Wärmeschied/angepasster Brutraum

  • Interessanter Vortrag! Als ehemaliger Mittweida-Student kommen bei der Mundart gleich nostalgische Gefühle hoch ^^


    Spannende Aussagen zum ersten Honigraum als "Umladestation" und dass er trotz einer sehr optimierten und auf Ertrag optimierten Betriebsweise die Drohnen im Volk belässt und sie sogar wertschätzt. Auch zur "echten" Carnica und Landbiene.


    Das Schied schon im Spätherbst setzen traue ich mich aber nicht, zu groß sind meine Bedenken zu dem diskutierten Futterabriss. Ich hab die Bienentraube bei mir auch noch nie so nahtlos über das Schied hinweg sitzen sehen, vor allem mit einem breiten Wärmeschied und bei 0°. Ob das wirklich sinnvoll ist, wenn mitten in der Wintertraube so ein breites Schied hängt, da bin ich skeptisch.


    Warm/kalt halten und offener/geschlossener Boden ist auch wieder die Diskussion. Wenn er das Wärmethema aber so hoch hängt, ist die Frage warum er nicht auf Segeberger geht.


    Interessiert hätte mich, welche Bienen er getestet hat, ob er immer noch vergleicht, oder seit wann er nur noch Belegstellen-begattete Königinnen nimmt. Dass nur die was taugen, da würden viele Buckfast-Züchter wahrscheinlich laut widersprechen.

  • Ich hab die Bienentraube bei mir auch noch nie so nahtlos über das Schied hinweg sitzen sehen, vor allem mit einem breiten Wärmeschied und bei 0°. Ob das wirklich sinnvoll ist, wenn mitten in der Wintertraube so ein breites Schied hängt, da bin ich skeptisch.

    Bin ich nicht; denn die Traube schiebt sich über / um das Schied und trägt Futter um. Bei mir kommt das Schied (kein isolierter Rahmen, nur ein 5 mm Brett) ab Anf. Februar in die Völker. Danach sitzen die genauso - größter Teil im geschiedeten Bereich, der Rest über das Schied hinaus in den Bereich der Futterwaben.


    Bei der kürzlichen FK-Probennahme war hier (!) deutlich zu sehen, dass die Bienen im geschiedeten Bereich die Waben entleert hatten, bestenfalls noch eine oder zwei Waben mit Futterbereichen - sicher eine Folge der vergangenen Kälteperiode. Dort wird jetzt Pollen eingetragen und Brut angelegt.


    Ich sage nicht, dass es so sein muss. Jedoch können starke Völker mit dieser Anordnung umgehen, ohne vom Futter abzureißen.

  • Alles schön und gut und richtig, dass man große Völker im Herbst und Frühling braucht.

    Das Kriegsentscheidende wurde aber nicht erwähnt mit was wird gegen Varroa behandelt?

    Mit guter Königin, paar Thermoschieden und dünne Zuckerlösung bekommt man noch lange keine Bomben Völker im Herbst. Und so wie es sich angehört hat macht der gute Mann keine TBE.

    Weiß jemand mit was er seine Völker behandelt und wann?

  • Das interessiert mich auch brennend! Dachte bis zum Schluss, dass da noch was kommt, aber leider … nix!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Vielen Dank _Thomas für‘s Einstellen. Ich finde Rolf Schülbe spricht herzerfrischend begeistert,

    überzeugt und überzeugend zugleich. Da ist das Sächsische doch geradezu das Tüpfelchen

    auf dem i. Ich mag‘s.

    Wer keine unüberwindbare Sachso-Phobie hegt, findet vielleicht so einen Zugang zum Thema.

    Vielfalt bringt´s.

    beemax : manchmal brennt halt die Sehnsucht nach einfachen, praktikablen Varroamanagement

    Lösungen mit dem Imkerling durch ;).

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Ein sehr guter Vortrag,

    Rolf Schülbe hat sie Alle gelesen ,Bücher von, Camille Pierre Dadant , Bruder Adam, Hans Beer, und auch das Wissen von Jürgen Binder mit eingebunden. Alles seinen Anforderungen endsprechend kombiniert, und in seiner Imkerei realisiert.

    Ein sehr guter Vortrag mit allem für und wider bei der Völkerführung.

    Nur das mit dem Schieden im Spätherbst ist ein sehr dünnes Brett, habe ich gemacht, mit dem Ergebnis , es gab da auch Futterabris , seit dem Schiede ich unmittelbar nach dem Reinigungsflug.

    Gruß Jürgen

  • Achtung es sächselt - ich mag fast alle Dialekte :-)

    ...ich fand das echt toll, danke.

    Der Dialekt......ja, ist halt so:), ich kann allen Dialekten was nettes abgewinnen nur manche eben kaum verstehen, da ging das ja gut.

    Da spricht eine Sachse hochdeutsch, richtig sächsisch ist viel ausgeprägter. Und merkt Euch eins, „die Sachsen sind helle“.😊

    VG aus Ostfalen

  • Gestern habe ich bei 18 Grad Schiede gesetzt.

    Bei zwei Völkern war die Wabe mit Königin fluglochfern zu finden.

    Ich habe so geschiedet , wie die Bienen es mir vorgaben.

    Vom Bauch her würde ich nichts verändern, im Kopf habe ich ein leicht komisches Gefühl, weil das Futter nahe am Flugloch ist.

    Sollte ich das Flugloch lassen, wie es die Bienen anscheinend für gut befinden ?

    Oder sollte ich die Öffnung des Flugloches der Stellung der BW anpassen ?

  • Sollte ich das Flugloch lassen, wie es die Bienen anscheinend für gut befinden ?

    Oder sollte ich die Öffnung des Flugloches der Stellung der BW anpassen ?

    Meistens ordnet sich der Bien dort an, wo er im vorigen Herbst saß. So kann es kommen, dass bei spätem Einlegen der Fluglochkeile deren Öffnung nicht mit dem Bienensitz übereinstimmt. Ich habe solche Fluglochkeile, die mittig aber auch seitliche Öffnungen haben. Eine Beeinträchtigung der Entwicklung konnte ich nie feststellen - egal wo die Öffnung liegt.


    Bienen sind flexibel; ich würde nichts ändern.