Anzahl von Bienenstichen

  • Umweiseln ist mir zu hoch, da habe ich keine Erfahrung. Und derzeit bin ich froh wenn sie mich in Ruhe lassen.

    Wäre es nicht gerade in einem Kleingarten wichtig, dieses Problem zeitnah zu lösen? Da sind ja auch die Nachbarn dicht dabei. Kannst Du Dir zum Umweiseln Hilfe holen, z.B. aus dem Verein oder von einem TBH erfahrenen Kollegen in der Nähe?


    Wenn ich die Bilder sehe, kann ich mir glaube ich vorstellen, wie Du Dich gerade fühlst....dennoch sind die nicht ohne Unterhaltungswert...;)

  • In der Notaufnahme wurde eine Allergie festgestellt.

    Eine Notaufnahme kann keine Allergie feststellen. Das geht erst viele Wochen nach dem Stichereigniss durch Blutuntersuchung (IgE). Da hat Wespe (Hornisse) auch nix mit Biene (Hummel) zu tun!

  • Erst ein Bluttest nach 6 Wochen zeigt das Vorliegen einer Allergie

    Nee, der Bluttest (spezif. Bienengift IgE FIA, früher RAST genannt) zeigt lediglich das Vorliegen einer Sensibilisierung bei Allergien vom Soforttyp, also eine Allergiebereitschaft.
    Auch Menschen mit "Allergieklasse: 4 - stark positiv" und darüber erleiden nicht zwangsläufig eine systemische Reaktion nach Exposition(Stich).
    Diese Menschen sollten dann sicher geschult und mit Bedarfsmedikation ausgestattet sein.

  • Diese Menschen sollten dann sicher geschult und mit Bedarfsmedikation ausgestattet sein.

    Du hast vollkommen recht, deswegen sollte man das Risiko richtig bewerten lassen und nicht durch Notaufnahmen, eigene Meinung oder IF-Beiträge (mea culpa)

  • OK, was kann es dann sein, wenn man mal sehr krass auf einen Bienenstich (Stich in den Kopf --> Anschwellen, Juckreiz etc.) reagiert, sonst aber überhaupt nicht groß (leichte Anschwellen, mehr nicht)?


    Diese Frage stelle ich mir nämlich seit dem Ausflug ins Krankenhaus.


    (Ich weiß, fundiert kann darauf natürlich niemand antworten...)


    VG,

    DerWiesenimker.

  • Sage ich ja - keine Allergie.

    Nee, sagen kann das weder die Notaufnahme noch du. Erst ein Bluttest nach 6 Wochen zeigt das Vorliegen einer Allergie

    Wenngleich man bei Symptomen einer allergischen Reaktion in direktem zeitlichen Zusammenhang mit einem Insektenstich auch schon sehr stark vermuten kann, dass es sich um eine Allergie handelt. „Es sieht aus wie eine Allergie, es riecht wie eine Allergie, ...“


    Zum Thema Bienen- oder Wespengift:

    Im „Bienenpodcast“ gabs eine Folge mit einer Forscherin zum Thema. Ich meine mich zu erinnern, dass einzelne Komponenten der beiden Gifte sich überschneiden. Die Sensibilität gegenüber diesen Fraktionen ist jedoch wohl interindividuell verschieden, so dass durchaus Mischformen vorkommen können.


    Bienengespräche

  • Zum Beispiel könnte das Tier ein kleines Blutgefäß bei dir erwischt haben. Damit würde der Wirkstoff schnell verteilt und entsprechend heftig die Reaktion ausfallen. Gibts zB auch bei (zu) schneller iv-Injektion von Medikamenten.

  • Ich bin der Meinung das mit den Allergie wird leider von den Ärzten viel zu schnell in den Ring geworfen.

    Dabei will ich eine Allergie auf keinen Fall verharmlosen oder auch bei durch einen Stich ausgelöste Reaktionen.

    Als Anfänger waren die Stiche auch schmerzhaft und es erfolgten die üblichen Reaktionen.

    Auch wenn ich in Shorts und T-Shirt am liebsten imker, gehe ich nicht immer sofort ohne Schutz an die Damen.

    Vor drei oder vier Jahren hat es mich auch erwischt. Nach einem harmlosen Stich in die Hand, sah diese nach drei Tagen aus, wie die Hand von Hulk.

    Die Biene hatte mir wohl neben dem Gift noch etwas anderes verabreicht, was zu der Reaktion führte. Bienenstiche war ich zu der Zeit eigentlich gewohnt und nach einem kurzen Schmerz hatte ich kaum Schwellungen.

    So etwas ähnliches hatte meine Frau nach einem Stich von einer Rose.

    Nachdem sich der rote Streifen unter der Stichstelle gezeigt hat, ging es ins Krankenhaus. Als dann der.erste Tropf mit Antibiotika nicht gewirkt hat, war plötzlich Holland in Not.

    Mit den Ausführungen möchte ich keine Panik verbreiten, aber dennoch darauf hinweisen, dass man achtsam sein sollte.

    Bei Übelkeit, Schwindelgefühl und Atemnot nach einem Stich immer eine zweite Person heranziehen und den Arzt aufsuchen.

    Bei Fieber und lang anhaltenen Schwellungen gilt das Gleiche.

    Mich würde keiner bis zur Dunkelheit finden,.wenn ich an einem Bienenstand umkippe. Mein Handy funktioniert hier an der Niederländischen Grenze häufig nicht.

    Als Imker werde ich natürlich oft gefragt, wie oft ich denn im Jahr gestochenen werde.

    Ich sage dann immer: Um die 100 mal.

    Dafür bilde ich mir ein, viel weniger erkältet zu sein, als früher.

    Gegen die Raktionen auf einen Stich einer Biene mache ich normalweise nichts.

    Wird man mal am Kopf, Ohr oder anderen unschönen Stellen gestochen, kommt da bei Bedarf Fenistil drauf.

    Das.Gerät mit der Hitzeentwicklung benutze ich manchmal auch gegen Bienenstiche, aber meist bei Mückenstichen. Das ist aber im Prinzip das selbe System, wie mit dem heissen Löffel.

    Zudem rate ich den meisten Anfängern erstmal zu Handschuhen und Schleier.

    Erst wenn er die Reaktionen der Bienen besser einschätzen kann, sollte man den nächsten Schritt wagen..

    Dennoch finde ich, dass man ohne dem besser und entspannter Imkern kann.

    Durch Schmerzen lernt man halt am schnellsten. :P

  • Ja, dass kann natürlich sein - danke dafür.

    btw: cooler Nickname :-D

  • Ich habe mir im Juli diesen "Bite Away" gegönnt. Um die 25 € beim allseits bekannten Online-Kaufhaus. War skeptisch, bin aber begeistert, nachdem ich ihn ein mal anwenden musste. Keine Schwellung!


    Außerdem einen "Bienenjet", das ist eine Sprühflasche mit einem ätherischen Duftzeug, ca. 8€. Ich vermute, Citronella und Nelke, steht nicht drauf. Ein, zwei Püffer auf die Hände und ich kann ohne Handschuhe arbeiten, jedenfalls bei Arbeiten, bei denen nicht allzu sehr geärgert wird. Kann man auch als Smokerersatz nutzen. (Ich nehme das Teil mit zum Außenstand, nachdem ich mir mit einem nachkokelnden Smoker mein Auto eingesaut habe...) Beruhigt die Damen sichtlich.


    Langfristig solltest du aber dringend die Königin auswechseln, solche Stecher braucht´s nicht, sonst schmeißt du noch vor Frust alles hin. Die Nachbarn im Schrebergarten wären wahrscheinlich auch froh. Jetzt ist eine gute Jahreszeit zum Umweiseln, die nehmen jetzt alles.


    Grüße Birgit

  • Zudem rate ich den meisten Anfängern erstmal zu Handschuhen und Schleier.

    Auf dem Bau sollten auch nur Azubis Helm und Sicherheitsschuhe tragen.

    Erst wenn er die Reaktionen der Bienen besser einschätzen kann, sollte man den nächsten Schritt wagen..

    Dennoch finde ich, dass man ohne dem besser und entspannter Imkern kann.

    Durch Schmerzen lernt man halt am schnellsten. :P

    In meinem Overall komme ich garantiert schmerzfrei von den Bienen zurück und kann dann mit nicht zugequollenen Augen ein Bienenbuch lesen. Ich lerne lieber und auch schneller ohne Schmerzen:P