2/3 Zanderzargen als Honigraum

  • Imkern Sie mit unterschiedlichen Maßen im Brut- und Honigraum? 1

    1. Ja, sehr erfolgreich. (0) 0%
    2. Ja. (1) 100%
    3. Nein. (0) 0%

    Hoi Leute,


    will mir eventuell als Honigräume für meine Zanderbeuten 2/3 Zargen zulegen. Wolllt nur mal hören was eure Meinung dazu ist ... naja ich meine so mit verschiedenen Rähmchenmaßen ob das so gut ist? aber die volllen Honigzargen sind mir echt zu schwer. hat jemand von euch vieleicht ein paar tipps für das imkern mit unterschiedlichen rähmchenmaßen? und wie läuft das dann mit der Bauerneuerung?
    Freu mich auf eure anregungen und hinweise.

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    Ich bin nicht die Signatur,
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  • Hallo Apiarius!
    Ich habe aus den gleichen Beweggründen wie du sie anführst, 1/1 Honigräume mag ich nur ungern heben, mit Flachzargen im Zandermaß als HR versuche gestartet. Bis dato haben sie mich vollstens überzeugt. Hier einige zuzätzliche Vorteile, die ich für mich entdeckt habe:
    - schnelleres Gießen von Mittelwänden mit einer Gußform im Dadantmaß. Aus einer MW lassen sich zwei FZ-Mittelwände zuschneiden.
    - es lassen sich leichter Sortenhonige ernten.
    - eine 1/1 Zarge plus eine 2/3 Zarge als Brutraum scheint auch dem Brutnest einer brutfreudigen Königin gut angepasst. Der Honig, auch kleinerer Trachten, läßt sich problemlos ernten, da vorwiegend über dem Absperrgitter eingelagert.


    Zur Bauerneuerung:
    Die Flachzarge stelle ich vor der Einfütterung komplett auf das Bodenbrett. Darauf die ganze Zarge. Obenauf eine Flachzarge mit ausgeschleuderten Honigwaben.
    Im Herbst entnehme ich die beiden äusseren Waben (alte Waben habe ich im Juni zur Seite gehängt) der Ganzzarge. Sie sind dann meist futterleer. Weitere Altwaben sowie die jetzt (hoffentlich) leere untere FZ folgen während der Durchlenzung im März.


    So, ich hoffe dir einige Anregungen geben zu können. Für Rückfragen stehe ich dir gerne zur Verfügung.



    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan,


    wenn Du die Bauerneuerung zuende denkst, kommst Du zur Flachzarge auch im Brutraum. Dann wird nur noch im Frühjahr die unterste Zarge weggenommen, die Entnahme einzelner Waben entfällt dann. Das wurde schon mal bei "Bauerneuerung" diskutiert.


    Apiarius :
    Meine Antwort hast Du leider nicht vorgesehen. Nein, sehr erfolgreich


    Grüße, Thomas

  • Hallo Thomas!
    Stimmt, aber erstens ist Denken ist eine sehr komplexe und subtile Angelegenheit und zweitens möchte ich die einmal vorhandenen Ganzzargen in meine Betriebsweise integrieren. Keine Frage, die Bauerneuerung ist mit einem einzigen Rähmchenmaß sehr einfach durchzuführen.


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hallo
    erst mal dank für eure antworten. jetzt stehe ich aber vor dem problem ob 2/3 zarge oder 1/2 zaregn als honigraum. gibt es dazu von euch vieleicht noch anregungen. die 1/2 zarge kommt mit doch ein wenig flach vor das rähmchen ist nur ca. 11 cm hoch davon sind noch 2 cm holz also nur eine fläche von ca. 9 x 40 cm ist das nicht unnatürlich? funktioniert es mit 2/3 besser (ca. 13,5 x 40 cm)? dafür bekomme ich aber sehr schlecht mittelwände.

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  • Hallo Apiarius & alle miteinander!
    Zur Frage, wie Du an Mittelwände für 2/3 Zander kommst, habe ich mich in meinem Beitrag vom 30.06. schon ausgelassen.
    Willst Du dir wirklich 1/2 Zander zulegen, nur weil es die dazu passenden Mittelwände gibt? :o


    Viele Grüße
    Stefan

  • Besten Dank für Dein Angebot,habe mir leider schon welche zu Versuchszwecken zugelegt.
    Nun zu Deiner Frage bezüglich 2/3 oder
    1/2 Zanderrähmchen.
    Ich würde Dir zum 1/2 Zanderrähmchen raten.Folgende Gründe:
    Du kannst bei Bedarf zwei Halbzargen als eine Ganzzarge verwenden.
    Du kannst ohne Absperrgitter arbeiten .
    Eine volle Halbzarge wiegt ca nur 13-14 kg. und ist leichter zu tragen.
    Und nun zu dem entscheidenden Vorteil,der nur hier gegeben ist.
    Bei der Honigernte räumst Du eine volle 1/2-Zarge in ca 5-8 Sekunden ab,ohne Bienenflucht und ohne Abfegen und ohne Körperanstrengung.3-4 kurze Stöße auf eine leere Zarge oder Metalltricher genügen . Bei 2/3 Maß funktioniert dies nicht mehr.In der Erwerbsimkerei schaffe ich so an einem 6 Stundentag incl. Anfahrt und Abfahrt ,Auf und Abladen 500 Zargen.


    Gruß
    Rainer

  • hallo rainer,


    sind die halbzargenrähmchen bei dir modifiziert (dicker oberträger)? da brauch ich doch für normale trachtvölker 4-6 Flachzargen oder?

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  • Hallo, alle Miteinander,
    Hallo, Reiner,


    in diesem Punkt kann ich Dir absolut Recht geben.
    Seit ich mit Halbzargen arbeite, zwar mit DNM aber das tut der Sache keinen Abbruch, habe ich eine Arbeitserleichterung und Zeitersparnis die ich nie für möglich gehalten hätte.
    Ich war das erste Mal in der Lage, ohne fremde Hilfe, volle (Halb)- Zargen abzunehmen und wieder aufzusetzen.
    Einige alte Herren haben sich das bei mir angesehen und sind dadurch ermuntert doch noch weiter zu machen.
    Das mit dem Abstoßen der Zargen habe ich zufällig entdeckt als mir eine aus der Hand rutschte und danach Bienenfrei war.
    Wenn ich an die Schufterei, auch für ausgewachsene Männer, denke, kann ich mir vorstellen, dass manch einer überlegt ob er sich das antun muss, und deshalb weniger Völker hat.
    Meine Brutraumwaben (1,5 DNM)habe ich von Altvölkern ausbauen lassen und ansonsten kommen Mittelwände rein.


    Ich wünsche, viele gesunde Bienen


    Margret

  • Die Oberträger sind nicht modifiziert.
    Mit der Anzahl von 3-4 Zargen liegts Du
    als Minimum richtig.Für Massentrachten
    z.B. Waldtracht mit hohen Tageszunahmen würde ich eine höhere
    Anzahl( 5-7) empfehlen,falls nicht zwischengeschleudert wird.


    Gruß
    Rainer

  • Die Fortführung der Imkerei in 20 bis 30 Jahren auch im Alter ,war für mich
    ein entscheidender Faktor für die Wahl der 1/2 Honigzargen.
    Ich habe nämlich keine Lust bei der Imkerei die Gesundheit aufs Spiel zu setzen und dann noch frühzeitig aufhören zu müssen..