Bienenwaben lesen / Reading the frames

  • Hallo Bienenfreunde,

    ich bin auf einen lehrreichen Vortrag gestoßen, der gerade für Anfänger interessant sein dürfte, deshalb stelle ich ihn hier ein. Gegebenenfalls bitte verschieben. Die Präsentation stammt von der Imkerin Landi Simone, die auch Ausbilderin an einer staatlichen Einrichtung für Erwachsenenfortbildung ( Staat New Jersey ) ist. Der Titel ist “ Reading the frames “ und es geht um das Erkennen und Diagnostizieren von Bienenwaben. Ich finde, sie spricht ein sehr gut verständliches Englisch, wichtige Inhalte werden zudem auch immer mit Texttafeln eingeblendet. Vielleicht kennt Ihr auch Präsentationen zum Thema Bienenwaben lesen‘ und könnt sie hier einstellen. Danke im Vorraus!

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

  • Guten Abend @Auenbiene


    Da ich kaum ein Wort Englisch verstehe, könntest du mir noch sagen um was es geht......?


    Soweit ich dies mitbekommen habe, geht es da um Bienenkrankheiten.

    Unter "Bienenwabenlesen" verstehe ich eher, anhand des Wabenbaues, den Zustand des Volkes zu erkennen.


    Lg Sulz.

  • Da ich auch kaum ein Wort Englisch verstehe, könntest du mir auch noch auf Deutsch sagen um was es geht......?

    -Erfahrung ist die Summe meiner Irrtümer-

    Einmal editiert, zuletzt von Werner Egger () aus folgendem Grund: Es geht auch ohne süffisante Nebenbemerkungen.

  • Ja, ist wirklich interessant.


    Sie erklärt am Anfang, dass man im Grunde zu erst diagnostizieren muss. Erst beobachten und die Symptome erkennen muss, um dann die Diagnose zustellen.


    Dafür muss man zunächst erkennen, ob das Volk gesund oder krank ist.

    Wenn man erkennt, dass es krank ist. Sollte man testen, ob man zum Beispiel Varroen oder eine andere Ursache findet. Die Symptome des Volkes weisen einem die Richtung. Und dann behandelt man dies-

    Man kann nur nicht die Bienen nach den Symptomen fragen.

    Daher müssen wir die Zeichen bei einem Volk lernen, richtig zu deuten.

    Dazu gehören Zeichen, Sound, Geruch, Geschmack und die Berührung, (Anfassen), sie richtig zu deuten führen zu einem Ergebnis.

    Man kann viel über die Bienenbiologie lernen mit Büchern, Studien und auch mit einem Imkerpaten.

    Man kann sich selber gut zu einem guten Beobachter trainieren und die Beobachtungen interpretieren.


    erster Teil..... wenn ich zeit habe, kommt der Teil 2.

  • Alles irgendwie bekannt, aber man schaut oft nicht genau hin. Sehr schön zusammengefasst - anschaulich präsentiert. Man wiegt sich oft in Sicherheit...

  • Mir fiel eine Aussage besonders auf:

    Es gibt erst nach 2 komplett BRUT-freien Wochen Drohnenmütterchen, und zwar direkt hunderte davon.

    Sprich: erst 5 Wochen, nachdem die Königin ihr letztes Ei gelegt hat.


    Ich glaube, mich an gegenteilige Aussagen hier zu erinnern.

    Was meint Ihr?


    Oder meinte sie, dass man das typische Afterweiseln-Brutbild erst dann erkennen kann, weil man bis relativ kurz vor der Verdeckelung ja nicht sieht, ob da jetzt eine Arbeiterin oder ein Drohn in der Zelle heranwächst?


    Was sie sagte, klingt aber eher nach meiner ersten Vermutung, nachzusehen ab Minute 34.

    Originalzitate aus der Präsentations-Folie und dem Vortrag lauten:


    'Laying workers develop, when the colony is broodless, not queenless(!) , for at least 2 weeks'

    ('Afterweiseln entwickeln sich, wenn das Volk seit mindestens 2 Wochen brutfrei, nicht weisellos (!) ist')


    'The bees must be broodless for at least 2 weeks, before workers' ovaries will develop and the workers begin to lay unfertilized eggs'

    ('Erst nach mindestens 2 Wochen der Brutfreiheit entwickeln sich die Ovarien der Arbeiterinnen, und sie fangen an, unbefruchtete Eier zu legen')

  • Teil 2

    Wo nach schauen wir bei einem Bienenvolk

    Stärke, Gesundheit, Weiselrichtigkeit, Futter.

    Ist das Volk weiselrichtig? Hat es Brut?

    Wie viele Bienen hat es?

    Hat es genug Futter?


    Und hier bitte nicht bei der Fluglochkontrolle stoppen. Auch wenn Bienen kommen und wegfliegen, muss nicht alles gut sein. Wenn man die Beute öffnet, kann das Volk an der Amerikanischen Faulbrut verstorben sein.

    Trotzdem kommen Bienen und gehen, Bienen machen das.


    Also auch wenn Bienen kommen und gehen am Flugloch, ist dies zwar ein gutes Zeichen, aber keine Garantie, dass es den Bienen gut geht.

    Ein Fehlen des Flugbetriebs kann auf ein Problem hinweisen, es kann auch zu kalt oder zu nass für Flugverkehr sein. Viel Flugverkehr kann auch auf eine Schwarmstimmung hinweisen.

    Wann ist ein starker Nektareintrag? Wenn die Bienen direkt in die Beute und direkt losstarten ohne lange zu schweben oder am Flugloch zuwarten.

    Wird ein Volk geräubert? Dann sieht man eine Wolke von Bienen vor der Beute und die fliegen Bienen im Zick zack und am Eingang wird am Anfang gekämpft.

    Wenn Bienen am Eingang sich in eine Traube hängen kann es zu warm sein, aber auch eine geruchsstarje Behandlung mit Maqs kann die Ursache sein.


    Sorry, ich mach das nur nebenher... daher dauert es etwas.

    Teil 3 folgt

  • Guten Tag Sulz, dankenswerterweise hat Northlight inzwischen die Übersetzung übernommen.

    Hier noch ein Tipp, den RalfK in einem Nachbarfaden gegeben hat : man kann oft bei diesen Videos die Sprechgeschwindigkeit einstellen, sowie sich Übersetzungen einblenden lassen. So

    wie Northlight das macht ist es natürlich schöner :).

  • Ich habe letztes Jahr am 9.5. ein Volk entweiselt und am 13.6. Drohneneier gefunden, falls dir das etwas hilft? Das waren genau 6 Wochen. Die Eier waren quer über die beiden Zargen verteilt. Eine genauere Beschreibung gibt‘s im Faden „Geisterkönigin“.

    Liebe Grüße