Wärmeschied/angepasster Brutraum

  • Nach der Auswinterung kommt erst mal die Durchlenzung.

    Ein ausgewintertes Volk enthält fast nur alte Tanten. Die Kistengrösse auf das jeweilige Volk anpassen, ist ein Vorteil, den man nicht ignorieren sollte

    AUSNAHME:

    Ein Schied benötigen die Imker nicht, die wie Heike nur beste, legestarke Königinnen haben.


    Gibt man Königinnen mehr Platz, als sie bestifften können, werden die Bienen den Platz durch Pollen- und Nektareintrag in den Brutraum immer mehr beengen. Das geht so weit, dass die Völker schrumpfen.


    Gruss

    Ulrich

  • Schieden bedeutet nun mal vor allem auch Begrenzung.

    Nein, richtiges Schieden heißt nicht begrenzen, sondern formen. Der Platz für Brut wird nicht kleiner, als die Legeleistung der Königin das hergäbe, sondern auf die dafür maximal nötige Zahl von Waben beschränkt. Dass der Platz ausreicht, erkennt man daran, dass noch etwa Wabenfläche für Honig und Pollen bleibt (in den Ecken der Brutwaben). Ist das nicht der Fall, hat man tatsächlich begrenzt und nicht nur geformt.

    Sorry, will mich keinesfalls streiten. Wenn Du es aber logisch betrachtest, KANN der Imker nach dem Setzen des Schiedes immer nur zeitlich VERSPÄTET auf die Möglichkeiten der Königin und des Volkes eingehen. Ein logisches Beispiel ist eine Autofahrt über 100 km Landstrasse. Man wird nicht in einer Sunde am Ziel ankommen. Ortsdurchfahrten und andere Begrenzung verhindern das. Wäre freie Autobahn mit drin, könnte man durchaus die Stunde schaffen. Also jede Begrenzung muss auch wieder wettgemacht werden können, wenn wenigstens Gleichstand erreicht werden soll.

  • ......

    Ein ausgewintertes Volk enthält fast nur alte Tanten......


    Gruss

    Ulrich

    Die sogenannten alten Tanten sterben nicht eher ( Unfälle ausgenommen) bis gleichwertiger Ersatz geschlüpft ist und bringen zum Teil sogar noch die Rapstracht heim...

    Also ich kann nicht genug von den alten Tanten in meinen Völkern haben.😉

  • Sorry, will mich keinesfalls streiten.

    Damit habe ich kein Problem.

    Ein logisches Beispiel ist eine Autofahrt über 100 km Landstrasse. Man wird nicht in einer Sunde am Ziel ankommen. Ortsdurchfahrten und andere Begrenzung verhindern das.

    Das Bild mit der Landstraße passt nicht, weil es eine zeitliche, keine räumliche Metapher ist. Es geht aber um Raum.

    Das korrekte Bild wäre: Wenn die Straßenbreite aussreicht, um mit dem Fahrzeug durchzukommen, genügt das. Ist die Straße breiter, wird davon das Fahrzeug nicht größer und kann also auch nicht mehr transportieren. Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle, weil die Brut ja schlüpft und wieder Platz macht für neue. Die Königin legt ja nicht schneller, wenn sie mehr Platz hat als nötig.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ein Schied was von den Bienen links und rechts umlaufen werden kann, bremst überhaupt gar nicht . Die Königin aber legt kompakt auf wenigen Waben, was den Vorteil hat dass Sie nich lange - unnötige - Wege zurücklegen muss. Das Volk hat weiterhin genügend Platz sich zu entwickeln, und kann die Brut besser wärmen.

    Es wird nur die Brut gelenkt, sonst nichts.

    Das sind die Gründe fürs Schieden. Das hat mit den Völkern ob groß oder klein überhaupt gar nichts zu tun.

    ...die Mädels lesen keine Lehrbücher und machen einfach was sie wollen..:S:love:

  • Schillbee, Du bist wirklich der Meinung, dass sie jetzt noch mal, inclusive Brutpflege, 40 Tage auf die Uhr bekommen?

    Unrealistische Annahme. Zur Zeit sterben mehr als welche schlüpfen. Die Völker schrumpfen noch.


    Gruss

    Ulrich

  • Immenlos, das kann ich so nicht bestätigen, habe soeben zwei Miniplus erweitern müssen. Dazu habe ich Futterwaben genommen, da sie jetzt richtig in Brut gehen und von draußen noch nichts reinkommt. Auch die DD sehen so aus, als ob es schon mehr geworden sind, dabei hatten die ordentlich Totenfall. Man merkt es im Übrigen am aggressiven Verhalten der Winterbienen. Erst nach dem Massenwechsel Ende April kann man mit den wieder kuscheln. VG Jörg

  • Auch die DD sehen so aus, als ob es schon mehr geworden sind, dabei hatten die ordentlich Totenfall.

    Bei mir ist das momentan noch ähnlich, aber Ende März/Anfang April werden die dann schnell schwächer bis ungefähr Mitte April, dann werden die wieder stärker, nachdem dann alle Tanten weg sind - Immenlos ist mir eben, klimatisch bedingt, ein paar Wochen voraus....


    Man merkt es im Übrigen am aggressiven Verhalten der Winterbienen. Erst nach dem Massenwechsel Ende April kann man mit den wieder kuscheln.

    Nein, das ist auch eine Frage der Genetik! Es gibt welche die sind "immer aggressiv", welche die sind "nie aggressiv" und welche die sind "im Winter oder bei schlechtem Wetter aggressiv" - auch gibt es viele Gründe warum Bienen "temporär aggressiv" sein können - das wurde eimal hier vor 2-3 Jahren ausführlich diskutiert...

  • "temporär aggressiv"

    mmmmh stimmt Franz. Kalt langt! Hunger auch, Milben auch.

    Zur Räuberzeit allerdings, scheinen die alten Tanten doch..........also HIER

    Ab Mitte der Woche wachsen meine wieder....... Folge vom Wetter vor 3 Wochen......

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Das schieden bedeutet, dass der Brutraum angepasst auf die Legefähigkeit der Königin ist. Wäre der Brutraum größer, besteht die Gefahr, dass die Königin beim legen der Kreise, nicht früh genug an den durch geschlüpfte Brut frei gewordene Zellen kommt.


    Und die Bienen hassen leere Zellen, weswegen dann dieser freie Raum mit Nektar gefüllt wird und das verhonigen des Brutraums ist die Folge.

  • Ein Schied was von den Bienen links und rechts umlaufen werden kann, bremst überhaupt gar nicht . Die Königin aber legt kompakt auf wenigen Waben, was den Vorteil hat dass Sie nich lange - unnötige - Wege zurücklegen muss.

    Wie sind die Wege zu bewerten, welche die Königin leere Zellen suchen muss weil die innerhalb der Schiede noch anderweitig belegt sind oder wenn sie "stundenlang" von den Bienen am Schied vorbei geleitet werden soll?

  • Sorry, will mich keinesfalls streiten.

    Damit habe ich kein Problem.

    Ein logisches Beispiel ist eine Autofahrt über 100 km Landstrasse. Man wird nicht in einer Sunde am Ziel ankommen. Ortsdurchfahrten und andere Begrenzung verhindern das.

    Das Bild mit der Landstraße passt nicht, weil es eine zeitliche, keine räumliche Metapher ist. Es geht aber um Raum.

    Das korrekte Bild wäre: Wenn die Straßenbreite aussreicht, um mit dem Fahrzeug durchzukommen, genügt das. Ist die Straße breiter, wird davon das Fahrzeug nicht größer und kann also auch nicht mehr transportieren. Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle, weil die Brut ja schlüpft und wieder Platz macht für neue. Die Königin legt ja nicht schneller, wenn sie mehr Platz hat als nötig.

    Neuer Versuch. Wenn man jedes Ei zählen würde, dann hätten, bei absolut vergleichbaren Völkern(!), die ohne Schied die Nase vorn, da bei den Ungeschiedeten zum Bsp. das 20000. Ei FRÜHER in die Zelle kommt. Fakt ist, aus dem Ei, welches früher oder gar nicht in die Zelle kommt, schlüpft nun mal später oder gar nicht eine Biene, das ist logisch.;)

    Ich zitiere gern den alten (aber nicht veralteten) ARMBRUSTER:


    "Der Imker muss seine Erntehelfer erst erzeugen"

    " Die spezielle Mobilbetriebslehre von Erzeugung, Tracht und Ernte"

    "Aber fördern wir auch so planmäßig wie jene Kreise das EILEGEGESCHÄFT, so planmäßig Erzeugung und Ernte?"

    "Das Zwischenhängen von leeren, hellen Waben mitten ins Brutnest ist ein Mittel um zu Treiben, bei Spitzenvölkern schon sehr zeitig anwendbar."

    "Das gilt dann umso mehr später für Mittelwände"

    usw. usf.

  • "Das Zwischenhängen von leeren, hellen Waben mitten ins Brutnest ist ein Mittel um zu Treiben, bei Spitzenvölkern schon sehr zeitig anwendbar."

    bei einem verhonigenden Brutnest fördert man so am sichersten, das es bald mehrerer Volksteile mit legenden Königinnen gibt :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Schillbee, Du bist wirklich der Meinung, dass sie jetzt noch mal, inclusive Brutpflege, 40 Tage auf die Uhr bekommen?

    Unrealistische Annahme. Zur Zeit sterben mehr als welche schlüpfen. Die Völker schrumpfen noch.


    Gruss

    Ulrich

    Früher hätte ich Dir absolut Recht gegeben. Heute weiß ich, dass, von etwaiger Krankheit oder anderen Umständen abgesehen, richtig starke Völker zu keiner Zeit (gefühlt) einen Knick durchmachen. Meistens belegen diese im Winter bei Frost mind. 7 bis alle 10 WG(DNM; Buckfast sitzt kompakter innerhalb der WG) und bei der Segeberger auch die Rand-WG. Nach Auflösung der Wintertraube füllen sie den Raum (mind. 2 Zargen) komplett aus.

    Sobald Bienen abgehen, und das fängt je nicht gleich verstärkt an, sind die 3 Wochen später schon wieder ersetzt. Ganz einfach weil reichlich potentielle Pflegebienen vorhanden sind. Es hieß mal besonders für die Frütracht:

    "Ein einzelnes (wirklich starkes !) starkes Volk bringt mehr als 10 Schwache".