Einfüttern mit Futtereimer oder Futterzarge?

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    bisy schrieb:

    Hallo, alle Miteinander,
    Hallo, Franz Xaver,


    da ist, wie immer, der gleiche Faktor, der meine Galle aufsteigen lässt.
    Von den Bienen wird Höchstleistung erwartete, der Honig soll gut und reichlich sein.
    Ich wünsche Euch, viele gesunde Bienen


    Margret


    Hallo Margret,
    bist wieder ma gut drauf :lol: . In Bayern würde man sagen: De is heit mitm foilschn hax ausm bett aussa.

  • Hallo Magret, unsere Kollegen in Spanien haben ein Sprichwort, das Bienen Benzin kosten. :wink: V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Bisy und alle Mitleser ,
    Wenn ich auf einer Wiese 40 Völker aufstellen möchte und pro Volk ein Glas Tannenhonig bezahlen soll entspricht das bei meinem Verkaufspreis von 6,30 € einem Wert von 252 € .
    Der Förster ist aber mit 5 Gläsern zufrieden.
    Du würdest jetzt also zum Bauer gehen und lieber 40 Gläser bezahlen ? :o
    Da würde ich den Honig eher bei den Bienen lassen.


    Der Trachtmelder hat sein Band übrigens jetzt tatsächlich neu besprochen und ist sogar etwas informativer geworden. Liest sicher im Forum nach.
    Gruss, Hermann

  • Hallo,


    Wenn ich lese das Apiinvert keine Räuberei auslöst, der schreibt im eigentlichen Sinn Müll.
    Egal in welcher Form Zuckerwasser ist immer besteht die Gefahr das Räuberei ausgelöst wird.
    Ich kenn Apiinvert sehr gut und weiß wie es ist, ich will meine Völker einer langsamen Fütterung unterziehen und nicht das Brutnest zu Bomben mit Futter das die Bienen keine Brut mehr machen können.
    Mir brauch keiner was erzählen in Sachen Apiinvert ,ich sehe das oft genug bei anderen Imker die jedes mal Nachfüttern müssen ,oder im Frühjahr die Völker kein Futter mehr hatten.
    Ein Eimer Apiinvert ist im Durchschnitt einfach zu wenig für ein Volk, diese Tatsache ist immer so gewesen wenn das Volk von Anfang an wenig eigen Futter hat.
    Apiinvert ist für eine frühe Winterauffütterung völlig ungeeignet, beim letzten Stammtisch hat mich eine Imkerin gefragt warum ihre Bienen tot sind, darauf fragte ich mit was Sie gefüttert hat. Sie sagte das sie mit Apiinvert verfüttert habe und das zu früh darauf hin konnten die Bienen keine Winterbienen erzeugen und im Frühjahr so schwach das nur eine Hand voll in dem Volk war.
    Wenn das Futter nicht flüssig wäre dann ist auch kein Wasser drin.
    Der Zucker muss ja mit was gelöst werden sonst wer Apiinvert nicht flüssig, also bezahlt man das Wasser einfach mit. Wenn das nicht logisch ist dann weiß ich selbst nicht.
    Nach meiner Erfahrung sind die Vorteile mit einer Zarge Überwinterung genug.
    Aber den Unterschied hab ich oft gesehen wenn Völker auf zwei Zargen waren das in der unteren Zarge meist nichts los war, und die Königin in der oberen Zarge ein Brutnest angelegt hat.
    Bei Völkern mit einer Zarge hatte ich bis jetzt immer den Honigraum früher aufgesetzt, wo aber bei zwei Zargen meist die Kisten nicht voll waren.
    Man bedenke eins dass meine Gegend sehr mild ist und alles um einige Wochen früher anfängt.
    Wenn ich geizig wäre mit dem Futter hätte ich bestimmt keine Ableger die 5-6 Brutwaben haben und vor Bienen nur platzen.
    Ich bin ein praktischer Imker der das geschriebene auch in die Wirklichkeit umsetzt.
    Man bedenke was manche Leute für fragen stellen und von Bienen so gut wie keine Ahnung haben, und man solche Leute noch im Imkerverein hat, den jedes Jahr fast alle Völker eingehen weil diese sich nicht richtig um die Bienen kümmern und Ratschläge von anderen nicht annehmen.
    Ich habe mit 7 Jahren mit der Imkerei angefangen und weiß wie man mit Bienen umgeht und arbeitet.
    Habe guten Kontakt zu Berufsimkern die mit ca. 400 Völkern arbeiten und ich selbst 20 Völker habe + 45 Völkern mit einem Imkerfreund bearbeite, und dann noch eine eigene Zuchtstation mit Reservehaltung von Königinnen. :D


    Gruß Michael

  • Hallo Hermann,


    dass du hier in dem Forum bist finde ich sehr interessant, du kennst mich bestimmt noch.
    Besuch mal meine Webseite dann fällt es dir bestimmt wieder ein. :D
    Den Bauer 250 Euro in den Rachen werfen wird ich eigentlich gesagt auch nicht machen und das noch mit Tannenhonig den es auch nicht jedes Jahr gibt.


    Gruß Michael

  • Hallo, Michael2,
    nach meiner ganz persönlichen Meinung liegst du nicht ganz richtig mit deinen Äußerungen...


    Wenn du mit dem Futter rumkleckerst, löst du immer Räuberei aus, aber normalerweise ist die Gefahr ohne Kleckern bei den Fertigfuttern insgesamt geringer.
    Ein Eimer Ambrosia oder Apiinvert ist in fast jedem Fall zuwenig, aber das hängt hauptsächlich vom Zeitpunkt ab und ob ich auch den Brutraum honigmäßig ausgeraubt habe oder nicht!
    Wenn ich jetzt einen Eimer reinschütte und mich erst im Frühjahr wieder kümmere, werden die Bienen vermutlich nicht überleben.
    Gebe ich erst Ende September die Schlußfütterung, und wiege die Beuten vorher, wird es meistens wunderbar klappen.


    Die Fertigfutter haben einen Trockenmassegehalt von 84%, sowas kriegst du mit eigenem Futter nicht hin. Es würde innerhalb von Stunden kandieren und betonhart werden. So viel Wasser bezahlst du also gar nicht mit.


    Wenn die Bienen auf 2 Zargen überwintert haben und nur in der oberen Brut ist, warum tauschst du sie dann nicht einfach? Bzw., ich nehme die untere mit den Altwaben grundsätzlich weg und setze eine frische auf. Allerdings warte ich immer, bis der Polleneintrag richtig läuft, weil sie sonst zuviel Eiweiß verlieren.
    Außerdem, wenn du dir mal die Mühe gemacht hast, Werner Schundaus Buch zu lesen, der setzt noch eine dritte Zarge zum Überwintern unter, damit sie nicht so nah am kalten Boden sitzen. Und er hat recht.
    Ich habe dieses Frühjahr bei allen einen dritten Brutraum(DN) geben müssen, weil es sonst einfach zu eng geworden wäre, und die Königin soviel legen soll, wie sie will. Das führte dann zu den "Wolkenkratzern", als auch noch die Honigräume draufkamen.


    Zitat

    Man bedenke was manche Leute für fragen stellen und von Bienen so gut wie keine Ahnung haben, und man solche Leute noch im Imkerverein hat, den jedes Jahr fast alle Völker eingehen weil diese sich nicht richtig um die Bienen kümmern und Ratschläge von anderen nicht annehmen.


    Ist dir eigentlich klar, was du da sagst??? :evil:
    Wir empfehlen hier jedem Anfänger, in einen Verein zu gehen, damit er Fragen stellen und was lernen kann; aber wenn du schon die Fragen als Zumutung empfindest, wie sollen sie dann was lernen?
    Keiner von uns allen ist im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit, und wirklich lernen tut man nur aus seinen eigenen Fehlern (sorry für dieses Deutsch), aber du führst dich auf, als hättest du von Anfang an alles richtig gemacht...
    Leute wie du sind es, die die den Anfängern den Spaß verderben und aus den Vereinen wieder heraustreiben, weil sie eben nicht sklavisch nach Anweisung arbeiten, sondern ihre eigenen Erfahrungen machen wollen.
    Wenn es in deinem Verein drei oder vier wie dich gibt, und alle mit diesem Absolutheitsanspruch einen armen Anfänger bearbeiten, auf wen soll er denn dann hören? Im Zweifel wird er die Sache ganz drangeben oder auf eigene Faust und mit viel Mühe allein weiterwursteln...


    Das kann nicht in unserem Interesse sein! Es gibt keine dummen Fragen, nur saudämliche Antworten!

    Sich um Anfänger zu kümmern, bedeutet NICHT, ihnen die eigene Betriebsweise aufzuzwingen, sondern ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden zu erläutern und sie letztendlich ihre eigene Wahl treffen zu lassen.
    Und wenn es in unseren Augen hundertmal idiotisch zu sein scheint, - laßt sie machen! Unsere Aufgabe dabei ist es, sie im Fall der Fälle aufzufangen, ihnen zu erklären, warum was nicht funktioniert und ihnen zu helfen, denselben Fehler nicht nochmal zu machen. Und wem das zuviel ist, sollte sich gar nicht erst um dieses Thema kümmern!


    Jeder von uns macht Fehler :oops: , auch nach zig Jahren noch, und wer das Gegenteil behauptet, lügt! Es mögen mit mehr Erfahrung kleinere Fehler werden, die nicht gleich zur Katastrophe führen, sondern nur ärgerlich sind, aber wir alle lernen jedes Jahr dazu und das ist auch gut so.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo, alle Miteinander,
    Hallo, Michael2,


    zuerst einmal Willkommen zurück, Sabi( e )ne!
    Ich schließe mich, Deiner ganz persönlichen Meinung an!


    Was mir, lieber Michael2, bei Deinen Beiträgen auffällt, ist das nichts und niemand gut genug ist für Dich.
    Das Meiste, und das ist alles was nicht von Dir kommt, ist zweitklassig.
    Wenn ich mir vorstelle, ich wäre mit Dir in einem Verein, wäre ich die Jenige, die, obwohl nicht auf den Mund gefallen, keine Frage hätte oder Aussage machen würde, weil ich Angst hätte, von Dir und deinem allumfassenden Besserwissen, zerrissen zu werden.
    Mich würde die Meinung Deiner Vereinskollegen interessieren, oder bist Du, gar, nicht in einem Verein?
    Mein Imkerpate, und das weiß ich heute zu schätzen, hat mir sein Wissen vermittelt, mit dem Wissen und der Weisheit, dass ich meine Fehler selbst machen muss.
    In seinem Bienenwagen hängt ein Spruch der sehr gut zu diesem Thema passt,
    „Der Mensch muss nicht lernen wie man isst, jedoch wie Essen zubereitet wird„
    Ich benutzte Ambrosia/Apiinvert im 16- oder 28kg Cubitainer solange ich Imkere, und ich bei meinem Imkerpaten gesehen habe was für eine Arbeit und Kleckerei das Selbstanrühren und Einfüttern ist. Ich habe beim ersten Mal den 16kg Cubitainer in einer Leerzarge aufgesetzt, es gab oder gibt extra Steigrohre dafür, den Schweinkram mit dem angekitteten Karton und den toten verklebten Bienen muss man sich wirklich nicht antun.
    Seitdem benutze ich Futterzargen 10 u.15 Liter Inhalt die werden dann jeweils einmal aufgefüllt und von den Bienen sauber hinterlassen, ohne tote Bienen, ohne das ein Tropfen daneben läuft.
    Und wenn nachgefüttert werden muss, kann ich das jederzeit.
    Kam allerdings noch nie vor, eher war es zuviel.
    Dieses Jahr habe ich mir einen 500l Tank füllen lassen und für meinen Waldstand, die 16kg Cubitainer vom letzten Jahr aufgefüllt.
    Selbstverständlich kann jeder es halten wie er will!
    Im letzten Jahr konnte mein Imkerpate, wegen einer Erkrankung, seine Bienen nicht auffüttern, also übernahm ich es, mit Ambrosia und meinen Futterzargen.
    Dieses Jahr füttert er wieder selbst, mit Zuckerlösung nach seinem Rezept, und seinen alten Futtereimern.
    Für ihn ist es eine Prozedur die ihm heilig ist und sein Imkerjahr abschließt, wie die fünfzig Jahre vorher.
    Und er kauft den Zucker kiloweise, und schafft ihn mit seinem Fahrrad nach Hause, er lässt sich nicht helfen, der alte Sturkopf?
    Ich habe von ihm noch nie ein böses Wort über den neumodischen Kram gehört, wenn er es einmal brauchen sollte, Selbstverständlich,
    nur wegen seiner Krankheit!
    Nun Michael2, für mich wäre es schöner wenn ich von Deiner Erfahrung lernen könnte, aber akzeptiere auch wenn ich dann, das daraus Mache, was ich für Richtig halte, denn dafür ist dieses Forum da.


    Ich wünsche Euch, viele gesunde Bienen


    Margret

  • Hallo.
    Das interessante an diesem Forum ist sicher, mit sehr unterschiedlichen Menschen, aus sehr unterschiedlichen Gegenden, mit sehr unterschiedlichen Betriebseisen kommunizieren zu können
    Vergleiche zwischen Volksstärken und Honigerträge anzustellen, ohne die örtlichen Vorraussetzungen zu berücksichtigen, kann zu unsachgerechten Schlüssen führen.
    Ich habe schon oft Völker auf drei Räumen eingewintert da sie den Platz einfach benötigten. Man soll doch die Völker nicht zusammenquetschen.
    Ich kann mir aber auch Standorte vorstellen, wo es in manchen Jahren schon ab Juli weder Nektar noch Pollen ausreichend gibt.
    Manche Orte sind auch mit Bienenvölkern überbesetzt.
    Dann sind die Völker einfach schwächer und ein Raum zum überwintern reicht vielleicht aus.
    Optimale Völker sind das aber nicht. Da ist es besser wie Lothar sagt Benzin einzusetzen (wandern).
    Sorry Michael 2 aber vielleicht hast du bei deinen Völkern den Hantelindex nicht optimal vermessen? :lol::lol:
    Gruß an alle,Hermann

  • mehl07 schrieb:

    Hallo.
    Vergleiche zwischen Volksstärken und Honigerträge anzustellen, ohne die örtlichen Vorraussetzungen zu berücksichtigen, kann zu unsachgerechten Schlüssen führen.


    Hallo Miteinder,
    ich wohne am Eingang des by. Waldes und unsere Lage kann man nicht gerade als Weinbaugebiet in Punkto Klima einstufen, aber ein Buckfastvolk auf eine Zarge zusammen zupferchen, da bräuchte ich eine Presse.
    Einfütterungsmäßig reichen bei meinen einzargigen Jungvölkern 15 ltr. Zuckerwasser ist knappe 13 kg als Winterfutter oder oder 14 kg Apiinfert , das sind ca 7 Waben voll Futter, mehr geht nicht, da meistens noch Resthonig im Volk ist und das Volk im Winter auch noch leere Waben zum Überwintern haben muß, natürlich wird das Apiinfert so spät als möglich gefüttert. Meine Imkerkollegen in der Nachbarschaft, die in Trogbeuten imkern, füttern höchstens 10 - 12 ltr mit ihren Glasballons, denen ist noch nie ein Volk verhungert. Mir ist es immer etwas peinlich, wenn wie jetzt wieder, bei der gemeinsamen Bestellung, ich das dreifache ihrer finanziellen Ausgaben habe, denn meine Wirtschaftsvolker auf zwei Zargen bekommen 1 1/2 Eimer Apiinfert, das Buckfast Volk mindestens 2 Eimer. Aber sie haben es sich heuer redlich verdient!

  • urmel schrieb:

    Hallo Franz Xaver,
    ich habe auch teilweise Trogbeuten, wie Deine Kollegen, und füttere dieses Jahr zum ersten mal ein.
    Kannst Du mir bitte kurz erklären, wieso die Trogbeuten weniger Zucker brauchen???
    liebe grüße
    urmel


    Hallo urmel,
    den Unterschied macht nicht die Trogbeute aus, sondern dass meine Bienen im Freien auf offenen Gitterboden überwintern und meine Trogbeuten imkernden Nachbarn ihre Bienen im Bienenhaus unter dicken Decken verpackt überwintern.

  • Hallo Franz Xaver,


    wieviele von den Futterzargen hast Du, die in Deinem Schuppen vergammeln und was willst Du dafür haben? Ich müßte sonst noch neue kaufen und wenn Du sie eh nicht nimmst... :lol:
    Also ganz im Ernst! Wenn Du sie abgeben würdest und es die Version ohne Schwimmer (also die mit Klettergitter) ist, hätt' ich die gern.
    Ich verfüttere in den Futterzargen übrigens auch nur Invertzucker und löse nichts mehr auf. (Wiederbefüllung von Gebinden aus den Vorjahren, ohne auszuspülen, verdirbt ja wirklich nicht)
    Manchmal (wenn es sehr sehr trocken ist und es an der Tränke eng wird) gieße ich etwas Wasser in das Futter. Ich rühre aber nicht um, so daß unterschiedliche Konzentrationen am Gitter sind. Ich schütte das Wasser so mit etwas Schwung auf das Futter, damit sich kein Wasserfilm auf dem Futter bildet. Manchmal nehmen die Bienen dann lieber das Wasser und das "dünnere" Futter ab.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder