Imkerführerschein

  • Im Landtag in Niedersachsen soll am Mittwoch über einen Entschließungsantrag zu einem Imkerführerschein beraten werden.


    Zitat:

    Zitat

    Vor diesem Hintergrund bittet der Landtag die Landesregierung, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass für die Bienenhaltung ein Imkerschein abgelegt werden muss, welcher das notwendige Mindestmaß an Sachkunde der Bienenhaltung belegt.

    Quelle mit dem vollen Text:

    https://www.landtag-niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen%5F18%5F10000/08501-09000/18-08731.pdf

  • Unser Verein hat die letzten zwei Jahre einen so großen Zulauf an Jungimkern, dass diese nicht mehr alle mit Paten abgedeckt werden konnten. Vor dem Hintergrund finde ich die Idee gar nicht so verkehrt, allerdings müssen die Rahmenbedingungen stimmen.

  • Ich habe selten so eine schwache Begründung für ein Gesetzesvorhaben gelesen. Es zeigt sich nämlich peinlicherweise, dass hier Regelungen getroffen werden sollen, die es für andere Tierhalter nicht gibt.

    - Warum brauchen Hühnerhalter keinen Führerschein, wo es doch die Vogelgrippe gibt?

    - Warum brauchen Imbissbudenbetreiber keinen, wo sie doch (und weit kritischere) Lebensmittel in Verkehr bringen?

    - Was ist mit dem Tierschutzführerschein bei Schweinemästern?


    Ein solches Gesetz wird jedes Verfassungsgericht mit links zerlegen. Es wäre ein eklataner Verstoß gegen den Gleichstellungsgrundsatz und das Prinzip der Verhältnismäßigkeit.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Kinder darf auch jeder machen/haben. Da fänd ich einen Führerschein oft auch sinnvoll. Ungesund essen sollte man auch verbieten. Und rauchen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es wurde etwas ganz Wichtiges vergessen, den Bußgeldkatalog!!!
    Wer keinen Imker-Führerschein hat und dennoch beim imkern erwischt wird, muß mit mindestens 10 Euro Strafe pro Biene rechnen.... z.B..

    :D:D:D:D:D:D

    ...die Mädels lesen keine Lehrbücher und machen einfach was sie wollen..:S:love:

  • Das ist nun wieder nicht ganz richtig.

    Für die Haltung von Masthähnchen ist z.B. ein Sachkundenachweis erforderlich.

    Für Kaninchen auch...

  • Wie soll das gehen: Führerschein ohne Fahrlehrer?

    Das meinte ich mit Rahmenbedingungen und es muss ja vielleicht auch nicht gleich ein Imkerführerschein mit Bußgeldkatalog sein. Warum kann es aber nicht eine verpflichtendeFortbildung sein, so ähnlich wie den Honiglehrgang?

  • Unser Verein hat die letzten zwei Jahre einen so großen Zulauf an Jungimkern, dass diese nicht mehr alle mit Paten abgedeckt werden konnten. Vor dem Hintergrund finde ich die Idee gar nicht so verkehrt,

    (Zu) hoher Nachfrage sollte man eher mit höheren (Einstiegs-)Preisen begegnen statt mit Verboten. Muss man wirklich jeden zum Imker machen?

    Wie wäre es mit guten, attraktiven Angeboten aber gleichzeitig einer höheren Aufnahmegebühre für Neuimker, um das zu finanzieren? Was bieten, aber auch was verlangen, dann kommen nur die, die ernsthaft wollen.


    Das wäre einer der Fälle, wo man mal ruhig den Markt was regeln lassen könnte. Der Verein hat mehr Einnahmen, der Zulauf wird begrenzt und die sowieso schon lange viel zu hohe Neuimkerschwemme endlich mal gedämpft - Win - Win - Win ganz ohne Staat & Co...

  • Und was macht man mit denen, die nicht im Verein sein wollen? Die erreicht man mit höheren Preisen für einen Kurs nicht.

    Und dass man Bienen anmelden muss hat ihnen auch niemand gesagt;(( gerade am Wochenende wieder gehört).


    Viele Grüße

    Meike

  • Kinder darf auch jeder machen/haben. Da fänd ich einen Führerschein oft auch sinnvoll. Ungesund essen sollte man auch verbieten. Und rauchen.

    Sehe ich so. - Den größte Hebel ist die Charakterbildung. - Wer es verinnerlicht hat die Würde anderer zu achten, und fürsorglich mit sich selbst und anderen umgeht, der wird vermutlich auch Tiere und Umwelt respektvoll behandeln.

    Also lieber weniger Vorschriten, Verordnungen, und Gesetze, und dafür mehr den Fokus auf Charakterbildung. - Was in jungen Jahren verpasst wird, lässt sich nur schwer aufholen oder gar korrigieren. - Dann braucht es später für Erwachsene auch weniger Regelungen/Gesetze/Strafen.

    Es gab Zeiten, da waren fressen, rauchen, und saufen gesellschaftlich anerkannt und Teil der Kultur, teilweise sind sie es heute noch. - Eine systematische Selbstzerstörung, sogenannte Volkskrankeiten, Kostentreiber im Gesundheitswesen, und schon fast eine Garantie für Frühableben.