Bienenfutter auf Maisstärkebasis (API-HF 1575)

  • Hallo Zusammen


    Wer von euch hat erfahrung mit dem Maisfutter gesammelt?
    Ich möchte damit dieses Jahr alle meine Völker einfüttern habe allerdings noch so meine bedenken aus welchen Gründen auch immer!

  • Hallo Wendt,


    ich habe in den vergangenen 5 Jahren, mit Ausnahme des letzten Jahres, mit einem Futtersirup auf Maisstärkebasis namens Butiforce, der aus Frankreich stammt, eingefüttert. Im vergangenen Jahr habe ich mit selbst hergestellter Rübenzuckerlösung gefüttert, aber nicht weil Butiforce so schlecht ist, sondern weil ich keine Gelegenheit hatte den Sirup zu transportieren. Ich kann keine Unterschiede feststellen in der Akzeptanz, der Zehrung, der Belastung der Bienen etc. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen auch die Wissenschaftler der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim. Im Prinzip ist es wohl eine Kostenfrage, ob man einen Sirup verwendet bei einem Literpreis von ca. 0,90 € oder ob man mit Zucker einfüttert bei einem derzeitigen Kilopreis von 0,89 €. Wobei man den Zucker noch auflösen muss. Interessant wäre für mich, mit was Imker einfüttern, die z.B. mehr als 50 Völker bewirtschaften. Und welche Kosten dafür entstehen.


    Einen schönen Gruß aus dem schwül-heißen Baden-Württemberg Pit

    Imkeranfänger 1973, nach 3 Jahren wegen Schul- und Berufsausbildung Aufgabe des Hobbys, 1996 Wiedereinstieg, zwischen 15 und 25 Völker, Landrasse auf Hohenheimer Einfachbeute im Selbstbau, AS auf Schwammtuch und Tropfflasche.

  • Habe im vergangenen Jahr die Erstauffütterung vor der Varroabehandlung-mit Maisstärkesirup gemacht. Nachdem im vergangenen Jahr im Juli keine Tracht mehr war, liess ich die Bienen bei der Schußauffütterung richtig "abarbeiten", ich habe mit Kristallzucker fertig gefüttert. Zu diesem Zwecke habe ich bei einem Baustoffhändler eine Schmutzwasser-Tauchpumpe um € 19,90 gekauft. Dadurch war das Auflösen des Normalkristallzuckers (grob) kein Problem. Somit war die Grundarbeit der Futterlösungsherstellung auf ein Minimum herabgesetzt, und im Aufwand der Sirupfütterung gleichzusetzen.
    Sollte sich heuer die Tracht hinauszögern, werde ich mit Maissirup füttern, um die abgearbeiteten Bienen nicht noch unnötig zu belasten. In der Natur hätten sie nach der Traucht auch schon eine ruhigere Zeit.
    Zwei Völker habe ich vollständig mit Sirup aufgefüttert. Ich habe mich auf Aussagen und Veröffentlichungen von Institutverantwortlichen gestützt, welche die Unbedenklichkeit des Futtermittels bestätigten.
    Auch konnte kein Unterschied (meinerseits) zur 3 Jahre vorher praktizierten Auffütterung mittels eines weit verbreiteten Fertigfutters beobachtet werden.
    Ich wünsche volle Honigtöpfe
    "Tschiwi"

  • Entschuldigung - nicht anonymer Gast, sondern sehr wohl
    mit vollem Namen. Habe nur den Benutzername nicht eingetragen.
    mfG- Fritz Wieland -"Tschiwi" (nach wie vor)

  • Hallo Wendt,


    auch ich habe im letzten Jahr komplett mit Maisstärkesirip aufgefüttert, und war ein wenig gespannt, da ich im Deutschen Bienenjournal o.ä. von Problemen mit Verkotungen gelesen hatte.
    Bei meinen Bienen: überhaupt nichts Auffälliges zu bemerken, und die alten Futterwaben, die ich vor der Tracht entnommen habe, sehen auch noch immer gut, d.h. nicht fest oder krisallisiert aus. Ich werde wohl wieder so einfüttern dieses Jahr.
    In Soest gibt es übrigens den Sirup lose zum Abholen für 0.59€/kg . Adresse in den Bienenzeitungen nachzulesen, oder link www.amelunxen-soest.de .


    Gruss Andreas

  • Hallo Wendt,


    ich habe es in diesem Forum bereits an anderer Stelle berichtet.
    Wir haben vor einigen Jahren in unserem Züchterring einen "Großversuch" gemacht. Über 75 Völker wurden mit Api Hf 1575 aufgefüttert, die andere Hälfte mit Apiinvert.
    Auswinterungsergebnis: identisch.
    Seitdem bei mir nur noch Maisstärkesirup.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, alle Miteinander,


    meine Bienen bekommen in diesem Jahr, wie in allen Jahren vorher, ihr
    –Ambrosia - Zucker-Fertigsirup.
    Das brauchen sie nicht umzuarbeiten und geht schnell in die Waben, bei mir brauchen sie etwa einen Tag für zehn Kilo, geruchlos, da habe ich auch keine Räuberei, auch weil das Einfüttern Ruckzuck erledigt ist.
    Ich bekomme von ihnen das Beste und ich gebe ihnen das Beste zurück, altmodisch, aber sie Danken es mir indem sie gesund über den Winter kommen.
    Wenn ich Diskussionen höre über Zucker rühren, in welchem Verhältnis, in Italien kaufen und Abwasserpumpen zum Mischen, jetzt Maisstärkesirup,- trotz Genmanipulation - usw. usw.?
    Bei Geld hört dann unser Naturverständnis auf?
    Die Natur schenkt uns Imkern schon lange nichts mehr, dass haben auch die jungen Leute schon festgestellt.
    Der Grossteil der Hobbyimker ist einmal angefangen, um sich ein Nebeneinkommen zu Schaffen.
    Aber ein Nebeneinkommen erfordert auch Nebenausgaben und da werden sehr viele Imker zu Pfennigscheißern, nur bei sich selbst nicht,
    Nein, bei den Bienen!
    Ich wiederhole mich schon wieder, aber wer nicht investiert, - verliert -.

    Ich wünsche Euch, viele gesunde Bienen


    Margret

  • Ich werde in diesem Jahr nicht wieder mit Maisstärkesirup, sondern mit Apifonda auffüttern, da ich so wenig positives gehört habe. Diesen Winter gab es etwas auskristallisiertes Winterfutter bei mir, ich weiß nicht , ob es vielleicht an der Maisstärke gelegen hat. Wenn die Bienen"verträglichkeit" und Qualität von Maisstärkesirup nachgewiesen wird, kann ich meine Meinung ja wieder ändern.
    Es ist ja so, wie Bisy schon sagte: Wenn wir ein qualitativ hochwertiges Produkt erhalten möchten, und das ist unser Honig allermeist (noch), dann erfordert das auch Nebenausgaben.
    Ausserdem: Was ist das, wenn ich einen gelegentlichen Honigkunden komisch angucke, weil er seinen Honig weiterhin im Discounter wie Aldi&Co holt, ich selbst aber wegen der möglichen 5 Cent Ersparnis Haushaltszucker aus dem Discounter kiloweise anrühre?


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ich stimme Dir im Prinzip völlig zu.
    Aber wenn Du schreibst:

    Zitat

    Was ist das, wenn ich einen gelegentlichen Honigkunden komisch angucke, weil er seinen Honig weiterhin im Discounter wie Aldi&Co holt, ich selbst aber wegen der möglichen 5 Cent Ersparnis Haushaltszucker aus dem Discounter kiloweise anrühre?


    mußt Du auch konsequenterweise auf Apifonda verzichten.
    Denn die Südzucker wird da keinen anderen Zucker reintun als in ihre Alditüten. :wink: Und da "nur" als Tierfutter verwendet, werden die hygienischen und anderen Kontrollen sicher nicht so ausgeprägt sein als bei Produkten für den menschlischen Verzehr.
    Also konsequenterweise, wenn Du "Qualität" suchst, mußt Du auf Bioprodukte umsteigen und selbst anrühren.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • kristalisiertes Winterfutter hatte ich auch als ich nur mit Zuckerwasser arbeitete! meine Beobachtung ist die, daß wenn Ölretich noch sehr spät blüht, daß Winterfutter gern kristalisiert, egal was man verfüttert hat!


    hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?


    Gruß

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Michael


    Dann solltest du besser Apiinvert statt Apifonda fütter. Je nach Witterung haben die Bienen mit Apifonda ihre Probleme, da zum lösen noch Wasser gebraucht wird. Apiinvert wird deutlich besser abgenommen und die Bienen haben weniger Arbeit damit.


    Mit imkerlichen Grüßen


    Reinhard

  • Hallo
    Ich habe zum Thema Fütterung mit Mais/Weizenstärke Sirup ein paar Fragen an die Anwender.
    Wieviel Kg oder Liter wird eingefüttert, im Vergleich zu Zucker od. Apiinvert?
    Muss das Futter noch von den Bienen invertiert oder sonstwie umgearbeitet werden?
    Wie schnell wird das Futter abgenommen?
    Wann wird damit eingefüttert?
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.