Beute abflammen antstelle von streichen

  • Mir erschließt sich nicht...

    In den gut zwei Jahren, die du hier mindestens mitlesen könntest, dürfte dir die Erklärung schon das ein oder andere Mal über den Bildshirm gehuscht sein.

    Ich beziehe mich auf diesen konkreten Fall und nicht "das eine oder andere Mal". In der Tat kenne ich Fälle, in denen eine Bezugnahme auf ein anständig ausgefülltes Profil die konkrete Fragesituation schneller klärt oder ein weiteres Verfolgen überflüssig macht. Aber das reflexhafte Fingerpointing auf das mehr oder weniger gepflegte oder zugängliche Profil ist in diesem Fall nicht wirklich hilfreich.

    Buckfast in 12er Dadant US in der schönen Nordheide

  • Oben auf dieser Seite steht eine Anzeige für die Beutenlasur von „Lixum“; damit habe ich meine Beuten gestrichen. Das geht irre schnell: die Lasur wird mit dem Schwamm aufgetragen; einmal auftragen und trocknen. Wenn die Temperatur passt, geht das innerhalb eines Tages. Die Farben sind etwas „pastellig“; das ist vielleicht nicht jedermanns Sache (ich mag‘s).

    jaja,
    und bei Styropor geht abflammen auch nicht gut, schon klar.
    Hier ging es aber nicht um den besten Anstrich wie in gefühlt zwanzig anderen Fäden!


    s.

  • Ich habe vor ein paar Jahren einige Deckel mit Gasflamme stark erhitzt und mit MW-Wachs versiegelt, vor allem die Stirnhölzer und Kanten der Betonierplatten der Dächer. Ich habe den Dauertest aber nicht weiter verfolgt, weil ich in den letzten Jahren zusätzlich überstehende Wahlplakate als Wetter- und Sonnenschutz auf den Holzdächern habe.

  • Nun wollte ich nach Erfahrungswerten fragen, das Abflammen würde ja schneller und effizienter von Statten gehen..

    Habe das auch mal probiert, zumindest mit handelsüblichen gasbetriebenen Lötlampen ist das keinesfalls schneller als streichen. "Dachdeckerbrause" geht schneller, da stört die nicht sehr homogene Erhitzung: an den Kanten musst Du manchmal löschen.

    Simon Hummel erwähnte mal das Frittieren von Beuten in Wachs als Holzschutz, dazu brauchst Du ein hinreichend großes Gefäß (Bräter) und viel Wachs. Würde ich ohne Löschdecke +/- Kohlensäure-Feuerlöscher nicht machen.
    Die Variante "Beute erhitzen, Wachs(Streifen) auflegen, einziehen lassen" geht auch nur wenn man wirklich zuviel Zeit hat.

    Ein für mich wesentlicher Nachteil des Abflammens:
    man erzeugt damit dunkles Holz, das sich in der Sonne ziemlich aufheizt.

    Da ich nicht in Skandinavien imkere sondern in einer sommers gut warmen Region bevorzuge ich helle Beutenwände - nahm zuletzt Osmo Einmal-Lasur HSplus.
    Honigräume behandle ich gar nicht, die Brutraum-Zargen vom Wasinger sind ebenfalls naturbelassen und schön vergraut, ohne Schäden. Seit zwei Jahren streiche ich nur noch die Holzböden.

  • Hallo RalfK,

    kann ich bestätigen, habe ich genauso mit Lötlampe und Mittelwand bei nem Ablegerkasten gemacht. War gefühlt nicht weniger aufwendig als streichen und der Kasten sah danach auch ein bisschen wie alternative Tarnkappenbemalung aus...

    Streichen gefällt mir viel besser und verstehe ich im Übrigen als meditative Tätigkeit.

  • Danke sehr für die Antworten bisher. Ich hätte schon eine etwas grössere Flamme gehabt (Dachdeckerbrause), aber leider muss ich das komplett falsch in Erinnerung gehabt haben mit dem Schutz nach dem Abflammen. Wir werden jetzt in den "saueren" Apfel beissen und uns Leinsamenöl für Pferde kaufen, das wird dann auf die Beuten gestrichen und dann wird halt gewartet. :-)


    Berggeist : Datensparsamkeit hat für mich Priorität, ich sehe da nichts negatives daran. Auch wenn man noch nicht viel an einem Forum teilgenommen hat, muss man sich nicht sofort komplett jedem "öffnen". :-)

  • Datensparsamkeit hat für mich Priorität, ich sehe da nichts negatives daran.

    Genau, du siehst es nicht.

    Andere denken als Reaktion ebenso.

    In diesem Forum darf man sich das mittlerweile fast regelmäßig vorwerfen lassen, wenn man darauf hinweist.

    Darf jeder frei entscheiden.:)

    Man sollte aber die Alternativen kennen.

  • Echtes Karbonisieren und nicht nur bißchen Tarnoptik scheint wohl eher Holzschutz für Bretter, Balken, Zäune als für formschlüssige Verbindungen wie Fenster, Türen und Beuten, wo die letzten 2cm auch noch rechtwinkige, formschlüssige Verbindungen halten soll.


    wie gesagt anbruzzeln und mit Wachs die Stirnkanten von Sperrholz/Betonierplatten zu versiegeln geht, aber es ist nicht schneller als mit Farbe/Lasur!

  • Zur Info : Ich war mir reines Leinöl kaufen und werde dies nun auftragen. :-) Wie gesagt der Thread wurde eröffnet, weil ich der Meinung war das man durch leichtes Abflammen einen Holzschutz generieren kann, da dies ja nicht der Fall ist (vielen Dank für die Aufklärung), habe ich mich für etwas natürliches entschieden.


    Mit besten Grüssen,


    Jacques