LOGAR 20/8-Waben-Radialschleuder vs CFM-Radialschleuder 18-Halbwaben

  • Bei Radial habe ich als 1-Frau-Betrieb auch so meine Befürchtungen, wie ich wie wild entdeckele und dabei gerade der Eimer unter dem Hahn überläuft....

    Hier kommt dann rases Vortrag in Donaueschingen ins Spiel, ich hab mir den gestern noch mal angeguckt. Seine Haltung, Arbeitsbereiche der Imkerei als Modul / Block zu sehen, ist ganz clever.

    Die Radialschleuder taugt halt nicht, wenn man 10 Eimerchen mit Doppelsieben drunter halten muss.


    Bei 22 Völkern, die Du laut Deiner Signatur hast, kommt da durchaus einiges an Honig zusammen, vielleicht muss da zur Schleuder auch ein Sumpf dazu.


    Ich habs schon geschrieben, dass ich bisher immer zu klein gekauft hab, und es dann doppelt teuer wurde. Weil ich dachte, ich spare ne Mark. Für andere kann ich nicht sprechen, aber ich werde mir schon die Frage stellen, wie ich "Schleudern" als Block aufstellen kann, oder sollte.

  • PaBa

    Sehe ich genauso. habe den Vortrag auch schon gesehen, damals aber mit anderer Erfahrung bzw. keiner ;)

    Deswegen meine Umtriebigkeit hier. Letztes Jahr habe ich das erste Mal überhaupt geschleudert. Das waren 8 Völker. Ich denke, dieses Jahr mit ein paar mehr wird das ganz anders werden, aber ich habe eben noch keine Ahnung wie anders. Die Völker sind ja einfach so entstanden auch mit dem Hintergedanken, zur Not bleibt der Honig einfach drin.

    Das Versorgen der Völker klappt bisher gut, aber vor dem Honig habe ich echt etwas Muffen.

    Deswegen möchte ich da jetzt möglichst wenig falsch machen. Außerdem ist bei mir das Nadelöhr - wie wahrscheinlich bei vielen - der Platz. Aber Du hast schon Recht. Wenn der Honig da rauskommt, dann ergibt es wenig Sinn, wenn ich wie ein Eichhörnchen Eimer wechsele.

  • Man muss den Quetschhahn während des Schleudervorgangs ja nicht offen lassen. Honig erst in der Schleuder sammeln lassen und dann in einem Arbeitsgang zügig in Eimer ablassen. Eimer in ein Klärfass kippen, auf 2 (oder mehr) Eimerhaltern wechselnd auslaufen lassen. Fass paar Tage warm stehen lassen, Zeug oben abschöpfen, Honig in Lagergebinde abfüllen.

  • Genau das habe ich mir auch überlegt. Klärfass habe ich zwar keines, würde aber die Eimer in große Hobbocks mit Quetschhahn kippen (Doppelsieb drauf). Dann abschäumen lassen und dann ablaufen lassen in Lagereimer.

    Aber daraus entnehme ich, dass die Honigmenge für die vorgesehene Rähmchenzahl im Boden der Radialschleuder Platz findet. Bei der aus dem Verein genutzten Selbstwendeschleuder musste ich nämlich schon mal zwischendrin Honig ablaufen lassen, da sonst die Waben durch den Honig zogen.

  • Wenn man mit Doppelsieben arbeiten möchte, würde ich die eher auf den kleinen Eimer unter der Schleuder legen und dann in den 40 kg Hobbok kippen. Wenn man das Doppelsieb auf die Hobboks legt und dort mit dem kleinen Eimer rein schüttet, muss man ja immer warten, bis das leer gelaufen ist, bevor man weiter schütten kann.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Wenn man mit Doppelsieben arbeiten möchte, würde ich die eher auf den kleinen Eimer unter der Schleuder legen und dann in den 40 kg Hobbok kippen. Wenn man das Doppelsieb auf die Hobboks legt und dort mit dem kleinen Eimer rein schüttet, muss man ja immer warten, bis das leer gelaufen ist, bevor man weiter schütten kann.

    Leg das dann lieber direkt unter den Hobbock, wenn der Honig sich schon geklärt hat, geht's deutlich fixer.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Aber daraus entnehme ich, dass die Honigmenge für die vorgesehene Rähmchenzahl im Boden der Radialschleuder Platz findet.

    Also, bei meiner zumindest ist das so.


    Bei 20 Wirtschaftsvölkern würde ich mir ein Klärfass schon überlegen. Es muss so groß sein, dass der gesamte Honig aus einer Ernte reinpasst. Oder eben 2 (oder mehr) Fässer. Die Hobbocks brauchen ja auch Platz.


    Doppel- und jegliche anderen Spitz- oder sonstwas Siebe weglassen. Honig ungesiebt ins Fass kippen. Wenn man ihn nach paar Tagen ablässt, ist er so rein, dass man ihn bei Bedarf auch direkt abfüllen könnte. Feinsieben tut dann der Melitherm beim Wiederverflüssigen.

  • Falls man kein Melitherm hat, kann man den Honig aus dem Klärfass auch nochmal durch ein Spitzsieb laufen lassen, das meiste schwimmt dann ja oben.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Doppelsiebe würde ich in der Größe nicht anfangen. Also gut ich habe eins. Für Kleinstmengen ok, aber ich werde bestimmt kein zweites kaufen.

    Für dieses Jahr habe ich mir als Übergangslösung folgendes zusammengestellt - falls eben doch eine "grobe" Reinigung vor dem Klärfass gewünscht wird:


    25 kg Honigeimer mit Quetschhahn oben und unten. Dort passt ein Spitzsieb rein. Das Grobe. Da rein die Heitzspirale mit Belchkegel. So wie Unger das auf YT in einem Video gezeigt hat. Gibts auch hier irgendwo infos zu.... Da wird der obere Hahn geöffnet und es kommt ein Eimer unter den Hahn. durch den "Pegel" im Sieb bleibt das lange frei. So wie ein "Siebkübel" nur günstig.

    Aber Abschäumen sollte man den dann trotzdem.

    Ist auch nur als Übergangslösung gedacht, aber dieses Jahr reicht das.

    Doppelsieb war letztes Jahr bei mir nach ungefähr 4 HR zu. Macht echt keinen Spaß....

  • frisbee Klärfass ist für mich schwierig. Ich lagere meinen Honig im kühlen Keller meiner Eltern. Die Hobbocks sind ja nur für den Zwischenschritt, danach können sie wieder gestapelt in einer Ecke verschwinden. Ein Klärfass nimmt ja wesentlich mehr Platz in Anspruch. Ich hatte letztes Jahr bei 8 Völkern über 400 kg Honig, wieviele Klärfässer brauche ich dann wohl für 20 Völker. Das sprengt meinen Platz. Zumindest derzeit.


    Rene J. Über das Spitzsieb mit Heizspirale habe ich auch schon nachgedacht, aber dann habe ich wieder 'Übergangsmaterial' hier rumstehen. Die Doppelsieb gingen bei mir noch ganz gut. Ich habe mit Föhn entdeckelt, da war wenig Wachs in den Sieben und wenn sie langsam zu gingen, habe ich sie einfach etwas ausgekratzt. Das ging. Ich möchte dieses Jahr auch mit Föhn entdeckeln und erst im Nachinein die Waben im trockenen Zustand runterschneiden, denn einen Deckelwachsschmelzer habe ich natürlich auch nicht und auf diese Wachs-Honig-Matsche habe ich jetzt nicht wirklich Lust ohne professionelle Lösung.


    rase Werde die Doppelsiebe tatsächlich unter die Hobbocks nach dem Abschäumen stellen, das klingt nach einer guten Idee.

  • frisbee Klärfass ist für mich schwierig. Ich lagere meinen Honig im kühlen Keller meiner Eltern. Die Hobbocks sind ja nur für den Zwischenschritt, danach können sie wieder gestapelt in einer Ecke verschwinden. Ein Klärfass nimmt ja wesentlich mehr Platz in Anspruch. Ich hatte letztes Jahr bei 8 Völkern über 400 kg Honig, wieviele Klärfässer brauche ich dann wohl für 20 Völker. Das sprengt meinen Platz. Zumindest derzeit.

    Die 400kg hattest Du ja nicht aus einer Ernte/einem Schleudergang.

    Und die 20 Völker wirst Du wahrscheinlich auch nicht an einem Tag schleudern.

    Wenn Du ein 200L Fass hättest, sollte das für den einen Schleudergang reichen. So groß sind die ja auch nicht. Kannst zum Lagern alle Deine Eimer und so reinstellen, dann steht halt nur das Fass rum.

  • Ich glaube, ich mache mal eine Liste und zähle dann meine Groschen im Sparschwein ;)

    Nein, im Ernst, klingt nach etwas, über das man nachdenken sollte. Und ich habe gesehen, dass man so ein Fass gewichtstechnisch sonst auch bei Nichtgebrauch ins Lager fahren kann.