Große Menge Pollen auf Windel

  • Hallo zusammen!


    Mein erster Beitrag hier und ich würde mich freuen, wenn das jemand einordnen könnte: Ich habe gestern beim Ziehen der Windel bemerkt, dass sehr viel Pollen drauf gelandet ist. Woran könnte das liegen? Und kann ich dieses wertvoll gesammelte den Bienen irgendwie zurück geben oder lieber selber essen =O?


    Auch wenn es (vielleicht) nichts damit zu tun hat: Es geht um ein recht schwaches Volk, dem ich Mitte Januar eine Portion Futterteig aufgelegt habe, der auch glücklicherweise angenommen wird.


    Danke euch, anbei ein Bild


    Grüße

  • Dass Pollen auf die Windel fällt ist normal (auch in dieser Menge). Beim Umladen fällt immer was runter. Auffällig ist lediglich, dass er fast komplett in der vorderen Ecke liegt. Warum also verlieren die Bienen den Pollen an der Stelle? Da scheint etwas zu sein, das wie ein Pollenfalle wirkt. Mäusegitter wäre eine Möglichkeit.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo apimigo , bitte mehr Info : Zander / Dadant ? Warum hast Du Mitte Januar Futterteig gegeben ? Mein Vorschlag : Mäusegitter raus. Flugloch stark einengen. Eventuell Holzflugloch-

    keil in Ablegerstellung ( 2 Bienenbreiten) . Beobachten. Beim Mäusegitter rausmachen eventuell

    Totenfall hinter dem Gitter mit Stöckchen rausfegen. Wenn Du sagst, Volk schwach, aufpassen

    wegen Räuberei, also wirklich beobachten. So mache ich es gerade bei meinem Schwächling.

    In den 2,3 Tagen Beobachtung kommt keine Maus in die Beute. Ohnehin dürfte das Mäuseproblem

    in unseren südwestdeutschen Subtropen durch sein.

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Danke euch!

    Das Mäusegitter hatte ich vor ca. eineinhalb Wochen rausgenommen, weil sie tatsächlich

    Schwierigkeiten hatten, den Pollen durchzubekommen. Seltsamerweise hatte das Nachbarvolk mit dem gleichen Gitter keinerlei Probleme damit. Könnte das zeitlich noch "nachwirken"?


    Es ist vorne rechts, dort wo auch das eingeengte Flugloch ist. Die Traube sitzt auch ziemlich weit rechts (sind nur 5 Waben, die links eingeschiedet sind), aber eigentlich mittig, zumindest war das so, also ich den Futterteig aufgelegt habe. Kann gerne ein Foto nachreichen, wenn das von Belang ist.


    Vielleicht auch ein nicht passender Rähmchenabenstand oder fehlender Beespace durch den Futterteig? Die Frage ist halt, ob ich eingreifen kann/soll?

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  • Ok, also mehr Hintergrund: Es war ein sehr später Ableger, der dadurch viel zu wenig Futter einlagern konnte (um die 6Kilo). Einwinterungsstärke war kritisch (ca. 4 Wabengassen), aber wollte es dennoch probieren. Daher habe ich immer schön gemessen und als ich zu ängstlich wurde und das Gewicht abnahm, Futterteig aufgelegt. Aus dem starken Nachbarvolk Futterwaben zu nehmen (sonst hab ich keines mehr) war mir zu riskant.


    Totenfall haben sie alleine schon rausgeschafft und sind Fluglochverkleinerung sind beide drin, beim "Ableger" auch auf ca. 5cm verkleinert.


    Ich imkere mit DNM.


    Bild 1: 17.01.

    Bild2 (mit futterteig)17.02.

  • Danke für die Bilder. Wenn ich es es richtig deute sitzen sie ganz rechts an der Beutenwand wegen

    der daneben stehenden Beute. Mehr Schutz, besserer Wärmehaushalt. Futterteig nehmen sie

    glücklicherweise ab. Ich schätze, sie brauchen erstmal Grundenergie und haben nichts frei für

    Bruterzeugung ? Dafür bräuchten sie ja den Pollen. Vielleicht bekommst Du noch Tipps, muß leider passen.

    PS: Beim Ableger würde ich noch stärker verkleinern, 5 cm Flugloch im vielleicht knappen

    Überlebensmodus wäre mir zuviel.

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Hallo apimigo , ich würde sie jetzt einfach beobachtend in Ruhe lassen. Neuen Futterteig auflegen, sobald nötig. Außerdem einen Plan fürs nahende Frühjahr machen. Schwächling direkt neben Deinem, wie Du es einschätzt, starken Volk wird unweigerlich weitere Probleme mit sich bringen

    ( eigene Erfahrung ).

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Die können m. E. nicht alles einlagern, was herangeschafft wird, da es ja kein pralles Volk ist. Zusätzlich geht wohl auch noch etwas verloren durch "interne Hindernisse".


    Ich würde die über die nächsten 4 Wochen einfach mal in Ruhe machen lassen. Sind doch Bienen - die wissen, was zu tun ist.;)

    Man erlebt da auch Überraschungen !

  • Freut mich, dass ich gleich so gut unterstützt werde!

    Auenbiene Hatte auch schon darüber nachgedacht, das schwache Volk auf das starke aufzusetzen, um sie ein wenig auszugleichen, aber da ich nur zwei Völker hab, scheue ich mich ein wenig davor. Bin erstmal froh, dass es (bisher) alle Völker über den Winter geschafft haben...

    arbeitsbiene65 das hatte ich auch schon als Möglichkeit. Ist davon auszugehen, dass sich das alleine regelt oder kann ich da irgendwie Unterstützung leisten?


    Aber ich sehe schon durch die neuesten Beiträge - lieber auf die Finger setzen und abwarten :)

  • Bei Gelegenheit mal den Gitterboden kontrollieren. Bei einer meiner Frankenbeuten hatte sich bei einem Volk die Verklebung gelöst und das Alugeflecht stand leicht nach oben. Fast alle Bienen verloren dort ihre Pollen.

    Beste Grüße


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die ich sehe, eine die Du siehst, und eine die wir beide nicht sehen.....

  • Hallo! Kurzes Update: Da es bei uns ab morgen kälter wird, hab ich neuen Futterteig aufgelegt (war auch fast ganz verbraucht) und das Flugloch eingeengt. Das Pollen"problem" scheint sich gelegt zu haben, es wurde auch fleißig eingetragen, als ich vorhin da war.

    Aus der Windel schließe ich, dass sie brüten und die fünf Waben ganz gut besetzen. Hab da wenig Übung drin, daher hab ich mal ein Foto vom Gemüll angehängt: was kann ich noch ablesen? vereinzelt Beine > Räuberei? Was sind die schwarzen Punkte im vorderen Drittel?


    Der Gitterboden sieht übrigens gut aus 🙂