liegt, umzäunt ist, morgens und mittags Sonne hat und dann ab ca. 12-14 Uhr etwas schattiger sein dürfte. Einziges Manko, der ist noch im möglichen Fallbereich von drei oder vier momentan gesunden Bäumen, aber ein gewisses Risiko muss man im Wald wohl eingehen.

    Zudem müssen schon komische Windverhältnisse herrschen, dass die Bäume in Richtung Bienenstand fallen, aber es gibt ja nichts was es nicht gibt...

  • Bis auf die Blaubeeren, die nicht sonderlich ergiebig sind, hast du noch keine Frühtrachtpflanzen erwähnt. Ich hoffe, da ist was zu holen, und du bist nicht zu früh da hingewandert.