SWR2 Diskussionsrunde "Bienenfans und Honig-Junkies - Was bewirkt der Imker-Boom?"

  • Da läuft es einem phasenweise kalt den Buckel runter, wenn man dem Vertreter des NaBu zuhört.
    Wenn man dann noch bedenkt, was von dem Gespräch bei den Zuhörern des SWR hängen bleibt...
    Honigbienen fressen den Wildbienen alles weg.

    Ein Schitt vor, 3 zurück...


    Aber kein Wort davon, dass viele Wildbienen auf Pflanzen spezialisiert sind, die total uninterresant für Honigbienen sind.
    Wenn Wasi die Begründung gegen die Goldrute hört, muss er bestimmt wieder weinen...

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Genau meine Gedanken. Grade diese Selbstverständlichkeit mit der der Nabu-Mann seine Thesen als gegebene Wahrheit verkauft und die Kollegin auslacht als sie den Wert der Biomasse von Honigbienen ins Spiel bringt, ärgert mich. Noch mehr aber, dass kein Widerspruch kommt.

  • Ja richtig, aber scheinbar ist ihnen allen wenigstens klar geworden, daß die Imkerschaft einen großen Anteil am Insektenschutz hat und daß man nicht auf sie verzichten kann. Auch wenn die Habitatreduzierung und der Trachtmangel nicht so weit in den Vordergrund gerückt wurde, wie er es verdient hat.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Nochmal zum Mitmeisseln, der Naturschutz ist auf die Imkerschaft angewiesen. Wir sind eine Macht. Bei 150.000 Imkern, da werden nur die Kernfamilie gerechnet leicht 450.000 draus. Gute Freunde und Verwandte dazugerechnet, die Meinungen teilen und von uns ständig indoktiniert werden kann man gut 1.000.000 rechnen. Das ersetzt du nicht durch Hochglanzbroschüren und Hinterzimmerdeals mit Konzernen.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wenn Wasi die Begründung gegen die Goldrute hört, muss er bestimmt wieder weinen...

    So eine populistische Gehirnwäsche......es wird nicht (darf nicht mehr) gesagt was gedacht wird.

    Nun werden wir sie nicht mehr los, die Geister die wir freudig und blind zugelassen haben.

    Es rette sich wer (noch) kann;(

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Warum bekommen Imker eigentlich immer Schnappatmung, wenn ihnen jemand sagt, Bienen tragen nicht zum Naturschutz bei.

    Noch kein Insektenforscher konnte nachweisen, dass mit der Anwesenheit von Honigbienen die Insektenmasse steigt oder wenigstens gleich bleibt. Wenn dem so wäre, würde man das Verbot von Bienen in Naturschutzgebieten kippen.

  • Weil das ein unhaltbarer Vorwurf ist. Die allermeisten Imker arbeiten schon aus Eigennutz am Naturschutz. Und sie arbeiten nicht nur für den Naturschutz, sie betreiben ihn aus Überzeugung. Hätten sie nicht eine ganz besondere Affinität zum Naturschutz, würden sie was anderes machen im Büro oder im Liegestuhl auf dem Schotterrasen liegen. Wenn wir bessere Naturbedingungen für unsere Bienen fordern, uns für eine natürliche Umgebung und weniger PSM einsetzen dann hilft das auch allen anderen Insekten. Da kann man schon mal giftig werden.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Auch wenn hier schon die ersten Schnappatmung kriegen: Ich fand den Beitrag gut und ausgewogen. Und zur Nahrungskonkurrenz: Wenn es keine Volltracht sondern nur Läppertracht gibt, sind Honigbienen und Wildbienen Nahrungskonkurrenten insbesondere beim Pollen. Nichts Anderes wurde in dem Beitrag gesagt. Auch wenn die Masse der Honigbienen nicht gezielt die von Wildbienen bevorzugten Pflanzen ansteuern, alleine durch ihre Zahl können die wenigen (aber blütensteten) Honigbienen, die auf den "Spezialpflanzen" der Wildbienen landen, zu einer ernsthaften Konkurrenz werden. Was ist daran so schwer zu verstehen oder zu akzeptieren?

  • Da ist nichts dran schwer zu verstehen oder zu akzeptieren.
    Wenn doch nur die Wildbienen auch in unserer heutigen Agrarlandschaft noch die Möglichkeit zum Nisten hätten, oder mal den Feldrain besuchen könnten oder die Steuobstwiese oder Ackerbrachen oder oder oder...
    Das Problem sind nicht die Honigbienen, das Problem ist das Verschwinden der Habitate.
    Aber das hatten die zum Glück am Ende ja noch ganz kurz angerissen.

    Aber da ist der Zuhörer schon so voll mit Infos, dass der die nicht mehr aufnehmen kann.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...