SWR2 Diskussionsrunde "Bienenfans und Honig-Junkies - Was bewirkt der Imker-Boom?"

  • Die Idee, die Bestäubung nur mit Hummeln und Wildbienen ganz ohne Honigbienen zu gewährleisten, hatte mein Obstbauer vor Jahren auch. Nach massiven Ertragseinbußen können es nun gar nicht genug Honigbienen in den Plantagen sein. Da wird jetzt sogar jede Spritzung während der Blüte telefonisch angekündigt. 😄😉


    aumeier

    Hallo Heike, ich wünsche deinem Obstbauern viel Erfolg mit den Wildbienen. 😉


    Viele Grüße

    Ron

  • Die Idee, die Bestäubung nur mit Hummeln und Wildbienen ganz ohne Honigbienen zu gewährleisten, hatte mein Obstbauer vor Jahren auch.


    Der Ansatz wird aber zur Geschäftsidee.

    Hier ein Bsp. wie es gedacht ist

    https://pollinature.net


    Es werden nicht ein paar Nisthilfen angeboten, sondern entsprechende Völker gemietet. Am Ende kann man sie zum refreshen sogar zurückgeben.

    Vielleicht kann die Mauerbiene sogar eine Ergänzung sein, die als Plan B in kalten Tagen einspringt?

    Konkurrenz zu unsere Honigbienen sollte sie aber nicht sein.

  • ...nicht ein paar Nisthilfen angeboten, sondern entsprechende Völker gemietet. Am Ende kann man sie zum refreshen sogar zurückgeben.

    Ganz so einfach ist es nicht:

    1. Mauerbienen bilden keine Völker, aber Kolonien, wenn ihnen solche Staffelmagazine zur Eiablage angeboten werden. Unser Kirschbauer arbeitet bereits seit den 50er Jahren mit Mauerbienen und muß ca. 3 x mehr Nisthilfemagazine anbieten zur Eiablage für die Folgejahrgeneration als er für den Schlupf der aktuellen Adultengeneration aufstellt.

    2. Eine Überbesiedelung wie durch Nistmagazine bemerken selbstverständlich auch Tiere, die von den Mauerbienen leben (Vögel, Parasiten etc.) und stellen so ohne menschliche Eingriffe das "natürliche" Gleichgewicht wieder her. Refresh im Herbst ist also relativ begrenzt und beschränkt sich allenfalls auf die Kontrolle, ob da noch gesunde, nicht parasitierte Brut drin ist. Unser Kirschbauer schützt seine Mauerbienenmagazine mit Maschendraht vor Vogelfraß und kontrolliert bereits vor dem Herbst durch Stichproben (= gelegezerstörend) auf Parasitenbefall. Mag sein, daß die industriellen Mauerbienenbrütereien durch längerfristiges Tieffrieren (im Unterschied zu hiesigen Naturwintern) Parasiten in Schach halten. Die Temperaturführung bei Lagerung der Magazine bestimmt dann den Schlupfzeitpunkt der adulten Mauerbienen. Die üblichen Umgebungstemperaturen beim Postversand kurz vor der Kirschblüte z.B. starten dann den Schlupfcountdown, der aber in gewissen Grenzen noch durch Kühlschranklagerung hinausgezögert werden kann.

  • Auf der Internetseite wird, wenn auch sehr sporadisch, darauf hingewiesen, daß das beste Ergebnis die Bestäubung gemeinsam mit Honigbienenvölkern erbringt. Ansonsten ist es halt eine Art Geld zu verdienen. Ist uns ja auch nicht so fremd.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Berggeist: Hut ab! Du hast es erkannt!:liebe002:

    Ich hau noch einen drauf: was sit denn wenn gespritzt wird, zb gegen Essigfliegen? Die paar Wildbienen halten das gaaanz klar aus!

    Du offenbarst das Wunschdenken!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Ironie muss man auch erkennen und verstehen. 🙄

    Als Ironiker kann ich Dir versichern: Es gibt Menschen, die können Ironie gar nicht erkennen, geschweige denn verstehen! Das muss man beachten, wenn man (vor allem: öffentlich!) Ironie anwendet.

    Wird das jetzt OT?

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen