Als Anfänger von DNM auf Dadant umziehen...?

  • Nach jedem Winter die gleiche Frage zum "Uwohnen". Abgesehen von den super Spezialisten, die mit Schrauben, Kabelbindern etc. kleine Waben in große friemeln, gibt es noch das simple Vorgehen der Ideenlosen ;).


    Die suchen die Kö' bei guter Tracht, z.B. im Mai, setzen sie aufs neue Format (MW) und schütteln die Bienen hinterher. Alternativ geht's auch ohne Kö' suchen; nur ist dort das Risiko höher, dass sie unabsichtlich beschädigt wird. Die verbleibende Brut mit Restbienen in die alte Kiste, mit 2 vollen Futterwaben oder Honigwaben versehen und diese verstellen. Neues Format auf alten Platz - fertig.


    Unabhängig von der Tracht, Volk auf neuem Format baut schnell ein neues Zuhause, wenn man es dünn füttert. Nach 1 Woche ist dieses fertig - z.B. auf 5 Wb. Dann bekommen sie noch den Baurahmen, um den angeheizten Bautrieb auszuleben und den Honigraum, wo weitergebaut wird, wenn Tracht herrscht.


    Die Brutlinge kann man vereinigen oder separat jew. Königinnen ziehen lassen. Ja, es sind aus der Not geborene, aber für den Anfang sollte es reichen. Diese standbegatten lassen und man erhält

    - 2 Völker auf neuem Format mit den alten Kö's

    - 1-2 Neuvölker mit vielen Bienen und neuen Kö's


    Die Honigräume des ursprünglichen Formats bleiben bei den Brutlingen. Bis zum Sommer können die noch schön gefüllt werden. Die neu ausgebauten HRe des neuen Formats ebenso.


    Und was macht man mit dem alten Format ? - Das Gleiche im Spätsommer. Da bleibt dann noch eine Brutscheune, die im nächsten FJ verkauft werden kann...


    Ach ja, das mit dem Schied: Erst wieder anfassen, wenn aufgefüttert wird. In der Natur wird die Höhle ja auch nicht ständig verändert. Es gibt ja genug Beiträge dazu.

  • Ok, ich habe DNM und Dadant.

    Ich kann dir kurz und einfach sagen, wie ich es mache,

    Aber definitiv nicht hier im Forum.

    Du kannst mich gerne über PN anschreiben.


    Und nein, es ist völlig in Ordnung zwei unterschiedliche Systeme zu haben, wenn man die Vor und Nachteile kennt. Aber jeder soll so imkern, wie er möchte.

  • Mmmh das hört sich soweit alles ganz gut an.

    Gibt es denn Nachteile wenn man Dadant im Warmbau betreibt? Das Flugloch muss ja dann quasi dort sein wo der Brutbereich ist...?


    Ich denke dass 1.5er Dnm unhandlicher ist, da sie ja doch recht tief in die Beute ragen. Außerdem hab ich schon oft gelesen, dass Imker XY sofort mit Dadant beginnen wüden, weil es sich am besten machen soll...

  • Melanie von Orlow beschreibt in ihrem Buch "Natürlich imkern in Großraumbeuten" Warmbau in DN1,5. In Dadant habe ich noch nicht gehört, dass das jemand macht. Ich vermute aber, dass es funktioniert. Wenn es ergonomisch besser passt, vielleicht einfach ausprobieren.

  • Warmbau soll für Futterabriss nachteilig sein, weil im zehrweg dann Waben gewechselt werden müssen. Kannst im kaltbau auch von der Seite arbeiten, wenn die Kisten in 2er Aufstellung stehen

  • Mmmh das hört sich soweit alles ganz gut an.

    Gibt es denn Nachteile wenn man Dadant im Warmbau betreibt? Das Flugloch muss ja dann quasi dort sein wo der Brutbereich ist...?

    Hallo Bienen-Paul, ich bin knapp 1,70 m groß und stehe auch im Wesentlichen hinter der Kiste,

    das geht gut auch im Kaltbau. Wenn Du die 12er Dadant im Warmbau betreibst, verschenkst Du

    einen Vorteil. Die Bienentraube sitzt ja im Winter auf den Brutwaben.Sind die Brutwaben im Kaltbau,

    sitzen die Bienen automatisch schon auf allen Waben, auf denen Flugloch fern Futter eingelagert

    ist. D.h. sie müssen die Waben nicht verlassen, um an Futter ran zukommen.Der sogenannte Futterabriß kommt daher auf Dadant Waben z.B. in meiner Region nie vor. Vorausgesetzt natürlich

    die anderen Grundparameter stimmen.

    Wenn Du mit Schied arbeitest, wählen wir hier übers Jahr eine Fluglochbreite in der Größe der Brutwaben, also 4 , 5 Brutwaben = 4 , 5 Brutwaben Fluglochbreite. Am Flugloch sitzen immer die

    Wächterbienen. So kann sich das Volk effektiv verteidigen.

    Ich würde die die Vorgehensweise von beemax wählen.Hätte ich das nur am Anfang gewußt

    als ich mit Gepfriemel meinen Zander Ableger in Dadant eingewohnt habe ;).

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Mmmh das hört sich soweit alles ganz gut an.

    Gibt es denn Nachteile wenn man Dadant im Warmbau betreibt? Das Flugloch muss ja dann quasi dort sein wo der Brutbereich ist...?


    Ich denke dass 1.5er Dnm unhandlicher ist, da sie ja doch recht tief in die Beute ragen. Außerdem hab ich schon oft gelesen, dass Imker XY sofort mit Dadant beginnen wüden, weil es sich am besten machen soll...

    Also ich habe mit DNM 1.0 angefangen, weil ich die Beuten und Rähmchen geschenkt bekommen habe. Noch im selben Jahr bin ich auf 1.5 umgestiegen, da im oberen Brutraum die Hälfte verhonigt war. Ich möchte das Maß nicht mehr missen. Mittlerweile habe ich DNM 1.5 als Brutraum, 0.5 als Honigraum und für Begattungskästchen sowie 1.0 wenn die Begattungskästchen in 1.5er einziehen wollen. Dann hängen unten die 0.5 und oben drüber die 1.0er.


    Ich würde kein anderes Maß mehr haben, aber andere schwören auf DD... So macht es eben jeder anders. DU musst halt für DICH rausfinden, was für dich am besten passt.

  • Gibt es denn Nachteile wenn man Dadant im Warmbau betreibt? Das Flugloch muss ja dann quasi dort sein wo der Brutbereich ist...?


    Ich denke dass 1.5er Dnm unhandlicher ist, da sie ja doch recht tief in die Beute ragen.

    Warm- oder Kaltbau ist dem Bien letztlich egal, nur nicht dem Imker. Ich nutze z.B. 3er Blöcke: Flugloch nach links - nach vorn - nach rechts. Die beiden äußeren kann ich von hinten im Kaltbau bearbeiten, das Mittlere im Warmbau.


    Futterabriss kam bei Großwaben bei mir noch nicht vor. Der Bien lagert seitlich von seinem Wintersitz Futter auf den Waben ein (DD) bzw. auch oberhalb (DN1,5). Das erreicht er in der kalten Zeit immer durch Verschieben der Wintertraube. Nach dem Reinigungsflug belaufen die Bienen alle Waben, vorausgesetzt es hat Platz über den Oberträgern (beespace) und tragen zum Brutnest um.


    Und der Unterschied von DN1,5 zu DD zeigt sich m.E. im Wesentlichen in der Handlichkeit. Eher kommt die fast quadratische Wabe von DN1,5 der (idealisierten) Kugelform eines optimal dichten Brutnests entgegen.

  • Leider kann ich meinen Beitrag nicht zurückziehen, überlesen hatte ich, dass Du Bienen-Paul

    Dich an die Profi Imker wendest. Sorry ! Nur kurz , nachdem ich selbst Deinen Post nochmals überdacht habe : übe Dich in Geduld, suche Dir einen Anfänger Kurs und / oder Paten , bei dem Du theoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten an und mit den Bienen erwerben kannst, auf Dich persönlich zugeschnitten. Vergiß alles andere.Warum ? Weil alle Erfahrenen gleich welcher Richtungen nicht mehr wissen oder es verdrängt haben, wie es war : Ganz am Anfang. Meine 2 völlig unerheblichen Cents. Viel Glück und ganz viel Spaß !

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • ich bin von 1,0 auf 1,5 DNM gegangen und hab mir die gleiche Frage gestellt..

    abgesehen von dem bisher gesagten würde ich mich fragen:

    - will ich wandern bzw. auch mal selbstständig die Beuten umstellen?

    -> wenn ja, dann macht DNM 1.5 mehr Sinn.

    - wie ist die Ausgangslage in der Region? mehr DNM Imker oder mehr Dadant?

    -> wenn ich der einzige Dadant imker weit und breit bin, wird ein Verkauf und tausch relativ schwierig.

    Wäre halt doof wenn du nach 1-2 Jahren feststellst, dass du alleine deine Beuten kaum bewegt bekommst und deine überschüssigen Völker nicht verkauft bekommst.

  • Ich hab 12er DN Kisten und 10er Dadant. Die passen aufeinander. Das heißt ich kann alle Deckel, Böden und Fütterer untereinander verwenden. Die Honigräume habe ich auch bei allen gleich(!).

    Wir stellen am Ende dieser Saison mit der TBE um. Ein paar Völker behalten wir auf DN, weil ich das Maß irgendwie doch mag und weil ich irgendwann gern auch mal Ableger verkaufen möchte.

  • Bienen-Paul Mach es genau so, wie beemax es in #15 empfohlen hat. Ich weiss, man würde am liebsten gleich sofort und möglichst kompliziert, aber mit der erwähnten Vorgehensweise gibt es zuerst Honig, dann wenig Arbeit, anschliessend den gewünschten Erfolg und wenn Du clever bist, ist die Varroa-Behandlung auch schon erledigt. :) Ich bin vor drei Jahren genau so von Zander auf Dadant umgezogen. Völlig problemlos!