Räuberei bei Miniplus

  • Hallo zusammen!

    Mein Nachbar hat immer Probleme mit Räuberei bei seinen Miniplus Kästen. Da ich mehrere Wirtschaftsvölker auf unserem Grundstück habe, werde ich immer wieder von denen angesprochen, dass meine Völker kein Futter mehr haben und daher räubern. Gestern habe diese Völker geöffnet und es war genug Futter vorhanden. Meiner Meinung ist es auch nicht sinnvoll Miniplus dort aufzustellen wo eine hohe Bienendichte ist. Ich möchte auch keinen fall deswegen Ärger mit denen habe ,da wir auch immer gut miteinander auskommen. Ich habe seit 35 Jahren Bienen auf unseren Grund stehen, arbeite auch kaum selber mit Miniplus schon gar nicht bring ich solche Völker über den Winter. Wo liegt die Ursache und wie kann man das für die Zukunft lösen?

    Mfg Mimü

  • Bienenvölker holen sich, was sie kriegen können, auch wenn sie genug Futter haben. Räubereiverhinderung setzt bei Völkern an, die potentiell gefährdet sind, ausgeräubert zu werden. Kein Kleckern, kein unnötig langes Öffnen und kleine Fluglöcher. Bei mir haben die kleinen Völker aktuell ein Flugloch in der Grösse von 7mm × 30mm. Das Flugloch muss zur Volksgrösse passen und vom Volk verteidigt werden können. Dein Nachbar ist also gefordert! Es ist immer einfach, die Schuld auf andere abzuschieben … :(

  • Ich überwinterte Apideas direkt neben meinen Völkern und hab keine Probleme mit Räuberei. Wahrscheinlich sind seine Mini Plus zu schwach, Weisellos oder Tod und der Bienenflug sind nur Bienen die sich das Futter Räubern.
    Viele Grüße

  • Wer ausgeräubert wird hat eine Macke

    das kann man ihm aber so nicht hinknallen
    muss man verpacken

    und Du kannst Ihm das RÄUBERGITTER empfehlen

    in Verbindung mit kleinem Flugloch

    rettet das manchen Schwächling


    Hast Du mal gefragt wie stark die Völkchen sind ?


    Gruß Uwe

  • Meiner Meinung ist es auch nicht sinnvoll Miniplus dort aufzustellen wo eine hohe Bienendichte ist. Ich möchte auch keinen fall deswegen Ärger mit denen habe ,da wir auch immer gut miteinander auskommen. Ich habe seit 35 Jahren Bienen auf unseren Grund stehen, arbeite auch kaum selber mit Miniplus schon gar nicht bring ich solche Völker über den Winter. Wo liegt die Ursache und wie kann man das für die Zukunft lösen?

    Mfg Mimü

    Wenn du die Bienendichte als Anhaltspunkt nimmst, könnte hier keiner mehr Miniplus aufstellen. Schon länger nicht mehr.

    Das Jemand Reserveköniginnen in Miniplus über den Winter bringt, ist doch nicht ungewöhnlich.
    Hast du dir die beräuberten Minis mal angesehen.?

  • Bienen messen Zuckerkonzentrationen, werten sie aus und speichern die Informationen (auch über den Fundort) in ihrem Gedächtnis ab, das erstaunliche Parallelen zu unserem Gedächtnis aufweist (Kurz-, Mittel- und Langzeitgedächtnis). Zuckerkonzentrationen wie in Futter/Honigvorräten (20% Wassergehalt und weniger) kommen auf Pflanzen in der Natur nicht vor (60 ... 80% Wassergehalt). Haben Bienen solche sagenhaften Konzentrationen jemals auf der Futtersuche gefunden, dann vergessen sie das nie wieder, sondern suchen ihr Leben lang nach solchen Schätzen; ja, sie lehren das auch ihren Stockgenossinnen. Auch wenn die alte Futterstelle versiegt ist oder wochenlang nicht angeflogen werden kann, kundschaften sie immer wieder dort bzw. in deren Umgebung. Das beweisen entsprechende Fütterungsexperimente. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Menzel kann da Näheres berichten:

    https://www.bcp.fu-berlin.de/b…nzel/forschung/index.html

    Aktuell lebt ein Großteil der Winterbienen noch. Ihr Suchverhalten ist also noch immer von ihren Futterjagderfolgen vom Herbst des Vorjahres beeinflußt. Man muß sich daher nicht wundern, wenn sie nach wochenlanger Pause noch immer das Goldene Vlies suchen, vorzugsweise dort, wo sie bzw. ihre Lehrerinnen es bereits einmal gefunden hatten. Wenn sie noch dazu jetzt ihr Langzeitgedächtnis auffrischen können durch sagenhafte Kurzzeiterfolge, dann verfestigt sich das Räubereiverhalten und pflanzt sichdurch Fortbildung der jungen Sammlerinnen fort und die betreffenden Völker spezialisieren sich entsprechend. Der Nachbar bekommt den zutreffenden Eindruck, daß der betreffende Imker nur Räubervölker halte und argwöhnt, daß der seine Völker auf Nachbars Kosten hungern lasse. Hat sich diese seine Sicht erst einmal gebildet oder gar verfestigt, führt das zu Konflikten und je nach Naturell zu unschönen, verzweifelten Aktionen bis hin zum Vergiften der "Räuber"völker des bösen Imkernachbarn. Dagegen hilft nur das naturwissenschaftliche Wissen um die wirklichen Wirkstrukturen beim Räubern. Schuld hat nicht der Halter von räubernden Völkern, sondern ausschließlich der von beräuberten. So muß man den alten Merksatz verstehen: Räuberei geht stets eine Eselei des Imkers voraus.

  • HAllo,

    .... "jeder Räuberei geht voraus ne Eselei" ! ( ... von seiten des Imkers dem die Kästen gehören).

    Wenn deine Bienen des Nachbars Kisten ausräumen liegt die Schuld nicht bei dir sondern bei ihm.

    Sag ihm er soll die Fluglöcher enger halten und Schwächlinge auflösen !

    Im übrigen bedarf es immer einen Auslöser zur Räuberei. Das können Weisellose Völkchen sein, aufgerissene durch den Gitterboden kleckernde Waben deren Geruch die Bienen anlockt, ( passiert beim ziehen), oder eben einfach kränkliche Mickerlinge, usw. .

    Bienen sind Tiere , und Tiere tun was sie tun müssen. ( In dem Fall eben Honig sammeln.) Auch wenns in Nachbars Kiste ist.

    Gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Bekommt man bei den Böden von Bergwinkel bei aufgesetzter Zarge den Fluglochkeil raus ohne die Zarge anheben zu müssen? Bei den Holzböden von Holtermann z.B. steht die Zarge über die Kante vom Fluglochkeil. Hier muss man sich noch eine Erhöhung bauen, wenn man das nicht will.

  • Ich habe auf den Böden die Styroporzargen. Da geht das, obwohl die Keile sich schon durch Feuchtigkeit etwas verziehen und dann etwas schwergängig sind. Wie du auf dem Foto siehst, steht da aber nichts über.