ERB Rähmchen mit Schiffsrumpf

  • Guten Tag, ich bin neu hier mit 1. Beitrag, "Jungimkerin" im 6. Jahr mit der Einraumbeute und habe ein paar Fragen, die mich beschäftigen. Ich bin im Imkerverein, aber keiner hat ERB und kann mir dazu Antworten geben. Es geht speziell um Rähmchen. In der Regel werden Rähmchen mit Schiffsrumpf empfohlen bei Naturbau. Ich gebe Rähmchen mit Mittelwand. Könnte ich das so handhaben, dass ich im Honigraum Rähmchen ohne Schiffsrumpf gebe? Hintergrund meiner Frage ist, dass die Bienen bei Schiffsrumpfrähmchen nicht ganz gerade herunterbauen, sondern rechts und links etwas 2 mm darüber. Bei Rähmchen ohne Schiffsrumpf bauen sie gerade.

    Hat da jemand Erfahrung dazu? Über Antworten würde ich mich sehr freuen

  • Anfangsstreifen sind eine perfekte Lösung. Die Schiffsrumpfrähmchen werden ja nicht genommen, weil die besser sind, sondern die Anfangsstreifen sparen sollen. In Oberträgern mit Nut lässt sich ein Anfangsstreifen sehr einfach und exakt befestigen

    Ansonsten wichtig: Die Beute genau in die Waage bringen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Schiffsrumpfrähmchen funktionieren gut auch ohne sie mit Wachs zu bestreichen. Es gibt sie im Imkerfachhandel als komplettes Rähmchen, als Oberträger oder als Meterware. Vor allem benutze ich sie als Drohnenrahmen.

  • Anfangsstreifen sind eine perfekte Lösung. Die Schiffsrumpfrähmchen werden ja nicht genommen, weil die besser sind, sondern die Anfangsstreifen sparen sollen. In Oberträgern mit Nut lässt sich ein Anfangsstreifen sehr einfach und exakt befestigen

    Ansonsten wichtig: Die Beute genau in die Waage bringen.

    kann mich nur anschließen, bei Schiffsrumpf gab es bei mir viel querbau

  • gerade den DR schaffen sie ohne Vorgabe allein oder man lässt eine Wachsspur beim Ausschneiden stehen.

    Ich habe Schiffsformleisten vor ein paar Jahren nur in der Bienenbox gehabt- mit Hoffmanns nicht zu empfehlen, weil nach 6-7 Waben die Abstände nicht mehr stimmten, das die Waben nicht mehr in der Mitte gebaut wurden. Der Bienenbox-Hersteller ging dann auch auf gerade Rähmchen mit Paschkebügel über. Hoffmanns sind halt was für Propolis-Sammler.

  • Im Eingangspost wird von ERB und Honigraum gesprochen. Ich vermute mal damit sind die Rähmchen gemeint, welche 'weiter hinten' hängen. Einen Honigraum wie bei einer Magazinbeute gibt's da ja nicht. Falls doch noch der Hinweis: Die Bienen brauchen im Honigraum einen Aufstiegshilfe. Einfach nur Anfangsstreifen rein machen klappt dann nicht, weil die Bienen da nicht hoch laufen.


    Alternativ zum Schiffsrumpf wäre noch zu erwähnen: Dreiecksleisten an den Oberträgern befestigen. Damit spart man sich dann auch die Anfangsstreifen und die Dreiecksleisten gibt's im Baumarkt. Früher war das mal einfacher was von dort zu holen als bei den wenigen Imkerbedarfsläden zu bestellen, welche Schiffsrumpfleisten haben. Rein vom gerade bauen sind Anfangsstreifen aber das Beste.

  • Vielen Dank für die informativen Beiträge. Ich denke, dass meine Rähmchen im Wasser stehen, da das über den Rand bauen bei beiden Seiten gleich ist. Werd aber heute trotzdem noch mal nachmessen. Das mit der Aufstiegshilfe im Honigraum verstehe ich nicht ganz. Dort werde ich sowieso mit Mittelwänden arbeiten, da ich die Waben sonst nur schlecht schleudern kann. Ich sehe, ich will wohl eine eierlegende Wollsau. Was auch interessant ist. Ich habe 5 Völker, 3 davon bauen rechts und links an, 2 ganz gerade.

  • Aufstiegshilfe in Form von MW oder Waben am Rand bzw als Block in der Mitte wird bei aufgesetzten Honigräumen verwendet, dann finden sich die Bautrauben schneller und die Ausrichtung der Waben ist gleichmäßiger.
    Achte immer auf den Wabenabstand - die Waben müssen immer zusammen geschoben werden, sonst ziehen sie im oberen Bereich die Futterkränze weiter aus, als im unteren Bereich für die Brut notwendig ist. Beim Verschieben der Waben als Block könnten solche Quetschzonen auch der Weisel gefährlich werden.

  • Hallo Gerda,

    kennst Du den Faden “ Meine Erfahrungen mit der Mellifera Einraumbeute “ ?

    Dort schreibt Master Tom

    Naturwabenbau:

    Wie schon gesagt, arbeite ich ausschließlich im Naturwabenbau. Das erspart mir alle Beschäftigung mit dem Thema Mittelwände und Wachskreislauf. Außerdem finde ich es paradox Bienen beim Wabenbau zu helfen, wenn sie das selber können. Natürlich kann ich im Naturwabenbau den Drohnenbau nicht in extra Rähmchen lenken und diese ausschneiden. Also lasse ich das Drohnenbrutschneiden. Ein Nachteil ist mir daraus bisher noch nicht entstanden und gerne täte ich es ohnehin nicht.


    Selbstverständlich ist der Naturwabenbau nicht immer ganz unkompliziert. Manche Völker bauen ohne Wenn und Aber schön gerade die Rähmchen aus, manche sind echte Schlampen und bauen krumm und schief. Man kann das Verhalten der Schlampen aber lenken, indem man ein Leerrähmchen (wie o.g. verwende ich Rähmchen mit Schiffsrumpf, gedrahtet) immer zwischen zwei bereits schön ausgebaute Waben gibt. So zwingt man die Bienen gerade zu bauen. Das klappt bei mir eigentlich immer. Krumme, dicke oder halbausgebaute Waben kommen dann am Ende des Winters, oder bei der Honigernte raus. Irgendwann ist dann halbwegs Ordnung. Nach einiger Zeit hat man sich gut daran gewöhnt die Völker so zu lenken.

    Vielleicht hilft Dir das weiter.

    Flüsse trinken ihr eigenes Wasser nicht. Bäume essen ihre eigenen Früchte nicht. Wolken verschlingen ihren eigenen Regen nicht. Was Große Wesen haben ist immer zum Wohle anderer. Indisches Sprichwort