Anruf - falsch verbunden? Honig im Kopf

  • wir haben auch mit Holz angefangen und nach 3 Jahren sahen die so giddelig aus, dass sie für den Kamin waren.

    Da würde ich einen besseren Anstrich wählen. Es gibt schon welche (sogar umweltverträgliche) die länger halten. Da darf man nicht am falschen Ende sparen.

    Ich wohne bei Lübeck.

    Meine ältesten Kisten sind im 6. Jahr. Die habe ich noch bestrichen, womit kann ich gar nicht mehr sagen, müsste ich nachschauen. Die darauffolgenden habe ich gar nicht mehr behandelt. Sicher sind sind sie alle irgendwie verfärbt, aber ich kann ansonsten keinerlei wetterbedingten Schäden erkennen.

    So lange sie trocknen können, sehe ich da keine Probleme.

  • Die Niederschlagsmenge allein sagt nur bedingt etwas aus. Beispiel: Meine Geburtsstadt Münster ist eine der Städte in Deutschland mit den meisten Regentagen. Die Niederschlagsmenge liegt aber im deutschen Durchschnitt. Kurzum es regnet oft, aber dafür kurz/wenig stark. Es macht sicher einen Unterschied, wann welche Regenmengen fallen. Köln ist z.B. traditionell mit sehr hohen Niederschlagsmengen, aber nicht unbedingt vielen Regentagen "gesegnet". Was für die Beuten besser ist, vermag ich aber nicht zu sagen...


    Die Argumentation "in Küstennähe geht nur Segeberger Styro" hört man aber immer wieder (vermag ich aber nicht auf Richtigkeit zu beurteilen) und selbst in meiner Region schwören einige auf Segeberger Styro wegen Gewicht & Witterung

  • Ich würde mich wirklich über stichhaltige Argumente/Beweise freuen, warum im Norden nur Styro geht. Ich weiß gar nicht, wie die Menschen im Norden vor der Styro-Zeit gelebt haben.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Moin,


    wenn es die perfekte Beute gäbe, dann würden alle Imker auf der Welt sie einsetzen. Alle haben sie unterschiedliche Vor- und Nachteile, und oftmals läuft es auf persönliche Präferenzen hinaus, die dann bestimmte Eigenschaften des jeweiligen Beutensystems entscheidend machen.


    Übrigens ist man mit Segebergern nicht dazu gezwungen, mit zwei Bruträumen zu imkern ;)


    Beste Grüße


    Peter

  • Moin

    die Haltbarkeit wurde ausgiebig getestet von Kai (norbiene.de). Als Ergänzung: meine ältesten "Kisten" (Styro)sind ungefähr 50 Jahre in gebrauch (noch mit den eckigen Griffen) die ersten drei daovon hab ich jetzt zum Schmelzturm degradiert.

    Im übrigen: -Gefallen tun mir die "Holzkisten" auch besser, aber für mich überwiegen die Nachteile

    VG

    Martin

  • Moin

    die Haltbarkeit wurde ausgiebig getestet von Kai (norbiene.de). Als Ergänzung: meine ältesten "Kisten" (Styro)sind ungefähr 50 Jahre in gebrauch (noch mit den eckigen Griffen) die ersten drei daovon hab ich jetzt zum Schmelzturm degradiert.

    Im übrigen: -Gefallen tun mir die "Holzkisten" auch besser, aber für mich überwiegen die Nachteile

    VG

    Martin

    Achja, der Kai ist ja super unbefangen, was die Beute angeht. Da kann ich auch den Bock zum Gärtner machen.:D

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Das Hauptproblem im Norden ist Wind und Kälte.

    Die Segeberger Beute isoliert die Bienen im Frühjahr, wenn sich die Bienentraube etwas löst.

    Bei der Holzbeute fliegen Bienen etwas schneller, wenn diese in der Sonne steht. Obwohl die Luft noch kalt ist. Da ist im Grunde der Vorteil der Segeberger Beuten, sie erhitzen sich nicht und geben damit auch keine Wärme an das Volk. Erst wenn die Luft sich ebenfalls ausreichend erwärmt hat, fliegt dort etwas.

    Es ist für die Winterbienen stressig immer jede Wärmeschwankung mitzunehmen und die sind im Norden im Frühjahr immer etwas höher.

    Es fällt auf, dass die Bienen durch diese etwas gleichmäßigere Schwankung der Temperatur, ihr Brutnest effektiver wärmen können. Ist wird in den Warmphasen, wenn bei der Holzbeute sich das Innere erwärmt mehr Brut angelegt, aber bei der Kältephase in der Nacht wird das Wärmen erschwert.


    Aber in manchen Regionen ist dieser Unterschied wirklich vorhanden und wir stellen unsere Holzbeuten nur noch in Bienenhäusern, weil dadurch ebenfalls diese Schwankungen vermindert werden.


    Es sind geringe Schwankungen, die aber in bestimmten Regionen zum Tragen kommen und so kann man bei einer Freistehenden Holzbeute und im Vergleich eine Segeberger mit gleicher Auswinterung 1 bis sogar 2 Wochen Vorsprung in der Frühtracht bekommt.

    Aber dieser Vorsprung wird dann bei wärmeren Temperaturen locker aufgeholt.


    Es ist wirklich nur der kurze Moment, wo die Bienen die Bienentraube verlassen und die erste Brut angelegt wird, wo die Segeberger einen Vorteil für die Bienen liefert.


    Der zweite Vorteil für den Imker.... sie ist leichter.

  • Okay, das ist aber ein anderes Thema. Die Einlassung war, dass Holzbeuten im Norden nicht lange halten.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Wie bei allen Neulingen kommt die Fragen nach den Beuten auf. Und je mehr ich lese, mich umhöre und Videos schaue, umso blöder werde ich im Kopf und kann mich weniger und weniger entscheiden.

    Hier würde ich so vorgehen: Im Norden sind die Segeberger Beuten beliebter, weil die Bienen dort mit dem Wind und dem Mistwetter in solchen Styroporbeuten besser klarkommen. Damit ist auch das Rähmchenmaß (DNM) gesetzt. Du solltest in der Nähe einen Imkerverein haben. Wenn die alle mit Segeberger Beuten arbeiten, ist es das, denke ich.


    Hier unten im sonnigen Süden (Augsburg) kenne ich niemanden, der Styroporbeuten hat. Da ist die Entscheidung heute eigentlich nur zwischen Dadant (US, mod) und Zander.


    Es gibt natürlich auch Leute, die mit irgendwelchen Exotenteilen (Bienenkugel, -kiste, Einraumbeute, TBH, etc.) anfangen. Aber die meisten geben nach spätestens einem Jahr wieder auf und entscheiden sich zwischen Zander und Dadant.


    Bei Holzbeuten würde ich persönlich eher zu Dadant tendieren, aber ich will hier um Himmels Willen keine welche-Beute-ist-die-Beste-Diskussion anzetteln.

  • Ich wollte noch etwas kürzen.... und korrigieren.... war aber abgelenkt worden.


    Wenn Holzbeuten sauber auf einem Beutebock stehen, ohne dass dort stehendes Wasser ist. Dann halten auch die Holzbeuten sehr lange.


    Ja, sie wittern etwas und man sollte auch alle zwei oder drei Jahre mal nachstreichen.


    Aber sich auflösen, tun sie nicht.

  • Wie lange hält denn eine Holzbeute "hier im Norden"?

    ... wir wohnen zwar nicht im deutschen Norden - wer seinen Blickpunkt von Italien auswählt, dann ist Bayern schon der Norden.

    Kurz: wir leben und arbeiten im Allgäu auf 850 m und arbeiten seit über 20 Jahren mit ganz einfachen Dadant mod. Beuten aus Fichte. Alles Eigenbau - überwiegend nach den Vorlagen der 'magazin-Imker'. Ohne 'Schutz'-Anstrich, das möchte ich ausdrücklich betonen. Bis heute ist uns noch keine verfault oder kaputt gegangen. Einmal hatten wir einen Holzbock drin. Gelegentlich wurde mal eine Auflageschine unten ersetzt. Ebenfalls aus Fichte.

    Ich möchte für Holz plädieren, welches in jeder Beziehung natürlich ist. Und wenn die Kisten mal wirklich ausgedient haben sollten, freut sich der Ofen.

    Und ich denke, dass der Regen im deutschen Norden nicht anders ist, als hier im deutschen Süden.

    Und Wind und Sturm gibt's bei uns auch. Auch Schnee..... grins......

    Jonas

  • Im Norden regnet es im Herbst und Winter oft waagerecht. Da hilft kein Schutzdach, die Beutenwände sind sehr lange richtig nass. Außerdem zieht sich dadurch das Wasser in sämtliche Fugen und Falze.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich habe Segeberger Styro und finde sie für mich wegen des geringeren Gewichtes gut.

    Zum Teil sind sie vom Vorgänger und damit schon über 20 Jahre in Betrieb.

    Ausrangierte Zargen tun noch zum Dampfwachsschmelzen als Turm ihren letzten Dienst.

    Ich habe sie angestrichen, weil ich die weissen Kisten in meinem Garten doof finde.