Erfahrungsbericht Futterteig

  • Wir haben Anfang September angefangen einzufüttern. Das war eins der Völker, die so lange weisellos und Drohnenbrütig waren. Ich hätte denen ja schon im Mai eine neue Königin gegeben oder im Juli einmal abgefegt, aber ich durfte nicht.

  • Wir haben Anfang September angefangen einzufüttern. Das war eins der Völker, die so lange weisellos und Drohnenbrütig waren. Ich hätte denen ja schon im Mai eine neue Königin gegeben oder im Juli einmal abgefegt, aber ich durfte nicht.

    Ja das ist die andere Möglichkeit, wenn das Volk/die Königin einne Knacks hat dann hören die auch oft auf das Futter abzunehmen....

  • ...Ich hätte denen ja schon im Mai eine neue Königin gegeben oder im Juli einmal abgefegt, aber ich durfte nicht.

    Wieso durftest du denn nicht?

    Das verstehe ich jetzt leider nicht?

    :confused:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo, ich habe auch in diesem Jahr nach und nach 60 kg Futterteig aus Puderzucker und Hefe geknetet.

    Damit will ich besonders in Kälteperioden des Frühjahrs (Märzwinter) die Völker pushen damit die mir nicht aus der Brut gehen.

    Die Hefe vermischt sich mit dem Puderzucker derart, dass die Bienen beides bei der Abnahme nicht mehr trennen können. Deshalb kann dieses Futter nicht in den Waben gelagert werden, sondern wird gleich in Brut umgesetzt. Etwa so wie bei Nektapoll. Nur viel günstiger :)

  • Im Eingangsposting wurde die Anleitung von foldissimo angesprochen. Er gibt eine Flüssigkeitsmenge von 400 bis 500 ml Wasser an. Bei 500 ml wurde mein Teig zu weich. Beim nächsten Mal werde ich wohl eher Richtung 400ml gehen.

  • Liebe Imker,




    wie im Winter 2021 (siehe Ausgangspost) habe ich auch im diesjährigen Winter mir Hefefutterteig hergestellt und diesen in Hohen-Neuendorf untersuchen lassen. Mich treibt die Umarbeitung vom Invertin von Saccarose in Glucose und Fructose um. Diesmal habe ich zwei Chargen angesetzt, jedoch Invertin genommen(im Vorjahr Backhefe) um eventuelle Hefen auszuschließen.




    Anzumerken ist, dass ich im letzten Jahr keinen Hinweis auf ungünstige Hefen erhalten habe, ich wollte es dennoch mit Invertin ausprobieren.




    Charge 1:




    10kg Puderzucker, 80ml Wasser, 20g Invertin:




    Untersuchungsergebnis: 26%Fructose, 22% Glucose und Saccarose 36%.




    Charge 2:




    10kg Puderzucker, 80ml Wasser, 20g Invertin und 2 kg Honig:




    29%Fructose, 24% Glucose und Saccarose 23 %.




    Die Untersuchungsergebnisse liegen bei.




    Offensichtlich hatte die Honigzugabe entweder eine beschleunigende Wirkung i.d. Spaltung gehabt, oder einfach nur die Prozentzahlen verschoben. Im Jahr 2021 war die Aufspaltung mit Backhefen ohne Honigzusatz besser als jetzt nur mit Invertin (untenstehend meine damalige Zusammenfassung). Ich bin mir nicht sicher, ob es am Invertin liegt oder schlicht daran, dass ich die Proben in diesem Jahr ein paar Wochen eher eingeschickt habe und der Reifeprozess temperaturbedingt im Schuppen ein anderer war.




    Das will ich im nächsten Winter raus bringen, indem ich zeitgleich und unter gleichen Bedingungen mit Backhefe und mit Invertin ansetze.




    Dann habe ich Ende Februar noch einen weiteren Test an meinen Bienenvölkern durchgeführt. Ich wollte in Erfahrung bringen, was die Bienen lieber naschen; meinen selbstgefertigten Hefefutterteig, Neopoll oder Apifonda. Hierzu habe ich 10 Völker mit jeweils 200Gramm der Futtersorten versehen und eine Woche später nachgesehen. Im letzten Jahr hatte ich einen eindeutige Hang zu meinem Hefefutterteig festgestellt.




    In diesem Jahr habe ich auch eine eindeutige Tendenz festgestellt, jedoch derart, dass genau der Futterteig der am Dichtesten zur Wintertraube (über der ersten Brut?) lag, auch zuerst aufgefuttert wurde.




    Einen zweiten Test etwas später habe ich nicht durchgeführt, da mir leider in diesem Winter zu viele Völker eingegangen waren und ich die Futterwaben verwursten muss, bevor diese kleinen fiesen Motten im Lager alles versauen….




    Nun habe ich also noch etliches an Hefefutterteig und werde ihn wohl für die Aufzucht von Jungvölkern nutzen.

  • Liebe Imker,




    wie im Winter 2021 (siehe Ausgangspost) habe ich auch im diesjährigen Winter mir Hefefutterteig hergestellt (...) Einen zweiten Test etwas später habe ich nicht durchgeführt, da mir leider in diesem Winter zu viele Völker eingegangen waren (...).

    Hmmm.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife