Radschleuder Sturm / Imkereizentrale Görlitz für DNM Flach

  • Innen drin nicht wischen, weil jeder Wischlappen dreckiger ist als viel klares Wasser. Jedenfalls nicht als letzten Schritt. Außen dran kann man natürlich wischen, schon für die Optik oder um Überschwemmungen zu vermeiden.

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.

  • Nein, es geht mir um das Wischen. Egal ob aussen oder innen. Wir waschen Geschirr ab, wir waschen das Auto, wir waschen uns. Setz da jetzt jedes mal wischen ein, und Du weisst was für ein Ergebnis dabei raus kommt.


    Schmutz mit Wasser lösen, mit nassem Lappen, Bürste abnehmen, und dann mit klarem eventuell heissem Wasser abspülen. Das ist der niedrigste Keimstatus, den wir ohne Desinfektion erreichen können.

    Alles was danach kommt, abtrocknen, Druckluft usw, erhöht wieder die Keimzahl.


    Bei Honig ist gut gereinigt genug. Honig ist kein guter Nährboden für die meisten Keime.

    Dreck ist nicht unbedingt schlimm für den Honig, man bedenke den Weg des Nektars, aber wenn der Dreck in unserer Bearbeitungslinie liegt, ist es ekelig. Ekelig wollen wir nicht und wäre für den Veterinär ein Grund zur Beanstandung.

    Als Fleischermeister ist oben beschriebener Reinigungsweg für eine Fleischerei nicht für alle Anwendungen ausreichend. Da kommt eine Desinfektion hinterher und man muss für eine zügige Abtrocknung sorgen. Lappen, Bürsten sind Keimschleudern und müssen in kurzen Abständen ausgetauscht, gereinigt und desinfiziert werden.


    Übertriebene Hygiene bringt in einer Metzgerei Produktvorteile, in der Imkerei nicht.


    Gruss

    Ulrich

  • Wie ist denn die Verarbeitungsqualität der in den letzten Jahren produzierten Schleudern? Können da „Neubesitzer“ was zu sagen?


    Gibt es beim Schleudern mehr Manscherei als bei anderen Schleudertypen (Stichwort: am besten im durchgefliesten Raum arbeiten)


    Grüße

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • meine ist noch von der Imkerzentrale Görlitz, also so nicht mehr bestellbar, aber ich bin mit der Quailtät zufrieden.


    Zur Sauerei: bei mir wird der Boden beim Schleudern nur beim Einfüllen der Waben vollgetropft, wenn ich die entdeckelten Waben vom Entdeckelungplatz in die Schleuder hebe. Aus der Schleuder tropft nichts daneben, wenn ich den Deckeln zum entnehmen oder einfüllen öffne.
    Die Rähmchen sind noch leicht honigfeucht an den Oberträgern, weil der Honig ja beim Schleudern darüber läuft. Die waren bei den Selbstwendern viel trockener, wenn man die Rähmchen entnommen hat. Es tropft natürlich nicht, aber macht halt auch honigfeuchte Hände beim Waben entnehmen.
    Zum Putzen fülle ich immer Wasser ein und lass die Schleuder laufen. Da quillt am Deckel bei der Fuge zwischen Deckel und festem Teil im Lauf der Zeit eine kleine Menge Wasser raus, wenn es innen hin spritzt. Da muss man dann mit einem Tuch drüber wischen oder akzeptieren, dass es auf den Boden tropft. Honig tropft mir da keiner raus, der ist wohl zu zäh dafür.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Wie angekündigt war ich heute bei der Firma Grabes Metall OHG in Oderwitz und habe mir die Radschleuder und die Firma angesehen und dabei ein bisschen mit Herrn Grabes geredet.


    Die Firma baut die Radschleudern (und auch andere Teile, wie z.B. die Radialkörbe vom Sturm) sowohl im Eigenvertrieb, als auch für Sturm im Südharz.


    Leider ist die Auftragslage bei den Radschleudern nicht so gut, weswegen sich Herr Grabes am liebsten davon trennen möchte. Für Ihn macht es auch keinen Sinn einzelne Schleudern zu fertigen, sondern er meinte so ab 4 bis 5 wäre es okay.


    Die Teile für die Radschleuder sind alle Laser geschnitten, das heißt die haben vom Herstellungsprozess her schon sehr rechtwinklige Kanten, einen spürbaren Grat konnte ich jedoch nicht feststellen. Auch die Finger habe ich mir daran nicht aufgeschnitten.
    Der "Kessel" derSchleuder ist aus drei Blechen gefertigt, bei denen die beiden runden Seiten des Zylinders nach außen auf die flache gewölbte Seite umgebürtelt wurden.

    Gegenüber den Bildern gibt es einige Neuerungen: So wurde zum Beispiel ein neuer Sicherheitsschalter eingebaut und über den Motor wurde ein Edelstahlblech angebracht, was abtropfenden Honig beim Be- oder Entladen vom Motor fernhält.

    Preistechnisch bewegt sich dieses Gerät bei um die 3000 Euro, wobei der Preis auch maßgeblich vom Edelstahlpreis abhängig ist. Ich empfand das ehrlich gesagt als fairen Preis auch wenn es teuer ist, da jede Schleuder von Herrn Grabes und seinem Team in Eigenarbeit sozusagen als Unikat gebaut wird.


    Leider ist die Firma mit anderen Aufträgen so ausgelastet, dass definitiv bis zum Frühjahr 2022 keine Honigschleuder mehr fertig werden wird, wenn diese jetzt nicht schon bestellt ist.


    Das war für mich leider etwas enttäuschend, da ich nicht nochmal ein Jahr mit einer 4 Waben Handschleuder und 9 Wirtschaftsvölkern von 2020 und 5 Wirtschaftsvölkern von 2021 ernten möchte.
    Hier hat Herr Grabes mir das freundliche Angebot gemacht, mir während der Saison seine Messeschleuder zu leihen, damit ich die Radschleuder an sich ausprobieren kann.

    Das alles werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen und gegenüber dem Szenario, im Haus meiner Oma, an der Stelle zwischen Schleuderraum und Winterruhestätte der Schleuder eine größere Tür einzusetzen, abwägen.

  • Warum gibt es dann die o.g. Webadresse? Das Impressum weist den Standort im Südharz und nicht in Görlitz aus.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Warum gibt es dann die o.g. Webadresse? Das Impressum weist den Standort im Südharz und nicht in Görlitz aus.

    Herr Sturm hat seine Firma in Görlitz an einen Herrn Förster verkauft und der hat die weiterverkauft an einen Herren dessen Namen ich leider nicht im Gedächtnis behalten habe.
    Unter besagtem ominösen Herren hat die Imkerzentrale Görlitz in die Insolvenz angemeldet.


    Herr Sturm hat wahrscheinlich nach der Insolvenz wieder seine eigene Webseite eingerichtet (Mutmaßung), lässt aber bei Grabes in Oderwitz produzieren.