Roßhaarbesen Pro und Contra

  • Hallo,


    Ich bin nunmehr dabei, mir das erste Equiment für meinen ersten Ableger zusammenzustellen und zu kaufen.


    Speziell beim Bienenbesen bin ich mir allerdings äußerst unsicher.

    In der Literatur ist viel zu lesen, dassbes sich um einen Besen mit möglichst weichen Haar handeln soll (oft empfohlen wird Roßhaar), um die Bienen nicht zu verletzen.

    Mit wurde allerdings von einigen erfahrenen Imkern aus dem hiesigen Imkerverein stark davon abgeraten, da es dabei wohl eher zum Abrollen, als zum Abbürsten der Bienen kommt.


    Wie ist eure Meinung dazu? Hat jemand Erfahrungen mit beidem und kann hier weiterhelfen?


    Vielen Dank und einen schönen Sonntag euch!

  • Hallo MaddinSL hatte ich auch einige Jahre, im Grundsatz funktioniert schon. Ich hatte zwei, einen hellen, einen dunklen. Der Dunkle war bei den Bienen eindeutig weniger beliebt.

    Seit letztem Jahr arbeite ich ausschließlich mit einer Gänseschwing, dass ist deutlich besser. Ultraleicht und sanft im Umgang mit den Bienen. Außerdem auch hell, bis er dreckig wird...

  • Ich dachte am Anfang auch das ich unbedingt einen Bienenbesen benötige und habe mir extra für die Ernte sogar noch einen Ersatz dazu gekauft. Einer davon fliegt zwar immer in meiner Kiste rum, aber wirklich oft brauchen tue ich sie nicht!

  • Mich nerven die weichen Besen, weil ich die Bienen damit schlechter von der Wabe bekomme und sie mehr Rolle als abzustreifen. Ich hab leider noch keinen härteren gefunden, mit Federn geht das schneller und ich muss über die Bienen nicht so oft drüber und dass eine danach verletzt gewesen wäre ist mir noch nicht aufgefallen.

  • Bei mir ist es ein Nylonbesen mit Kunststoffgriff. Der geht regelmäßig in die Spülmaschine. Das ist das große Plus.


    Wollte mal einen weicheren testen, allerdings gibt's keinen, dem man so einfach sauber hält.

  • Die Bienen werden ja nicht von der Wabe gefegt, sondern mit kurzen Bewegungen weggeschubst. Am besten geht das mit einem Besen der ausreichend lange Borsten hat und dabei nicht zu weich ist. Nur so kann man die Bewegung aus dem Handgelenk effektiv machen. Außerdem muss der Besen breit sein, damit man nicht ewig braucht.

    Die Art des Haares ist m.E. ziemlich egal. Man muss es nur ohne Schaden öfter mal in Wasser spülen können.

    Beim "Flederwisch" (wie man im Süden sagt) hätte ich hygienische Bedenken, wenn es um Honigwaben geht.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Klare Empfehlung:


    -hell

    -dicht (dichte Haarreihe, kein Magerbesen)

    -Roßhaar

    -keinesfalls die ganz langen Besen (Besen breit wie Dadantwabe hoch reicht wohl für alle Fälle und ist noch handlich)


    Dann ist der Besen steif genug ohne zu hart zu sein, kann auch sehr oft heiß und sogar mit Spülmittel ausgewaschen werden, produziert keinen Plastikmüll und ist meiner Erfahrung nach schonender zu den Bienen als Plastik oder Feder.


    Verwendung: Nie lange Kehrbewegungen auf der Wabe, sondern kurze "Wischel"-Bewegungen, z.B. pro Dadantwabe, die an einem Arm am Ohr hängend mit der anderen Hand pro Wabenseite ca. +- 5x "wischeln" und nach unten durcharbeiten.


    Habe mal so einen schwarzhaarigen überlangen Besen fehlgekauft, der geht gar nicht. Unhandlich, zu dünne Haarreihe und durch die Farbe sind Bienen sofort "angespitzt".

  • Ich benutze Bienenbesen mit Holzgriff und Perlonborsten, damit bin ich sehr gut gefahren. Habe dann mal einen mit gelben Kunststoffgriff ausprobiert, der verliert sehr oft Borsten.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Schwanenfedern - lang genug und weich. Werden sie dunkel, gehen sie in den Müll.

    beemax hat sich bloß vertippt: Statt "Müll" wollte er eigentlich "Kompost" sagen...


    Alternativ zum Abkehren (womit auch immer) steht ja das Abstoßen der Waben. Es geht viel schneller. Ernsthafte Frage dazu: Inwieweit wird Brut durch Abstoßen geschädigt, die sich in erschütterungsempfindlichen Entwicklungstagen befindet? Oder gibt es solche Phasen (im Gegensatz zu Königinnenlarven) bei Arbeiterinnenbrut nicht?

  • Alternativ zum Abkehren (womit auch immer) steht ja das Abstoßen der Waben. Es geht viel schneller. Ernsthafte Frage dazu: Inwieweit wird Brut durch Abstoßen geschädigt, die sich in erschütterungsempfindlichen Entwicklungstagen befindet? Oder gibt es solche Phasen (im Gegensatz zu Königinnenlarven) bei Arbeiterinnenbrut nicht?

    Klar doch - geht in die Biotonne oder wird geschreddert -> Hornspäne.


    Ob die Brut geschädigt wird, wenn man die Bienen abstößt ? - Beobachtet habe ich es noch nicht. Jedoch ist mir mal eine Kö' dabei verloren gegangen. Seitdem suche ich die immer auf der Wabe und versetze sie separat per Hand.

    Vorsicht ist die Mutter der...

  • mir geht das auch zu sehr auf den Rücken -->bei vielen Waben

    abfegen ist da schon angenehmer

    Bei der durchsicht (wenige Waben) wenn die Weisel gesichert ist geht abstossen schneller

    VG

    Martin

  • Nehm n Roßhaarbesen, ist wesentlich besser. Das Rollen kommt davon das gefegt wird, mit dem Besen schlägt man die Bienen eher von der Wabe, als das man sie abfegt. Also kurze schnelle Führungen von ca. 5-10 cm.