Easy Bee Box

  • da werden DNM 1.0 Rähmchen eingesetzt und der Deckel ist verschraubt.

    Deckel angeschraubt ?????

    Ich hab's auch gehört im Video und sag's jetzt mal ganz deutlich:

    Wer so etwas ausdenkt/entwickelt, hat in meinen Augen von Bienenhaltung keine Ahnung.

    Mir kommt es so vor. als hätten die Jungs es nicht nötig gehabt eine Imkerschule zu besuchen oder sich einen Imkerpaten zu suchen. Beim 'Mitlaufen' bei einem Paten/in, wären die Jungs mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf gekommen, dass eine Verschraubung des Deckels in der täglichen Imkerpraxis vor Ort - irgendwo auf'm Acker - ein echter Blödsinn ist.


    Mir erscheit die Ganze Sache so langsam wie eine zuvor ausgedachte und entwickelte Show/Veranstaltung des Senders, um die Einschaltraten des Senders zu erhöhen.

    Das jetzt den beiden Jungs einen ordentlichen Gegenwind bekommen, geschieht ihnen recht.

    Jonas

  • Es gibt mittlerweile auch Angebote Mietbienen für den Gartenfreund. Vor kurzem einen Bericht über das Mittelrheintal gehört, da wird es angeboten.

    nach so etwas werde ich auch des öfteren gefragt, da ist die Erwartung aber immer, ein dass man das kostenlos macht. Lehne ich mittlerweile in freundlichen aber bestimmten Worten ab, weil es einfach völlig ineffizient ist. Für die Gärten und die umliegende Bestäubung wäre es sicherlich schön, da kommen meine Bienen aber auch so hin. Nur ich müsste dann an verschiedenen Tagen fünf bis zehn Beuten ohne freien Zugang abklappern, alles mit viel Zeit und Spritkosten verbunden.


    Mich ärgert, auch nach dem Update, vor allem die Rolle die sie den Imkern zu denken. Völker liefern, beraten, unterstützen, und sie machen die Kohle, und die Imker, die das - aus sehr guten Gründen- nicht befürworten sind "reaktionäre blöde verbohrte Säcke, die ihre Bienen nur auf maximalen Honigertrag quälen, und kein Interesse an Natur und Tieren haben"...

    Stell dir vor, du kaufst dir eine Heizungsanlage, die wird dir einfach nur an den Straßenrand gestellt. Der Transport in den Keller, das Anschließen, der Betrieb, die Abnahme durch den Schornsteinfeger, die TÜV-Abnahme soll dir der Heizungsbauer vor Ort kostenlos machen, denn der ist ja vom Fach...=O=O=O=O=O=O=OX/X/

    Und der mag ja Heizungen und hat ein Interesse daran, dass es bei dir gut läuft... je mehr man darüber nachdenkt, desto eher sollten solche Konzepte, Leute in eine Tierhaltung zu drängen, die von nichts eine Ahnung haben eigentlich verboten werden.

    Und auch, wenn ich persönlich als Imker eine "natürliche Bereitschaft" habe, mich um herrenlose Bienenschwärme oder in Not geratene Völker zu kümmern, frage ich mich was ich mit dem Geschäftsmodell der Firma zu tun habe. Für Herrn Maschmeyer und Konsorten würde ich auch gegen Geld nicht arbeiten. Haarsträubend!!!!

  • Guten Morgen.

    Deckel angeschraubt ?????

    Ohne Schrauben, könnte man direkt in das Brutnest gelangen, ohne die Honigräume abnehmen zu müssen......Aber das "Einfach", steht wohl eher nur im Namen, und ist für die Praxis nicht vorgesehen.


    Zu diesem Kasten, kann ich nur sagen:


    Warum denn Einfach, wenn es kompliziert auch geht!!!


    Lg Sulz.

  • Es gibt mittlerweile auch Angebote Mietbienen für den Gartenfreund. Vor kurzem einen Bericht über das Mittelrheintal gehört, da wird es angeboten.

    nach so etwas werde ich auch des öfteren gefragt, da ist die Erwartung aber immer, ein dass man das kostenlos macht. Lehne ich mittlerweile in freundlichen aber bestimmten Worten ab, weil es einfach völlig ineffizient ist.

    Der Kollege aus dem Radiobeitrag macht das nicht umsonst. Bezahlung zwischen 100-300 €, jährlich glaube ich zu erinnern, je nach dem, ob mit oder ohne Honig.


    Zu den anderen Ausführungen, ich kenne das Sendungsformat nicht und hab nur ins Rigotti Video reingeguckt. Es sind junge Leute, davon studiert einer BWL... Das ist die Ursache für den ganzen Driss.8o

  • Und einer davon ist laut dem Vorstellungsvideo aus der Sendung selbst konventionell "unterrichteter" Imker, wenn auch erst seit wenigen Jahren... Der Dritte im Bunde ist selbständiger Tischler laut unserem Zeitungsbericht... Alle drei stammen aus dem Heidekreis um Soltau/Walsrode/Fallingbostel. Das kommt also nicht als reine externe Geschäftsidee aus der Luft gegriffen oder aus heiterem Himmel zugeflogen, sondern "aus der Imkerei" selbst... :/

  • Wer so etwas ausdenkt/entwickelt, hat in meinen Augen von Bienenhaltung keine Ahnung.


    Mir erscheit die Ganze Sache so langsam wie eine zuvor ausgedachte und entwickelte Show/Veranstaltung des Senders,

    Das Rigotti Video dazu ist schon deutlich älter und angeblich imkert einer der beiden seit vielen Jahren. Ich glaube eher, die wissen ganz genau über die Mängel ihrer Kiste Bescheid, wollen aber auf Biegen und Brechen etwas eigenes vermarkten.

    Wenn die sich mit diesem Vermarktungstalent ein vernünftiges Produkt suchen würden, könnte noch was aus ihnen werden, aber ich fürchte dafür sind die zu unehrlich.
    Bei „easy bedeutet nicht einfach“ hab ich übrigens aufgehört zu lesen, Frechheit.

  • Wenn wir die Rähmchen im BR quer reinhängen, den HR genausogroß hintendranhängen und den Zauberereinschub in der Größe anpassen, haben wir dann nicht eine Trogbeute?

    Fehlt nur noch das kleine Schild auf den beiden Deckeln:

    Bist Du Imker - hier öffnen.

    Bist Du fehlgeleiteter Gutmensch - Finger weg.

    Wie kann ich mich bei den Löwen bewerben? Und was mach ich bloß mit dem vielen Geld?


    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Der Kollege aus dem Radiobeitrag macht das nicht umsonst. Bezahlung zwischen 100-300 €, jährlich glaube ich zu erinnern, je nach dem, ob mit oder ohne Honig.

    300 Euro im Jahr finde ich aber immer noch sehr wenig. Für ein Volk irgendwo hin fahren ist ja das eine, aber das dürfte ja noch aufwendiger werden, weil der Gartenfreund vermutlich mit schauen will. Ist ja auch verständlich und anderen Menschen die Bienen zu zeigen macht ja auch Spaß aber so wird aus der kurzen Schwarmkontrolle schnell ein 2-Stunden-Plausch.


    Wenn man nach Bienen mieten googelt findet man Preise von 180 bis 200 Euro pro Monat und Volk. Das klingt schon wieder besser für den Imker. Aber für den Gartenfreund sind 2400 Euro im Jahr für ein Volk halt nicht wirklich bezahlbar.

  • Wie jetzt, die unterhalten sich mit mir und ich bekomme noch Geld dafür, ist ja klasse.

    Spaß beiseite, wie oft muß ich da im Jahr hin mit einem zweiten Imkeranzug?

    Kann ich an einem Sonntagvormittag drei oder vier Kunden abfahren und muß ich da wirklich einmal die Woche hin?

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Oder 10 Jahre Urlaub in Frankreich zusammen mit einer Dadantbeute, die ich dann mal in die Kirschblüte bei Villedieu stelle, dann mal zwischen die Kastanienbäume an der Ardèche, bei Sault in die Lawendelfelder und schließlich an ein Sonnenblumenfeld bei Arles. Danach geht’s in die Camargue zu Steffi auf ein deftiges Stiergulasch mit Stiersalami als Vorspeise und einem wunderbaren Pommetörtchen und Espresso für danach, begleitet von einem rosa Vin de sable aus der Region. Oh Mann, ich habe Entzug.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Also ich hab seit 2013 neben 20 bis 30 Magazinbeuten (Zander und Zander 1,5) auch einige Bienenkisten betreut. Die Easy Bee Box ist ja eigentlich von der Funktionsweise nichts anderes nur alter Wein in neuen Schläuchen nur ein wenig aufgepimpt (wobei sich der Boden nicht für die Winterbehandlung öffnen lässt). Mit Kenntnissen und Interesse lässt sich das trotzdem seitens des Bienenbetreuers ( ist m.E. nicht imkern) schon einigermaßen managen.


    Bei der Bienenkiste gabs z.B. hier in der Region erstklassig betreute monatliche Stammtische auf denen alle Themen und Fragen geklärt wurden mit konsequenter gegenseitiger Unterstützung (auch vor Ort), gemeinsamen Bestellungen, Besuchen, Aktionen, Ausflügen, Schwarmbörse, Winterbehandlungen Gegenseitigem auf die Finger schauen etc. etc. Die Überwinterungsquoten der Anwesenden lagen bei 90 % bis 95 %. Das ist aus meiner Sicht keine so schlechte Sache, man bekommt neue Sichtweisen und Offenheit, denn viele Imker sind ja schon recht engstirnig und heiligen nur ihre eigene Philosophie. Auch andere Konzepte haben ihre Daseinsberechtigung, wenn von vorne bis hinten allen wichtigen Aspekten Rechnung getragen wird. Obwohl mir die BK aufgrund des schlechten Wärmehaushalts und der Notwendigkeit von Ameisensäure zur Sommer-Behandlung mittlerweile nicht mehr wirklich gut gefällt...


    Will sagen: Es kommt immer darauf an, wer neben bzw. hinter der Kiste bzw. Box steht, wie er an das Thema herangeführt und betreut wurde und mit welcher Motivation und welchem Selbstverpflichtung an die Sache herangegangen wird. Und hier ist bei dieser Easy Box das Problem. Die Leute werden nicht durch erfahrene Imker mit Workshops und langfristiger Betreuung herangeführt sondern sollen sich nach einer Marketingsendung im Trash TV im Baumarkt quasi als Impulskauf so ein Teil in den Garten stellen. Statt einem Gartenteich oder Vogelhäuschen jetzt halt als neues Feature eine Bienen Easy Box.


    Es gibt wahrscheinlich schon Tutorials etc. auf Youtube und es wird auch einen kleinen Teil geben (vielleicht 20 %?), der sich auch länger ernsthaft damit auseinandersetzt. Winterbehandlung wäre ja theoretisch z.B. durch einen Imker mit Ox Verdampfung möglich aber das ist ja noch nicht zugelassen...


    Der Großteil der Leute die Bienen einfach toll finden und haben wollen wird früher oder später jedoch an einen Punkt kommen wo entweder Überforderung, nachlassendes Interesse oder Frustration über Negativentwicklungen die Anfangseuphorie der eigenen Bienen nach 1-2 Saisons in einem Scherbenhaufen beenden werden. Für diese Bienen kann es einem Leid tun. Und für die Imker die Schwärme einfangen müssen und mit evt. mehr Varroabelastung durch zufliegende Easy Box Bienen aus siechenden Völkern kämpfen müssen...



    die Easy Box ist halt eine logische Blüte die das "Rettet die Bienen" Fieber treibt. Den Jungs kann man deshalb m.E. nur den Vorwurf machen sich in dieses TV Format gestellt zu haben.... Die sind natürlich von ihrer Entwicklung begeistert und können damit umgehen (auch wenn erst seit wenigen Saisons getestet) aber können wahrscheinlich gar nicht absehen was am Ende dabei rauskommt und welchen Bärendienst sie den Bienen und anderen Imkern aufgrund des falschen Publikums hier erwiesen haben. Die Geister die sie dadurch riefen werden sie so schnell nicht mehr loswerden...

  • Der Kollege aus dem Radiobeitrag macht das nicht umsonst. Bezahlung zwischen 100-300 €, jährlich glaube ich zu erinnern, je nach dem, ob mit oder ohne Honig.

    Wenn man nach Bienen mieten googelt findet man Preise von 180 bis 200 Euro pro Monat und Volk. Das klingt schon wieder besser für den Imker. Aber für den Gartenfreund sind 2400 Euro im Jahr für ein Volk halt nicht wirklich bezahlbar.

    Das Letztgenannte ist eine realistische Größenordnung, z.B. für Firmen. Aber selbst dort fehlt die Bereitschaft, das zu zahlen. Da stellen sich die Meisten vor, der Imkerling bringt die Völker, managt diese über die Saison - Erklärungen für interessierte Mitarbeiterlinge in der Mittagspause inklusive, erntet den Honig (kann man da mitmachen ?") und verteilt den dann in der Firma. Umsonst versteht sich; denn steht ja alles auf dem Firmengelände.


    Der "Gartenfreund" stellt sich das ähnlich vor - allerdings ohne einen finanziellen Beitrag.


    Imkerlinge werden meist als verschrobene Eigenbrötler eingestuft, denen man auch mal den Zugang zu Sozialkontakten gewähren möchte - quasi als Hilfeleistung wofür sie doch mal den Honig hergeben können, den sie den Bienen abgepresst haben.;)