Imkerführerschein

  • Sind grade durch. Wenn ich das nebenher halbwegs richtig notiert habe:


    SPD und CDU sind sich ähnlich im Tenor und befürworten den Antrag, weil dadurch ein Informationsvakuum für Neuimker geschlossen würde. Über den Umfang eines Nachweises ist man sich uneins, soll aber im Rahmen von 4-6 Unterrichtsstunden stattfinden können. Auch Altimker sollen den Schein/Nachweis machen. Beide Parteien sehen hier eher einen Gewinn zum bestehenden Informationsangebot und wollen damit Verbände und Vereine unterstützen.

    Grüne und FDP sind gegen den Antrag bzw dessen Inhalte, weil das System mit Verbänden und Vereinen ein ausreichend funktionierendes System zur Information bieten würde. Zudem seien Bienen eher durch Umwelteinflüsse gefährdet, als durch Neuimker. Der bestehende gesetzliche Freiraum sei hier klein und durchaus vernachlässigbar. Ein Führerschein würde bestehende Probleme dahingehend auch nicht lösen und jeder ernsthafte Einsteiger würde sich länger mit der Thematik auseinandersetzen.


    Ich glaube in letzter Aktion wurde in Mehrheit beschlossen den Antrag im entsprechendem Ausschuss weiter zu diskutieren, leider setzte mein Stream ab da aus.

  • Mit solchen Schnapsideen versuchen die Politiker von CDU und SPD nur davon abzulenken, dass sie in der Coronakrise auf ganzer Linie ihre Unfähigkeit bewiesen haben.

    Bitte löschen, hat nichts mit Bienen zu tun!

    Natürlich hat diese Schnapsidee (der unsinnige Gesetzesvorschlag) etwas mit Bienen zu tun. Allerdings dürften die Regierungspolitiker in NS nicht selbst auf die Idee gekommen sein.

    Berufsimker als Teil der industriellen Landwirtschaft waren vermutlich die ideengebenden Lobbyisten. Diese ärgern sich über die Konkurrenz der vielen Hobbyimker, weil letztere ihren Honig nicht nur oft verschenken, sondern nicht selten den Rest auch noch zu besseren Preisen verkaufen können.

  • Ich weiß zwar nicht was für Berufsimker der Bienenlude so kennt, die die ich kenne sind jedenfalls nicht Teil der Agrarindustrie oder industriellen Landwirtschaft… wohl eher das Gegenteil und nicht umsonst bei diversen Aktionen gegen die Form des Wirtschaftens anzutreffen.

    Wer sich den Honigbedarf ansieht dürfte schnell dahinter kommen das für Neiddebatten keine Gründe vorliegen.

    Wer seinen Honig verschenkt, der sollte in der Tat einen Imkerführerschein machen, denn dem fehlt gabz offensichtlich der Respekt vor der Leistung seiner Bienen

  • /Ironie an

    Berufsimker als Teil der industriellen Landwirtschaft waren vermutlich die ideengebenden Lobbyisten. Diese ärgern sich über die Konkurrenz der vielen Hobbyimker, weil letztere ihren Honig nicht nur oft verschenken, sondern nicht selten den Rest auch noch zu besseren Preisen verkaufen können.

    Ironie aus/

    Das ist der geilste Spruch, den ich bisher hier gelesen hab. Ich schmeiss mich weg 8o:D:D Da mach ich abwaschbare Fototapete draus und renovier den Schleuderraum mit. Ich liebe dieses Forum:love:

  • Berufsimker als Teil der industriellen Landwirtschaft waren vermutlich die ideengebenden Lobbyisten.

    😂 Der DBIB ist doch der NABU in Niedersachsen. Selten so gelacht. Die setzen den Naturschutzverbänden genau NICHTS entgegen, im Gegenteil. Das ist doch das Drama.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • zurück zum Thema, da ich sonst Ärger mit Hartmut bekomme ;) https://www.bienenjournal.de/news/meldungen/imker-berlin/ darin enthalten unter Punkt 5.2.8 Formulierung und Entwicklung von Mindeststandards für die imkerliche Qualifikation und Ausbildung . Wohl mit am Tisch saßen nicht etwa die bösen Berufsimker, sondern allesamt Freizeitimker. Für Berin gesprochen ist in Teilen in städtischen Grün, hier Kleingartenanlagen, bereits heute die Teilnahme an einer Einsteigerschulung neben der Mitgliedschaft in einem Imkerverein für die Genehmigung zur Aufstellung erforderliche. Nicht erst seit der Bienenstrategie sondern schon ein paar Tage länger...

  • Ich glaube, der Führerschein ist ein Versuch die fehlenden Kapazitäten in den Ämtern zu kompensieren.
    Weniger unnötige Nachbarschaftsstreits entlasten u.a. das Ordnungsamt. In Niedersachsen fehlt, wie in dem Text aus dem Landtag, ein Mindestabstand zum Nachbarn.
    Hier geht es natürlich auch um Gerichte, die ohne Gesetze fast wilkürlich entscheiden können. Und das kann genauso ein Nachteil für den Imker sein.

    Genau das ist der Punkt! Es ist eine Handhabe geplant, mit dem Amt oder Behörde direkt zum Handeln gezwungen wird, bzw. eine Handhabe, mit der man schon vorab Bienenhaltung verhindern können wird. Egal, gegen wen oder wegen was. Genau das blenden die Befürworter aus. Man muss nur den Anlass nachlesen, den das Nordlicht aus eigener Nachfrage hier mitgeteilt hat. Damit wird zugleich auch eine Menge zusätzlicher Arbeit für Gerichte provoziert, die ebenfalls schon länger überlastet sind...


    Es ist genau das Gegenteil von dem, was den Imkern aus dem Forum in solchen Fällen empfohlen wird: mit dem Beschwerdeführer zu reden. Weil der Einwender in diesem Falle aber zugleich auch ein Landtagsmandat hat, reicht es nicht, mit dem Nachbarn zu reden, sondern es muss direkt ein Gesetz her... Der Abstand wird aber nur ein geringer Teil dessen sein, was als Paket geschürt wird. Insgesamt reicht das wesentlich weiter... Wem so ein Vorstoß in die Hände spielt, kann sich jeder selbst ausdenken.

  • Wollen wir doch ma festhalten:

    In Freier Wildbahn, sterben bis zu 80% , jedes Jahr, OHNE Varroa!

    In Imkers Hand, selbst bei Rookies, deutlich deutlich weniger!

    Selbst der schlechteste Imkerrookie, tut viel gutes!

    Das Gestänkere, auch aus eigenen Reihen!! geht mir sowas von auf die E...er!


    Es ist wie in der Coronakriese: WO ist der Bundeskanzlerin;), man sieht und hört...ääh nichts......

    Der Hühnerhaufen strebt führungslos in alle Möglichen Richtungen, selbstzerstörerisch, so zu sagen!

    Der DIB Boss......;(

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Im Grunde erschließt sich mir nicht ganz, was so ein Imkerführerschein bringen soll. Die interessierten Neulinge - bin ich im Vierten Jahr immer noch Neuling ?- nehmen dann halt an diesem Kurs auch noch Teil, aber es ist nicht garantiert, dass das das erste, vielleicht auch noch das zweite Jahr übersteht. Dann müsste der Preis für einen solchen Kurs so gestaltet sein, dass er weit über dem von Biene und Beute und dem ganzen anderen Arbeitsmaterial liegt, die man zu Anfang braucht, damit sich der Neuling überlegt, ob es sich für den Preis überhaupt noch lohnt.


    Ich habe im Imkerkurs, der bei uns vom Verein her stattfindet, nicht wirklich viel Neues gelernt, als das, was ich mir bereits vorher angeeignet habe. Allerdings sind dann im Nachhinein, bei der Arbeit an den Bienen doch noch eine Reihe an Fragen aufgetaucht - tut es übrigens noch immer -, sodass mein Imkerpate wohl mittlerweile denkt, wie tief das Loch sein muss, in dem ich verschwinden muss, um endlich still zu sein.