Einwabenableger - wie jetzt genau?

  • Hallo Volker,


    mir fehlen Angaben zu Deiner Völkerzahl und welches Ziel Du hast?

    Also ich habe aus meinen 2 ersten Völkern 6 gemacht.

    Ok, also hier die Details:

    Aktuell habe ich 2 Völker. Am Ende des Bienenjahres:

    • Will ich zwischen 3 und 5 Völkern haben. Das hängt davon ab, was ich an Aufstellmöglichkeiten finde. Ständer werd ich selber bauen. Aber mindestens 3 sollen es werden, da hab ich auch jetzt schon den Platz für.
    • Soll mindestens eins eine Buckfastkönigin haben. Am liebsten aber alle.
    • Will ich Völkervermehrung mal geübt haben, egal mit welchem Verfahren. Ich hab also nicht vor, Völker zuzukaufen. Lieber habe ich weniger Völker.
    • Will ich mindestens ein Volk auf Naturbau umgestellt haben. Wenn ich das mit allen hinkrieg, noch besser.
    • Will ich ohne AS ausgekommen sein. Der Plan is so ein vereinfachtes Bannwabenverfahren, wo man die Königin für 4 Wochen auf 2 Waben einsperrt, dann die Waben entsorgt und das mit Oxalsäure behandelt. Hatte ich in einem Kurs gelernt. (Ich hatte letztes Jahr brav mit AS behandelt, aber sie hatten mir sehr deutlich vorgeführt, wie sehr sie darunter leiden. Will ich, wenn möglich, in Zukunft vermeiden.)
    Zitat

    Die Varroabehandlung war hier der entscheidende Faktor.

    Hab ich letzten Herbst auch lernen dürfen - ein Volk prima, eins hatte ne Reinvasion und ich musste nochmal extra behandeln. Befall messen ist immer wichtig. :)

    Zitat

    Ich habe auch als Anfänger das 1-Wabenablegerthema eröffnet ;)

    Mit Dir geht man vergleichsweise sanft um :)

    Für mich isses ja nur eine Option. Ich bin weder mit der Pia noch mit einem bestimmten Vermehrungsverfahren verheiratet. Der Einwabenableger klang halt schön einfach.


    Am liebsten wären mir 3 Kunstschwärme, da habe ich dann zumindest anfangs auch das Varroathema vom Hals und vieleicht auch gleich ne Chance auf Naturbau.

  • Hast du Dich zum Naturbau schon schlau gemacht? So weit ich weiß, ist das nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe.


    Drei Kunstschwärme aus zwei Völkern inklusive vier Wochen Brutstopp ist ziemlich viel, oder? Bei mir hat letztes Jahr eine TBE Anfang/Mitte Juli sehr gut funktioniert. Sowohl was Varroa angeht, als auch Vermehrung. Den Brutscheunen habe ich eine begattete Königin vom Züchter gegeben, das sind jetzt meine stärksten.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Hast du Dich zum Naturbau schon schlau gemacht? So weit ich weiß, ist das nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe.

    Habe selber letztes Jahr viel Naturbau machen lassen. Wirklich schwer ist es nicht. Aber einlesen(!!!), sonst hat man hinterher 20 Kisten wo jeweils nur 8 Rähmchen als Block raus kommen. Macht keinen Spaß.

    Also nicht wirklich schwer, aber große Risiko falls Probleme auftreten.

  • Hast du Dich zum Naturbau schon schlau gemacht? So weit ich weiß, ist das nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe.

    Ich denke ja. Also, richtig kann man's natürlich nur, wenn man es mal gemacht hat, aber die Aktion mit nicht im Frühjahr einfach so (gibt Drohnenbrut), das mit dem dünnen aber regelmäßigen Futter im Sommer, Wasserwaage und so weiter hab ich glaub ich verstanden. Auch das man es theoretisch auch teilweise machen kann, im Rahmen der Wintereinfütterung. Ich plane Sperrholz-Anfangsstreifen.


    Bei uns im Verein macht einer Naturbau, da häng ich mich mit dran. Was für mich noch offen ist, ist, ob ich das im Honigraum auch gleich anfangen kann. Bisher ist mein Plan, den ersten Honigraum mit Mittelwänden zu geben und den zweiten dann mit einer Mischung aus Anfangsstreifen und Mittelwänden. Oder ich gebe die Honigräume einen nach dem anderen und hänge ein oder zwei ausgebaute Rähmchen vom ersten HR mit hoch, zwischen die Anfangsstreifen.

    Wirklich schwer ist es nicht. Aber einlesen(!!!)

    Re Einlesen, ich hab Günter Friedmann's Bienengemäß Imkern. Da fand ich den Teil zum Naturbau ganz gut. Hättest Du noch nen Literaturtipp?


    Zitat

    Drei Kunstschwärme aus zwei Völkern inklusive vier Wochen Brutstopp ist ziemlich viel, oder?

    Wenn es nur ein Kunstschwarm wird, ist auch ok. Dann hab ich halt 3 Völker. Ich wollt ihn eher zeitig im Jahr machen. Mai oder so. Wenn es halt begattete Königinnen gibt. Die Brutstopp-Aktion eigentlich so, dass sie Ende Juli abgeschlossen ist. Das muss ich aber noch mit dem Verein abstimmen, damit wir alle gleichzeitig behandeln.

  • Re Einlesen, ich hab Günter Friedmann's Bienengemäß Imkern. Da fand ich den Teil zum Naturbau ganz gut. Hättest Du noch nen Literaturtipp?

    Friedmann hab ich nicht gelesen. Ich hab mir das aus diversen Quellen inkl. Imkerforum zusammengetragen.


    Verwende selbst Wachs-Anfangsstreifen aus Mittelwänden. Einfach und unkompliziert.

  • Ich imkere ebenfalls auf Naturbau, ein Kontrollvolk läuft parallel mit konventioneller Völkerführung (Mittelwände und Drohnenschneiden) nebenher, damit ich vergleichen kann. Ich mache das seit 3 Jahren, sensibilisiert durch die Wachsskandale, und es funktioniert mittlerweile sehr gut, obwohl ich es sicher noch lange nicht perfekt beherrsche. Das erste Jahr war übrigens eine Katastrophe, da habe ich wirklich viele Fehler gemacht und auch viel Lehrgeld bezahlt. Leider sind einige biotechnische Varroamaßnahmen nicht so einfach umsetzbar wie mit MWs, deshalb weiß ich nicht, ob ich dabei bleiben werde.


    Gerne Erfahrungsaustausch, denn ich bin in meiner Region allein auf weiter Flur, soweit ich weiß. Infos habe ich von Günter Friedmann und von Martin Dettli. Im Mai ist ein Kurs an der LWG Veitshöchheim zu Naturbau, denke ähnliches gibt es auch an anderen Instituten.


    Zum Einwabenableger: Zweimal versucht, streng nach Lehrbuch, zweimal sehr enttäuscht im Vgl zu anderen Vermehrungsweisen. Bin kein Fan.

  • Wenn du das mit den Bannwaben machst, musst du zwischendrin mal schauen ob nicht doch eine zweite Königin frei im Volk rum läuft, das kommt schon mal vor.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Vergiss diesen sch..ß.... das funktioniert in einem von 4-5 Fällen...

    dachte ich, das ich mit in meinem zweiten Bienenjahr mal an die Vermehrung herantraue.

    Gut so, das kann man machen, dazu machst Du am Besten einen Königinableger.

    In Deinen BR gibt im April 7-8 Waben. Im Mai, nimmst Du aus dem BR eine Futterwabe, 2 Brutwaben mit Königin darauf und 2 MW in eine neuen Beute. Nach 2 wochen kontrollieren auf Stifte und ggf. erweitern - das kann ebi einem Königinableger schnell gehen. Das übrige Volk wo die Königin raus ist muss natürlich beim Ablegerbilden noch eine Wabe mit stiften haben, dann 4-5 Wochen in Ruhe lassen, dann auf brut kontrollieren... Im Idealfall hast Du dann in beiden Völkern Brut oder zumindest Stifte... - Viel Spaß...

    Man würde so aber die Frühtracht verlieren oder nicht?

  • Nicht wirklich, evtl. ein wenig vielleicht - aber der Fragende ist Anfänger und Hobbyimker, da ist Honigernte sekundär und eine sichere Methode primär wichtig...

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  • Ich sortiere im Frühjahr alles aus und stelle nur die Stärksten in die Tracht. Der Rest wird zu Wurst (Ablegern) verarbeitet, zwei Brutwaben, Futter, Mittelwände junge Dame rein. Wenn’s schnell und viel werden soll, geh ich lieber über KS Verfahren nach dem Abschleudern.

  • Ich sortiere im Frühjahr alles aus und stelle nur die Stärksten in die Tracht. Der Rest wird zu Wurst (Ablegern) verarbeitet, zwei Brutwaben, Futter, Mittelwände junge Dame rein. Wenn’s schnell und viel werden soll, geh ich lieber über KS Verfahren nach dem Abschleudern.

    Könnte man während der Frühtracht auch schon KS bilden? Ich hab hier noch ein Zandervolk welches auf Dadant umziehen soll. Habe allerdings nicht mehr ausreichend Zander Rähmchen, um noch die Honigsaison mitmachen zu können. Daher möchte ich sie eigentlich so schnell wie möglich auf Dadant umziehen…